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Radweg bleibt ein Ärgernis

Klockenhagen/Ribnitz-Damgarten Radweg bleibt ein Ärgernis

Klockenhagen: Fertigstellung erst im November. Streit um Pflege des Weges.

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Zwischen Klockenhagen und Hirschburg wird ein neuer Rag-Geh-Weg gebaut.

Quelle: Robert Niemeyer

Klockenhagen/Ribnitz-Damgarten. Zwischen Frust und Ernüchterung: Der Bau des neuen Radwegs zwischen Hirschburg und Klockenhagen, Ortsteil von Ribnitz-Damgarten (Vorpommern-Rügen), erhitzt nach wie vor die Gemüter. Sollten die Arbeiten eigentlich bereits am 30. Juni dieses Jahres abgeschlossen sein, wird nun der 14. November als Fertigstellungstermin angepeilt, wie Jan Moldenhauer vom Bauamt der Stadtverwaltung Ribnitz-Damgarten in der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates Klockenhagen berichtete. Nachdem letzte Arbeiten an den zu verlegenden Trinkwasserleitungen und den Stromleitungen erledigt sind, soll demnächst Baufreiheit für die Asphaltierung eines Teils des Radweges herrschen, so Moldenhauer.

 

„Es ist ein Schaden entstanden“

„Wir wurden an der Nase herumgeführt“, ärgerte sich Beiratsmitglied Eckart Kreitlow. „Ich glaube nicht daran, dass die Baufreiheit rechtzeitig gegeben ist“, sagte der Klockenhäger Ulrich Borchert. Lange Wartezeiten für Autos an Baustellenampeln, dazu das unschöne Ortsbild und eine Baupause vom 30. Juni bis 30. August hatten für Verärgerung gesorgt, unter anderem auch bei Fried Krüger, Geschäftsführer des Freilichtmuseums in Klockenhagen. „Wir haben dadurch in diesem Jahr Verluste gehabt“, sagt Krüger. Wirklich nachweisen könne man das zwar nicht, aber er geht davon aus, dass aufgrund der Behinderungen durch die Baustelle etwa 1000 Gäste weniger das Museum besucht hätten, als möglich gewesen wären. „Es ist ein Schaden entstanden“, so Krüger.

Laut Straßenbauamt habe es Verzögerungen bei der Verlegung der neuen Trinkwasserleitung gegeben. Deshalb, und aufgrund der sogenannten Ferienreiseverordnung Mecklenburg-Vorpommerns, wurde der Radweg nicht rechtzeitig fertig. Diese Verordnung besagt, dass während der Monate Juli und August bestimmte Straßen in Urlaubsgebieten zweistreifig befahrbar sein müssen. Die Landesstraße 22 in Klockenhagen gehört zu diesen Straßen. Für den Bau des Radweges muss die L22 aber halbseitig gesperrt werden. Deshalb konnte in den beiden Sommermonaten nicht weitergebaut werden.

Wer pflegt den Weg?

Doch die Verzögerungen sind nicht das einzige Ärgernis. Zwischen Hirschburg und Klockenhagen wird der Radweg gepflastert. Das führe bei mangelnder Pflege dazu, dass Unkraut zwischen den Steinen hervorsprießt, so die Meinung der Klockenhäger. Laut entsprechender Satzung der Stadt seien für die Pflege des Weges die Anlieger zuständig. Das Straßenbauamt, Träger der Maßnahme, habe aber in Vorgesprächen zugesichert, diese Pflegemaßnahmen zu übernehmen – kostenlos. Nun heißt es offenbar, dass das Straßenbauamt das nur tun würde, wenn die Kommune – umgelegt auf die Anlieger – die Kosten dafür trage. „Es gibt noch keine endgültige Lösung“, sagte Jan Moldenhauer.

„Da gehen die Meinungen auseinander“, sagte Beiratsmitglied Tino Leipold, „aber ohne die Zusage des Straßenbauamtes hätten wir einer Pflasterung nicht zugestimmt“. Stattdessen hätte man auf eine Asphaltierung des Abschnittes gedrängt. Dann würde es Unkraut-Probleme nicht geben. „Das Land sollte das pflegen müssen. Dafür müssen wir uns stark machen“, sagte Ortsbeiratsmitglied Reinhardt Röwer. „Wir wurden mit falschen Statements, die uns ruhig stellen sollten, in die Irre geführt“, sagte Eckart Kreitlow.„Es gibt keine Zusage des Straßenbauamtes, diese Aufgabe zu übernehmen“, heißt es auf Anfrage im Infrastrukturministerium in Schwerin. Die Bau- und Unterhaltungskosten innerorts teilen sich Straßenbauamt (Straße) und Gemeinde (Geh- und Radweg). Und laut Satzung können diese Unterhaltungskosten auf die Anlieger umgelegt werden. Außerorts trägt das Land diese Kosten.

800000 Euro

Der neue Rad-Gehweg entlang der L22 wird 2,25 Kilometer lang sein. Er führt von Neu Hirschburg (Am Waldessaum), über Hirschburg bis zum Altheider Weg (Freilichtmuseum) in Klockenhagen. Im Abschnitt zwischen Neu Hirschburg und der Galerie BlackBox in Hirschburg soll der Weg 2,50 Meter breit sein und asphaltiert werden. Im Bereich zwischen Hirschburg und Klockenhagen gibt es eine Betonsteinpflasterung. Der Weg wird die Lücke zwischen dem vom Darß kommenden Radweg an der L 21 und dem touristischen Radwegenetz in der Rostocker Heide schließen. Rund 800000 Euro kostet diese Baumaßnahme.

Robert Niemeyer

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