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Ständchen für eine quirlige Lady

Barth Ständchen für eine quirlige Lady

Vinetastadt feiert unrunden Geburtstag / Staatssekretär verteilt Buttons für die Darßbahn

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Unterm Jackett: Bürgermeisterkette und Bahn-Buttons. Stefan Kerth (li.) mit der Bundestagsabgeordneten Sonja Steffen und Staatssekretär Patrick Dahlemann.

Quelle: Fotos: Susanne Retzlaff

Barth. Eine klare Zusage zum „Projekt Darßbahn“ war es nicht direkt, was der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern, Patrick Dahlemann , der Vinetastadt zum 762. Geburtstag mitbrachte, allerdings klingt „Nein“ auch anders. Auf dem Spielplan der Barther Boddenbühne stand am Sonnabend das unrunde Jubeljahr einer quirligen Lady.

OZ-Bild

Vinetastadt feiert unrunden Geburtstag / Staatssekretär verteilt Buttons für die Darßbahn

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„Stadtgeburtstag statt Neujahrsempfang“, erklärte Bürgermeister Stefan Kerth die manchen noch immer verwundernde Einladung zum krummen Jubiläum und warf – Vineta, Reformation, Spalding, Werftgeschichte, Wiedervereinigung – einige Blicke in die Geschichte, um den Bogen in Barths Zukunft zu schlagen. Die liege vor allem im Tourismus, wobei er Gäste nicht nur für den Kurzbesuch, sondern für einen längeren Aufenthalt gewinnen will. Tourismus aber gehe nicht ohne Bahn, so Kerth. Es gehe dabei nicht um Liebhaberei sondern um Mobilität. „Ich habe große Hoffnung, auch wenn der Minister noch keine Zusage gegeben hat.“

Glückwünsche und Komplimente

Dahlemann überbrachte der alten Dame im Theater nicht nur Glückwünsche und Komplimente für Bier, Hafen, Altstadt und die freundlichen Leute. Barth habe die Nachwendezeit gut gemeistert, sei wieder eine echte Perle Vorpommerns geworden, sondern nährte auch Kerths Hoffnung. Für die kleine, quirlige Vinetastadt gelte es, voran zu kommen, Chancen zu nutzen mit Gewerbegebiet, Hafen und Tourismus. Er sei angetreten, Vorpommerns Kleinstädte weiter zu stärken, lobte der Staatssekretär diejenigen, die für die Darßbahn kämpfen. „Ich würde mich freuen, wenn es uns allen gelingt, die Strecke zu erhalten und bis auf den Darß zu verlängern“, präsentierte auch er seinen Bahn-Button. Eines der drei bis vier Großprojekte für Vorpommern, die der Ministerpräsident angekündigt habe, könne die Darßbahn sein. „Aber die Akteure im ganzen Landkreis müssen sich dafür lautstark einsetzen. Dafür brauche ich auch die Unterstützung der Touristiker.“ Und das schließe Rügen ein, verriet Dahlemann der OZ.

Auch Kolberg hat bald Geburtstag

Die Laune der Barther Gäste aus Politik, Verwaltung, Vereinen und dem ganz normalen Leben war weiter gestiegen. Auf Fahrradwege freuen sich die Geburtstagsgäste aus der Partnerstadt Kolobrzeg (Kolberg) in Polen, eine weitere Perle an der See. Kardina Wozniak , Frau des stellvertretenden Bürgermeisters Jacek Wozniak, hofft, bald auf dem Drahtesel in die Zwillingsstadt fahren zu können. „In wenigen Wochen feiern wir ebenfalls unseren 762. Jubiläum“, bat sie Barths Bürgermeister zum Bier und bekam einen Korb – voller Delikatessen.

Nach der schon traditionellen Schülerehrung gab es eine Überraschung. Mario Galepp ist Vorsitzender des Heimatvereins, Wächter im Fangelturm, Schlüssel zum Dammtor, 2.

stellvertretender Stadtpräsident, Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaftsförderung, Tourismus und Kultur und nicht zuletzt mitverantwortlich dafür, dass das Barther Kinderfest zum „Immateriellen Kulturerbe“ werden konnte. Nun ist er auch noch ausgezeichnet worden. Keiner der Eingeweihten hatte ihm vor der Veranstaltung etwas von der öffentlichen Ehrung verraten.

Viel Lob zwischen Ehrungen und Schnittchen

Unterdessen hat Inge Flechsig bereits das Büffett inspiziert und sich durch Lachs-, Käse- und Bratenschnittchen gearbeitet. Später will sie auch das Wild kosten, lacht die frühere Stadtvertreterin und inzwischen berufene Bürgerin. „Eine sehr gelungene Veranstaltung, die Ehrung der Schüler war sehr schön und ich hoffe, dass Dahlemanns Worte in die Tat umgesetzt werden. Ich will weniger Autos auf den Straßen und später auch mit dem Rollator noch an den Strand“, schmunzelt die 72-Jährige.

Philipp Wisotzki brachte am Piano der gefeierten Jubilarin manch’ gefühlvolles Ständchen. Der Musiker wirkt seit 15 Jahren in Rostock, stammt aber aus Barth und hält sich im Augenblick an die frischen Melonenstückchen. „Hier ist viel passiert, gerade auch für Kirche, Musik und den Singkreis“, freut er sich über Fortschritte. Die sieht auch ein munteres Kränzchen in Kaffeenähe, am Lehrerinnentisch haben sich Birgit Kraushaar (Barth, Nobert-Schule), Birgit Roßmann (Martenshagen, dort auch Schulleiterin), Christa Krüge r (Zingst, Nobert-Schule), Karin Hensel (Neu- Bartherin aus Überzeugung) und Marianne Radke (langjährige Lehrerin in Barth) zusammen gefunden.

Susanne Retzlaff

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