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Viele Bauprojekte für die nächsten Jahre

Viele Bauprojekte für die nächsten Jahre

In Marlow wird am Sonntag der Bürgermeister gewählt / Die OZ hat mit Amtsinhaber Norbert Schöler (CDU) über Bilanz und Pläne gesprochen

Marlow. Am Sonntag findet in Marlow die Bürgermeisterwahl statt. Einziger Kandidat ist Amtsinhaber Norbert Schöler (CDU). Wir haben mit dem 56-Jährigen gesprochen.

Unter welche Überschrift setzt man als einziger Kandidat seinen Wahlkampf?

Norbert Schöler: Bewährtes fortsetzen, offen für Neues sein.

Sie sind seit 2008 Bürgermeister. Wie fällt die Bilanz aus?

Schöler: Wir haben vieles geschafft. Ein großes Projekt ist mit der Schulerweiterung gerade im Bau. Dass es so gut lief, liegt auch an der sehr guten Zusammenarbeit mit der Stadtvertretung.

Ich habe sie jetzt in drei Legislaturperioden erlebt und war ja zuvor selbst Stadtvertreter. Die Zusammensetzung ist sehr produktiv. Das hat die Stadt vorangebracht.

Welche Schwerpunkte gab es in der jüngsten Vergangenheit?

Schöler: Ein großes Thema war der Bereich Erziehung und Bildung. Sanierungsarbeiten erfolgten in der Kita in Gresenhorst, die Kita in Bartelshagen I konnte erweitert werden. Hinzu kommt das Thema Schule. Da eine Entscheidung zu finden, war nicht einfach. Wir haben uns dafür Zeit gelassen. Jetzt wird der Grundschulstandort Marlow erweitert, die Eröffnung erfolgt zum Schuljahr 2017/18.

Investiert wurde und wird auch in andere Bauprojekte.

Schöler: Stimmt, aufwändig war zum Beispiel die Sanierung der Stützwandmauer in Marlow. Demnächst starten die Bauarbeiten für die kommunale Straße in Alt Guthendorf.

Mehrfach war die Ausstattung der Feuerwehr Thema. Wie ist da der aktuelle Stand?

Schöler: Im September bekommen wir ein mittleres Löschfahrzeug, das am Standort Gresenhorst stationiert sein wird. Außerdem stellen wir den Antrag auf Förderung eines Tanklöschfahrzeuges für Marlow. Besonders freut mich übrigens, dass uns die Gründung der Jugendfeuerwehr gelang, in der 20 Mädchen und Jungen mitarbeiten.

Bei 26 Ortsteilen wäre ohne ehrenamtliches Engagement doch manche Aktivität oder Veranstaltung gar nicht möglich?

Schöler: Wir haben in den Ortsteilen unserer Stadt dankenswerterweise zahlreiche Vereine am Start. Glücklicherweise ist uns eine Unterstützung der Vereinsarbeit möglich.

Apropos Geld. Wo steht Marlow finanziell?

Schöler: Die ersten Jahresabschlüsse nach der Umstellung auf das System der Doppik zeigen, dass wir so schlecht nicht dastehen. Wir konnten die Eigenkapitalquote von 38,72 auf 40,19

Prozent steigern, das heißt, wir sind weniger auf Kredite angewiesen. Dagegen ist der Aufwand für Personal von 18,72 Prozent im Jahr 2013 auf 16,73 Prozent gesenkt worden. Eine vergleichbare Stadt wie Allenstedt in Hessen hat zum Beispiel eine Quote von 27,7 Prozent. Die insgesamt positive Finanzentwicklung ist auch wichtig, um bei Projekten die kommunalen Eigenanteile nachweisen zu können

Welche Projekte wären das zum Beispiel?

Schöler: Die Erweiterung des Schulstandortes in Marlow ist ja schon angesprochen worden. Das kostet rund drei Millionen Euro, von denen wir etwa eine Million Euro selbst übernehmen, plus die Förderung durch die Landesregierung. Woran wir außerdem arbeiten, ist beispielsweise die Schaffung einer Alternative für das Bücherdorf in Gresenhorst.

Wie könnte diese aussehen?

Schöler: Wir würden gerne ein neues Dorfbegegnungszentrum bauen, an der Stelle des Jugendklubs. Auch in Gresenhorst haben wir ja ein reges Vereinsleben. Das Projekt Dorfbegegnungszentrum wäre eines, das über das Leader-Programm gefördert werden könnte.

Welche Pläne gibt es noch für die Zukunft?

Schöler: Wir wollen den Sportplatz in Marlow erneuern und optimieren, auch für den Schulsport. Der Breitbandausbau, der für schnelles Internet sorgen soll, ist ein weiterer Schwerpunkt. Wir werden auch weiter an der Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik arbeiten. Einiges ist ja schon erfolgt, die Zähler zeigen eine Einsparung. Uns ist es auch wichtig, durch günstige Rahmenbedingungen private Investitionen zu ermöglichen. Schön wäre es, wenn eine Einrichtung für altersgerechtes Wohnen in Marlow entstehen würde.

Was wünschen Sie sich, abgesehen von der Wiederwahl, für den 4. September?

Schöler: Zusammen mit der Landtagswahl ist es ja eine verbundene Wahl. Ich hoffe auf eine hohe Wahlbeteiligung. Für den Landtag wünsche ich mir einen Erfolg für die demokratischen Parteien.

Und dass die gute Regierungsarbeit in MV fortgesetzt werden kann.

Interview von Peter Schlag

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