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Punkten mit Projekten und Praktika

Ribnitz-Damgarten Punkten mit Projekten und Praktika

Die Regionale Schule Zingst konzentriert sich auf die berufliche Orientierung und bietet viele Aktivitäten nach Unterrichtsschluss an.

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„Es ist schön, die Entwicklung der Schüler zu beobachten – von der Begeis- terung bei der Einschulung bis zum Abschluss.Jürgen Schneider Schulleiter Regionale Schule Zingst

Ribnitz-Damgarten. An der Regionalen Schule Zingst steht eines besonders im Vordergrund: Die Vorbereitung auf das Berufsleben. Fest im Unterrichtsplan integriert sind daher gleich mehrere Praktika, die jeder Schüler ab der 7. Klasse machen soll. Etwa 40 Kooperationspartner der Region stehen dafür zur Verfügung – unter anderem Tischlereien, Gärtnereien, Kindergärten und vor allem Restaurants und Hotels. Überhaupt bietet die Schule in Zingst viel außerschulisches Programm wie das Zirkus-Projekt, den Nationalparktag, Ferienspiele oder Ernährungsprojekte an. Auch das Bewusstsein für die Umwelt soll mit Aktionen am Strand und in der Umgebung geweckt werden.

Berufliche Ausrichtung

Die Regionale Schule hat ihr Profil vor allem auf die berufliche Orientierung der Schüler ausgerichtet. Sie müssen mehr als die vorgeschriebenen Pflichtpraktika in Betrieben machen. Schon in der 7.

Klasse sollen die Schüler in die Arbeitswelt regionaler Unternehmen auf der und rund um die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst hineinschnuppern.

Schulen der Region

Die OZ präsentiert alle weiterführenden Schulen der Region. Mit dabei sind das Gymnasium „Richard Wossidlo“, die Regionale Schule „Rudolf Harbig“, die Bernsteinschule, die Freie Schule Prerow, das Gymnasiale Schulzentrum Barth und die Evangelische Schule Dettmannsdorf.

Mittag wird frisch gekocht

Die Mittagsverpflegung für die Schüler wird in der Kantine vor Ort und jeden Tag frisch gekocht. Die Zingster Schule bekennt sich zudem zur „Gesunden Schule“. Die Schüler können auch an Ernährungsprojekten teilnehmen. Unter dem Motto „Schüler kochen für Schüler“ lernen sie die Zubereitung von Gerichten in der eigenen Schulküche.

Angebote nach Schulschluss

Auch außerhalb des regulären Unterrichts werden die Schüler in Zingst zu Projekten und Freizeiten motiviert. Die Ganztagsschule bietet nach Schulschluss zum Beispiel Sport wie Volleyball, Musik- oder Zirkusprojekte sowie Aktivitäten zur Umweltbildung an. Unter anderem sorgen die Schüler dabei auch für einen sauberen Ostseestrand.

Ausstattung: Guter Standard

Die Schule ist mit mehreren Fachräumen ausgestattet – unter anderem mit Computer-, Kunst- und Musikraum. Zudem gibt es auf dem Schulhof Grünanlagen, auf denen sich die Schüler in den Pausen aufhalten können. Auch ein eigener Sportplatz ist vorhanden sowie Stellplätze für Fahrräder und Schließfächer im Schulgebäude.

Lehrer bilden sich fort

20 Lehrer, zwei Referendare und ein Sonderpädagoge sind an der Regionalen Schule in Zingst beschäftigt und unterrichten aktuell 222 Schüler in elf Klassen. Die Klassengröße variiert zwischen 15 und 27 Schülern. Die Lehrkräfte nehmen regelmäßig an Weiterbildungen teil. Die Schüler kommen überwiegend aus Zingst, Born, Wieck und Prerow.

Praktikum ab Klasse 7

Zusätzlich zu den drei Pflichtpraktika sind die Zingster angehalten, sich weitere Unternehmen zu finden, bei denen sie einmal hineinschnuppern können. Wichtig dabei: Die Schüler – aktuell sind es 222 an der Schule – sollen sich ihren Praktikumsbetrieb selbst suchen. Das gehört dazu. Schüler Fabian Lingnau hat damit bereits Erfahrung und in mehrere Ausbildungsbetrieben der Region hineingeschnuppert. In der 7. Klasse hat er es zunächst in einem Hotel probiert. „Dort habe ich in allen Bereichen einmal mitgearbeitet, am Ende aber festgestellt, dass es eher nichts für mich ist“, sagt der 16-Jährige. Dennoch ist er froh um die Erkenntnis: „So weiß ich wenigstens, was ich nicht will. Das ist auch wichtig.“ Letztendlich hat er seinen Traumberuf – Tischler – aber gefunden.

