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Zahl der Wahllokale schrumpft

Ribnitz-Damgarten Zahl der Wahllokale schrumpft

Weniger Wähler und Helfer: Gemeinden auf dem Land müssen Konsequenzen ziehen

Ribnitz-Damgarten. Wollen wir es bei drei Wahllokalen belassen? Oder soll es nur noch eines geben? Diese Frage haben die Gemeindevertreter von Lindholz jetzt diskutiert.

 

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Wir haben auf ein Wahl- lokal reduziert, weisen ver- stärkt auf die Möglichkeit der Briefwahl hin.“André Bonitz, Eixen

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Bei der Landtagswahl Anfang September haben wir in Bad Sülze nur noch ein Wahllokal.“Doris Schmutzer, Bad Sülze

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Wir haben auf ein Wahl- lokal reduziert, weisen ver- stärkt auf die Möglichkeit der Briefwahl hin.“André Bonitz, Eixen

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Wahlbeteiligung

Bei der Kommunalwahl Ende Mai 2014 lag die Wahlbeteiligung in Lindholz bei 50,42 Prozent. Die Nachbargemeinden verbuchten eine geringere Beteiligung: In Bad Sülze lag sie bei 41,72

Prozent, in Dettmannsdorf beteiligten sich 48,57 Prozent aller Wahlberechtigten. In der Gemeinde Eixen lag die Wahlbeteiligung vor zwei Jahren bei 45,58 Prozent.

Kurzzeitig. Denn die Gemeindevertreter teilten letztlich die Meinung von Bürgermeister Hartmut Kolschewski: Wenn Bürger zur Wahl gehen wollen, sollte man ihnen nicht unnötig längere Wege zumuten.

Lindholz ist aber kein Einzelfall. Auch in anderen Kommunen auf dem Land ist die Zahl der Wahllokale gegenwärtig ein Thema. Anfang September wird ein neuer Landtag für Mecklenburg-Vorpommern gewählt.

Am 4. September werden deshalb wieder viele Wahlhelfer gebraucht – andererseits ist die Wahlbeteiligung in einigen Orten eher überschaubar. Grund, sich Gedanken zu machen, wie viele Wahllokale geöffnet haben sollten.

Die Bad Sülzer Stadtvertretung hat gerade entschieden, die Zahl zu reduzieren: Aus zwei mach eines. Bislang konnten die Dahlienstädter in der Feuerwehr und im Amtsgebäude wählen gehen. Bei der Kommunalwahl 2014 nutzten das 369 und 263 Wähler, weniger als bei der Bundestagswahl im Jahr zuvor, da waren es 402 und 326. Insgesamt lag die Beteiligung bei den vergangenen Wahlen zwischen 30 und 50 Prozent. Weiteres Problem: Immer schwieriger wird es, Wahlhelfer zu finden, erläutert Bürgermeisterin Dr. Doris Schmutzer. Das funktioniert nur, weil Wahlvorstände mit Mitarbeitern des Amtes Recknitz-Trebeltal verstärkt werden. Die Stadtvertretung hat nun beschlossen, auf das Wahllokal in der Feuerwehr zu verzichten. Einziges Wahllokal ist nun das Amtsgebäude, so die Bürgermeisterin. Sie ergänzt, dass sich bei den vergangenen Wahlen die Zahl der Briefwähler immer mehr erhöht hat.

Diese Erfahrung hat man auch im benachbarten Eixen gemacht. Früher gab es dort drei Wahllokale – geschuldet der Tatsache, dass die Gemeinde Eixen aus drei Gemeinden (Eixen, Kavelsdorf und Ravenhorst) gebildet wurde. Für jedes Wahllokal bräuchte man für den Zwei-Schicht-Betrieb zwei Besetzungen, erläutert Bürgermeister André Bonitz. „Wir hatten massive Probleme, für alle drei Wahllokale Leute finden.“ Auch in Eixen funktioniert Komplettieren der Wahlvorstände nur dank der Unterstützung aus dem Amt. Hinzu kam, dass die Wahlbeteiligung in den kleinen Dörfern teils in keinem Verhältnis mehr zum Aufwand stand. Beispiel Spiekersdorf: Acht Wahlhelfer, 30 Wähler. Letztlich habe man sich entschieden, auf ein Wahllokal zu reduzieren, das in Eixen, so der Bürgermeister. „Wir haben einen größeren Anteil an Briefwählern und haben uns im Vorfeld auch bemüht, diese Möglichkeit den Leuten näher zu bringen“, erläutert André Bonitz. In anderen Kommunen gibt es das schon seit längerem, zum Beispiel in der Gemeinde Dettmannsdorf. Dort befindet sich das Wahllokal in der Schule. „Das funktioniert“, fasst Bürgermeister Stefan Schmidt zusammen.

Die Marlower praktizieren Effektivität aus einem anderen Grund. In der Grünen Stadt steht 2016 die Bürgermeister-Wahl an. Diese Wahl haben die Marlower ganz bewusst ebenfalls auf den 4. September gelegt, um beide Wahlen vom Aufwand her zu vereinen. Eigentlich hätte man von den Fristen her für die Bürgermeisterwahl einen anderen Termin nehmen müssen – in Absprache mit dem Landratsamt klappt es aber nun, beide Wahlen am 4. September zu koppeln.

Peter Schlag

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