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Stadtvertreter sollen sich für Erhalt der Bahn stark machen

Barth Stadtvertreter sollen sich für Erhalt der Bahn stark machen

Bartherin Christine Leesch erwartet mehr Einsatz von ihren Abgeordneten.

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Christine Leesch informiert sich im Internet. „In der Kundenbefragung zu den Jahresfahrplan-Entwürfen ist die Bahnstrecke Stralsund-Barth gar nicht mehr aufgeführt.“

Quelle: Detlef Lübcke

Barth. Zum Jahresende soll die Stadt Barth (Vorpommern-Rügen) vom Schienennetz abgetrennt werden. Die Landesregierung will dann die Bahnstrecke Stralsund-Barth stilllegen – aufgrund zu geringer Fahrgastzahlen, wie es heißt. „So weit darf es nicht kommen“, sagt Christine Leesch. Die Buchhändlerin aus dem Barther Bücherstübchen bedauert, dass sie dazu bisher „noch kein ordentliches Statement der Stadtvertreter“ vernommen habe. „In der Barther Stadtvertretung hätte es schon längst einen Aufschrei geben müssen, um zur Gegenwehr anzusetzen“, erklärt die 56-Jährige.

Deshalb fordert sie die Stadtvertreter auf, sich über Parteigrenzen hinweg stark zu machen für den Erhalt der Bahnstrecke. „Es ist ein zahnloser Tiger unterwegs in einer Zeit, wo kraftvoll zugebissen werden müsste“, so Christine Leesch. Es sei ihr wichtig, an der Entwicklung der Region mitzuwirken. „Wir leben alle davon, wir sterben auch damit, wenn sie fällt. Und dazu gehört, dass hier weiterhin eine Bahn fährt.“ Die Bartherin würde sich zudem wünschen, dass die Bahnverbindung zum Darß komme.

Nicht mehr viel Zeit

Christine Leesch schaltet ihren Tablet-PC ein. Sie ruft die Homepage der Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern auf. „In der Kundenbefragung zu den Jahresfahrplan-Entwürfen ist die Strecke Stralsund-Barth gar nicht mehr aufgeführt“, sagt sie.

„Ich bin erstaunt, wie viele Leute noch gar nicht um die Brisanz der Stilllegungsabsichten wissen“, sagt Christine Leesch. Es seien nur noch neun Monate bis zum Jahresende. „Das ist nicht mehr viel Zeit, um die Landesregierung zu einem Umdenken zu bewegen.“

Christine Leesch vermutet, dass überhaupt nicht darüber nachgedacht wurde, wie dieser Strecke eine Chance gegeben werden könne. Über eine Barther Bürgerinitiative seien bereits mehr als 7000 Unterschriften für den Erhalt der Bahnverbindung gesammelt und an MV-Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) übergeben worden. „Damit ist ein Grundtenor erkennbar, was hier in Barth gewünscht wird“, sagt sie. „Ich befürchte, dass hinter verschlossenen Türen einfach gedealt wird“, sagt Christine Leesch. „Wir wissen ja, wie schön unpopuläre Dinge in wunderbare Worte verpackt werden können. Das erleben wir jeden Tag, wo wir eine Kröte nach der anderen zu schlucken kriegen.“

Treffen im Rathaus

Unabhängig von Christine Leeschs Bitte an die Stadtvertreter haben Bürgermeister Stefan Kerth (SPD) und Stadtpräsidentin Petra Meinert (CDU) bereits ein Treffen der Mitstreiter für den Erhalt der Bahnverbindung und die Wiederinbetriebnahme der Darßbahn geplant. Am Mittwoch, 29. März, laden sie Interessierte um 19 Uhr in den Barther Rathaussaal ein. „Wir wollen über Aktionen gegen die vorgesehene Einstellung und das daraus resultierende Aus der Darßbahn nachdenken“, erklärte Kerth gestern. Bereits am Montagabend wolle er sich mit den Fraktionsvorsitzenden der Barther Stadtvertretung treffen, um darüber zu reden, wie die Boddenstadt verfahren wolle.

„Ich glaube, dass wir gute Karten haben“, sagte der Bürgermeister. Und er glaube auch an die Darßbahn. „Wir brauchen nicht weniger, sondern mehr Bahn!“ Die Attraktivität der Region würde dadurch enorm gesteigert werden. Ansonsten wäre Stralsund, die Welterbestadt mit seinem Ozeaneum, von der Ostsee abgehängt, und umgekehrt. Die Darß-Bahn wäre eine Investition in den Tourismus.

Detlef Lübcke

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