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Weiteres Teil der einstigen Radarstation stürzt von Steilufer

Ahrenshoop Weiteres Teil der einstigen Radarstation stürzt von Steilufer

Land sieht sieht zwischen Ahrenshoop und Wustrow keinen Handlungsbedarf

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Ein Abspannelement der einstigen Radarstation (rechts im Bild) ist jüngst zwischen Wustrow und Ahrenshoop an das Ufer gestürzt.

Quelle: Foto: Timo Richter

Ahrenshoop. Die Steilküste zwischen Wustrow und Ahrenshoop kommt nicht zur Ruhe. Die Sturmflut vom Januar hat an dem Steilufer genagt. Erst jüngst ist ein Abspannelement der einstigen Radarstation auf dem Hochufer abgestürzt. Ein weiteres Element thront direkt an der Kliffkante.

Prominentes Mitglied

282 Mitglieder zählt die Initiative Hohes Ufer Ahrenshoop derzeit. Prominentestes Mitglied ist Noch-Bundespräsident Joachim Gauck. Auch Vertreterinnen der Politik wie SPD-Bundestagsmitglied Sonja Steffen oder die SPD-Landtagsabgeordnete Susann Wippermann.

282 Mitglieder hat inzwischen die Initiative Hohes Ufer Ahrenshoop, die sich dem Schutz der Steilküste verschrieben hat. War erst der über Spenden finanzierte Bau von Buhnen in dem Bereich geplant, hat ein Ingenieurbüro inzwischen Wellenbrecher ins Spiel gebracht, die laut Initiativen-Chef Jörn Reiche deutlich mehr Wirkung entfalten können (die OZ berichtete). Auf Rügen sollen solche Bauwerke in der Ostsee vor Sassnitz errichtet werden, um dortige Bebauung zu schützen.

Das Land sieht zwischen Wustrow und Ahrenshoop derzeit keinen Handlungsbedarf, weil durch weitere Abbrüche keine Bebauung gefährdet werde, hatte Umweltminister Till Backhaus (SPD) in der Vergangenheit verlauten lassen. Weil aber bei Einheimischen die Furcht vor weiterem Landverlust wächst, wurde die Initiative gegründet. Ehrgeiziges Ziel ist es, den Küstenschutz privat zu finanzieren, um fortschreitende Abbrüche des Steilufers möglichst zu verhindern.

Während der Sitzung der Gemeindevertreter des Künstlerortes am Donnerstagabend lobte der Ahrenshooper Bürgermeister Hans Götze (Einzelbewerber) ausdrücklich das Engagement der Initiative. Götze arbeitet als Mitglied im Vorstand mit. Er sieht die Initiative auf einem guten Weg.

Einstimmig haben die Gemeindevertreter an dem Abend beschlossen, für einen Teil des Ahrenshooper Ortsteils Althagen eine sogenannte Denkmalbereichssatzung zu erarbeiten. Hintergrund: Dort sind bereits einige Gebäude in die Denkmalliste des Landkreises Vorpommern-Rügen aufgenommen worden, beispielsweise das Käthe-Miethe-Haus. Anlass, einen Denkmalbereich auszuweisen, sind die benachbarten „Franzosenhäuser“. Über das Ansinnen war in der Vergangenheit bereits mit der Fachbehörde gesprochen worden, es fehlte aber noch ein ausdrückliches Bekenntnis der Gemeindevertretung für das Vorhaben.

In dem Bereich ist zudem das Gebäude zu finden, in dem Dorfschulmeister Johann Cyrus einst während der Wintermonate Seeleute ausbildete.

Einstimmig votierten die Mitglieder des Gremiums, sich an der Normenkontrollklage gegen die Ausweisung eines Vorranggebietes Windenergie 15 Kilometer vor dem Darß zu beteiligen. „Die Region tritt geschlossen auf“, sagte der Bürgermeister. „Da wird uns etwas vor die Nase gesetzt, das wir nicht haben wollen.“ Denn: Das im Landesraumentwicklungsprogramm ausgewiesene Vorranggebiet reiche fast bis an die vielbefahrene Kadet-Rinne und sei von Ahrenshoop aus gut zu sehen. Mit dem Bau des Windparks Baltic I sei im Planfeststellungsverfahren ermittelt worden, dass mehr als die jetzt vorhandenen Windräder dort nicht errichtet werden könnten, betonte der Bürgermeister. Alle amtsangehörigen Kommunen beteiligen sich an der von Zingst initiierten Klage gegen das Vorranggebiet.

Timo Richter

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