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Ribnitz-Damgarten Projekte, Experimente und Kunstauktion

Schüler und Lehrer des Wossidlo-Gymnasiums konnten am Tag der offenen Tür viele Gäste begrüßen

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Die Achtklässler Hannes Wetterney, Karl Grunert und Roman Ewert testen ein Sprachspiel mit Russisch-Vokabelkarten. FOTOS: VOLKER STEPHAN

Ribnitz-Damgarten. . Bereits im Eingangsbereich des Atriums im Richard-Wossidlo-Gymnasium in Damgarten informierte eine große Tafel über die vielen Angebote, Vorführungen und Präsentationen am diesjährigen Tag der offenen Tür, der unter dem weitgespannten Motto „Die 60-er Jahre“ stand.

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Schüler und Lehrer des Wossidlo-Gymnasiums konnten am Tag der offenen Tür viele Gäste begrüßen

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Bei der Vorbereitung und Durchführung der sehr gut besuchten Veranstaltung am Sonnabend hatte der Schulverein den Hut auf. Die Besucher wurden an allen Stationen von Schülern begrüßt und betreut, egal, ob es sich um unterrichtsbezogene Experimente, die Vorstellung von Projekten oder den Verkauf von kunsthandwerklichen Erzeugnissen und kulinarischen Angeboten handelte. Natürlich standen den interessierten Eltern, darunter viele von zukünftigen Siebtklässlern, gern auch die zuständigen Fachlehrer mit Informationen zur Verfügung.

Die Palette reichte von „Musik, Mode, Tanz – das Lebensgefühl der 60-er Jahre“ und „Turnen in den 60-er Jahren“ über Hippiemode, Schaudebatten, Schulführungen, Origami, Keramik, Kosmetik und die Vorstellung der Schülerfirma bis hin zu Linedance, „Filmen aus dem Giftschrank“, „Essen in den 60-er Jahren“ und vielem mehr. So saßen beispielsweise rund um einen Tisch, in dessen Mitte ein Samowar dampfte, die Achtklässler Hannes Wetterney, Karl Grunert und Roman Ewert, um ein Sprachspiel mit Russisch-Vokabelkarten zu testen. Allerdings nimmt nur Roman am Russischunterricht teil, seine Mitschüler hatten sich für Französisch entschieden. Auch heute noch sei Russisch für zahlreiche Gymnasiasten eine Option, gegenwärtig würden etwa 50 bis 60 von ihnen diese Fremdsprache erlernen, war von Lehrerin Evelyn Kleinfeldt zu erfahren. Leider würden sich immer wieder bisherige Russischschüler nach der 10. Klasse auf andere Wahlfächer umorientieren. „In unserem Bundesland ist eine zweite Fremdsprache nach der zehnten Klasse nicht Pflicht. Wer später in einer naturwissenschaftlichen Richtung studieren möchte, konzentriert sich deshalb in der 11./12. Klasse lieber auf Chemie, Physik oder Mathematik als Wahlpflichtfach“, erklärte sie.

Im Fachraum Biologie konnten 3D-Modelle menschlicher Organe erkundet sowie durch eine Reihe von Mikroskopen unterschiedliche Präparate beobachtet werden. Valentin Berkholz (11) aus Brunstorf zerlegte gerade ein Modell des menschlichen Auges, um es anschließend wieder zusammenzusetzen. Ab dem nächsten Schuljahr werde er nach seinen beiden älteren Schwestern als drittes Kind der Familie das Damgartener Gymnasium besuchen, so seine Mutter Anke Berkholz. „Er ist ein guter Schüler, ich bin zufrieden“, versicherte sie. Mara Herzog (15) aus der Neunten nimmt am Wahlpflichtkurs Bio/Chemie teil, der hier komplett zur Betreuung der Besucher eingesetzt war. „Das Interesse an unseren Exponaten ist am heutigen Tag erfreulich groß“, berichtete sie.

Tim Ehling aus der 9/1 und Leo Meyerhoff aus der 10/1 versuchten, die Restbestände ihrer typischen Sechziger-Jahre-Partysnacks unter die Leute zu bringen. Ein klein wenig war ihnen die Enttäuschung, dass kurz vor Veranstaltungsende noch relativ viel übrig war, anzumerken: „Wir hatten uns dieses Thema ausgesucht und auch bei der Zubereitung mitgemacht.“

Im Atrium lief mittlerweile eine Kunstauktion, deren Erlös dem Schulverein zugute kommen soll. Dem Auktionator Jakob Müller (17) und seiner Helferin Luisa Radermacher (18), die dem Publikum die Bilder präsentierte, bereitete ihre Tätigkeit sichtlich Spaß. Beim letzten Angebot, der Kopie eines Bildes von Monet, trieben sie den Preis bis auf 37 Euro hoch. Den Zuschlag erhielt Lehrer Tino Leipold, der auch noch weiter mitgegangen wäre. „Es hat aber niemand mehr mitgeboten. Mit dem Bild werde ich ein Ferienzimmer unseres Reiterhofes in Hirschburg verschönern.“ Zum Ende der Veranstaltung prämierten die Jurymitglieder Lennart Derno und Lea-Michelle Straczewsky (beide 14) die sechs besten 60-er-Jahre-Outfits des Tages. „Es hatten 16 Kandidaten zur Auswahl gestanden, darunter mehr Mädchen als Jungen“, informierte Lea-Michelle. Eigentlich hätte Lennart als stilvollem Hippie ebenfalls eine Urkunde zugestanden, aber: „Als Jurymitglied bin ich außen vor“.

Schulleiterin Sigrid Schermuk zeigte sich beeindruckt von der Selbstständigkeit, Kreativität und Zuverlässigkeit ihrer Schüler sowie von der dargebotenen Vielfalt. Und sie freute sich darüber, dass so viele zukünftige Siebtklässler mit ihren Eltern der Einladung zur Informationsveranstaltung gefolgt waren.

464 Schüler

Das Schulgebäude besteht aus dem in Sichtbetonbauweise errichteten neuen Fachraum- und Klassenraumtrakt mit einem großzügig gestalteten Atrium und der umfassend sanierten Plattenbau-Schule aus den 1970er Jahren.

Im Gymnasium Ribnitz-Damgarten werden 464 Schüler der Klassenstufen 7 bis 12 unterrichtet. 40 Lehrer und Schulsozialarbeiter sind für die Gestaltung des Schulalltags verantwortlich. Drei Referendare arbeiten sich zurzeit in ihren Beruf ein.

Volker Stephan

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