Ähnlich ist es auch seiner Mitschülerin Viola Riechel aus Born gegangen. Sie hat unter anderem Praktika in der Kindertagsstätte Born und in einem Pflegeheim gemacht. „Dort bin ich mit den Bewohnern viel spazieren gegangen und man hat mir gezeigt, wie es ist, in einem Heim zu leben“, berichtet die 16-Jährige. Letztendlich hätten ihr diese Praktika geholfen, die richtige Ausbildung für sich zu finden: „Ich möchte Gesundheits- und Krankenpflegerin lernen“, sagt die Bornerin.

Gemeinsame Freizeit

Schulleiter Jürgen Schneider ist stolz darauf, dass seine Schüler erfolgreich bei der Berufswahl sind. „Es ist wichtig, dass sich die Schüler frühzeitig selbst um ihre Ausbildung kümmern und in den Praktika ins Berufsleben hineinschnuppern können“, sagt er.

Jeder Tag ist spannend

Schneider selbst unterrichtet Biologie und Chemie und ist seit 2014 Schulleiter, zuvor war er Stellvertreter. Auch an den Freizeitaktivitäten nach Schulschluss ist er beteiligt. So spielt er jeden Freitag mit den Schülern Volleyball. Wem Sport nicht so liegt, für denjenigen bietet die Zingster Schule andere Beschäftigungsmöglichkeiten. Unter anderem besteht eine Kooperation mit dem Max-Hünten-Haus. Schüler können dort an Workshops für Fotografie teilnehmen.

Schneider betont vor allem auch das „konstante Kollegium“. Für ihn ist wichtig: „Die Mischung aus jüngeren und älteren Lehrern muss stimmen. Die Pädagogen arbeiten gern bei uns.“ Auch die Zusammenarbeitet mit der Gemeinde funktioniere gut, ebenso wie mit den Eltern. „Das Spannende ist, dass jeder Tag etwas Neues bringt. Unsere Schule lebt“, sagt Schneider. An seinem Beruf freue ihn auch die Begeisterung der Schüler, wenn sie eingeschult werden. „Es ist toll, zu sehen, wie sich die Schüler über zehn Jahre hinweg entwickeln und zu welchen Menschen sie werden.“

Die OZ stellt weiterführende Schulen vor

Das zweite Schulhalbjahr nimmt nach den Winterferien Fahrt auf und nun legt auch die OZ beim Thema Bildung richtig los. Heute startet der OZ-Schulnavigator – für diese neue Serie besuchen unsere Reporter alle weiterführenden Schulen in der Region. „Wir werden die Bildungseinrichtungen genau unter die Lupe nehmen, sagen, was gut läuft und wo wir Verbesserungsbedarf sehen“, kündigt OZ-Chefredakteur Andreas Ebel an: „Wir wollen auch Ratgeber sein für Eltern, die noch nicht wissen, an welche Schule sie ihr Kind schicken.“

OZ-Reporter stellen dafür alle Gymnasien, Regional- und Förderschulen im Verbreitungsgebiet vor - staatliche und private Bildungsstätten. Neben einem Bericht zu den Charakteristika der Einrichtungen gibt es knackige Einschätzungen zu fünf wichtigen Kategorien: Wie ist die Schule aufgestellt bei Ausstattung, Lehrern, Verpflegung, Förder- und Freizeitangeboten?

„Bildung wird immer wichtiger für unsere Gesellschaft. Deshalb wollen wir den Fokus verstärkt auf unsere Schulen legen“, sagt Ebel. Neben wichtigen Ratgeber-Infos für Eltern und Schüler könnten die Schulen die Öffentlichkeit nutzen, um sich darzustellen und zum Beispiel Projekte voranzutreiben, so der OZ-Chefredakteur.

MV-Bildungsministerin Birgit Hesse (SPD) ist gespannt auf die neue OZ-Serie: „Ich freue mich darüber, dass sich die OZ so ausführlich mit Bildungsthemen beschäftigt und unsere Schulen eine Möglichkeit erhalten, sich und ihre Arbeit zu präsentieren.“ Parallel zur Zeitungsserie arbeitet die OZ bereits an einem Online-Portal, auf dem künftig regelmäßig über die Schulen im Land berichtet werden soll.

Michaela Krohn

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