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Verwaltungen kämpfen um den Generationen-Mix

Ribnitz-Damgarten Verwaltungen kämpfen um den Generationen-Mix

Personalbestand ist angesichts knapper Mittel am unteren Limit / Übernahmechancen für Auszubildende sind dennoch meist gut

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Rebekka Müller ist Auszubildende im Amt Recknitz-Trebeltal, im dritten Ausbildungsjahr.

Quelle: Peter Schlag

Ribnitz-Damgarten. Auch vor den Amtsstuben der Region macht der demografische Wandel nicht Halt. Dabei müssen sich auch die Verwaltungen dem Kampf um Fachkräfte und Auszubildende stellen. Der Personalbestand ist dabei offenbar an der Grenze zum Machbaren angekommen.

 

OZ-Bild

In den vergangenen Jahren konnten wir allen Azubis ein Übernahme- angebot machen.“Olaf Manzke, Kreisverwaltung

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Das ist beispielsweise in der Stadtverwaltung in Marlow so. „Wir sind auf einem Level angekommen, das nicht mehr unterschritten werden kann“, betont Bürgermeister Norbert Schöler. Die Marlower Kernverwaltung zählt derzeit 14,25 sogenannte Vollzeitäquivalente, plus acht Mitarbeiter im technischen Bereich, etwa beim Bauhof. Mittlerweile gibt es in einigen Bereichen Zusammenarbeit mit den Nachbarn, beispielsweise im Bereich Wohngeld mit dem Amt Recknitz-Trebeltal und im gewerblichen Bereich mit dem Amt Ribnitz-Damgarten.

Die Einführung der Doppik als Grundlage für den Stadthaushalt hat zeitweise zu einer Steigerung des Arbeitsaufwandes geführt, so Norbert Schöler. Die gesamte Übergangsphase sei mit zusätzlichem Aufwand verbunden gewesen.

Was die Ausbildung betrifft, verfolgt Marlow eine eigene Philosophie. „Wir haben zwar einen Ausbilder, sind als Verwaltung aber eher zu klein aufgestellt“, findet der Bürgermeister. Zu klein für eine vollumfängliche Ausbildung. Deshalb greift Marlow, wenn es um die Nachbesetzung von Stellen betrifft, dann eher auf Auszubildende vom Landkreis zurück.

Dort ist die Zahl der Azubis durchaus groß. „Zurzeit werden 25 Verwaltungsfachangestellte, eine Kauffrau für Büromanagement, zwei Kauffrauen für Bürokommunikation und ein Geomatiker ausgebildet. Drei Anwärter absolvieren den Studiengang Bachelor of Laws-öffentliche Verwaltung“, zählt Kreis-Sprecher Olaf Manzke auf. „Die Übernahme nach der Ausbildung beziehungsweise dem Studium erfolgt in Anlehnung an den Bedarf“, fügt er hinzu: „Dieser Bedarf wird jährlich geprüft und festgelegt. Es ist gegenwärtig ein Ausbildungskonzept in der Erarbeitung, um für die kommenden Jahre den Bedarf konkreter planen zu können. In den zurück liegenden Jahren bestand die Möglichkeit, allen Auszubildenden der Abschlussjahrgänge ein Übernahmeangebot anzubieten.“ Die Kreisverwaltung Vorpommern-Rügens hat derzeit 872 Beschäftigte.

Auch in Ribnitz-Damgarten sieht man sich beim Verhältnis Personal-Aufgaben am Limit. „Mit weniger Beschäftigten ist die Arbeit nicht zu bewältigen, wir bekommen ja auch Arbeit hinzu“, betont Bürgermeister Frank Ilchmann. Insgesamt hat die Verwaltung der Bernsteinstadt 140 Beschäftigte. Sollten Stellen frei werden, werde versucht, hierfür einen Azubi zu übernehmen. Deren gibt es derzeit drei. Zwei werden fertig, ein Auszubildender ist im ersten Lehrjahr, erläutert Ausbilder Björn Hoffmann.

Rebekka Müller ist Auszubildende im dritten Jahr in der Amtsverwaltung Recknitz-Trebeltal. Schon während der Schulzeit hat sie ein Praktikum im Amt gemacht. „Dabei habe ich gemerkt, dass es passt“, erzählt die Tribseeserin. Während der drei Jahre durchläuft sie alle Bereiche, vom Einwohnermeldeamt bis zur Steuerabteilung.

„Wir versuchen, in jedem Jahr auszubilden“, erläutert Verwaltungschefin Anke Haß. Zum neuen Ausbildungsjahr wird erneut ein Azubi eingestellt, fügt sie hinzu. Spezifisches Problem für das Amt Recknitz-Trebeltal, das 28 Mitarbeiter hat, ist der Fakt, dass es mit Bad Sülze und Tribsees zwei Verwaltungsstandorte gibt. Die Vertretung untereinander sei bei den beiden Standorten teils nicht einfach, erklärt Anke Haß.

Junges Jobcenter

873 Mitarbeiter hat die Kernverwaltung des Kreises Vorpommern-Rügen. Durchschnittsalter: 47,12 Jahre. Auch das Jobcenter gehört zum Landratsamt, dort sind 383 Mitarbeiter beschäftigt. Hier liegt der Altersschnitt bei 44,52 Jahren.

140 Beschäftigte zählt die Stadtverwaltung von Ribnitz-Damgarten insgesamt. Das Durchschnittsalter liegt bei 46,87 Jahren. In der Stadt Marlow gibt es aktuell inklusive des technischen Personals 23 Mitarbeiter. Durchschnittsalter: 47,7 Jahre. Im Amt Recknitz-Trebeltal werden zurzeit 28 Mitarbeiter beschäftigt. Hier liegt das Durchschnittsalter bei 49 Jahren.

Peter Schlag

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