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Ribnitzer komponiert ein Liebeslied für die Bernsteinstadt

Ribnitz-Damgarten Ribnitzer komponiert ein Liebeslied für die Bernsteinstadt

Frank Ruppe zog 18 Mal innerhalb Deutschlands um, lebte in Amerika, Norwegen und Spanien, doch keinen Ort hat er so ins Herz geschlossen wie Ribnitz-Damgarten

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Frank Ruppe beherrscht auch das Spiel auf einer zwölf-saitigen Gitarre. Er schrieb bislang zwei Lieder für Ribnitz-Damgarten.

Quelle: Carolin Riemer

Ribnitz-Damgarten. Es ist ein Liebeslied an die Bernsteinstadt. Frank Ruppe – Komponist, Texter und Sänger – lebt zwar erst seit acht Jahren in Ribnitz, doch das tut er wohl leidenschaftlicher als mancher, der hier seit seiner Kindheit wohnt.

Frank Ruppe im Netz

Kontakt:

E-mail: f.ru@gmx.net

• Videos: https://www.youtube.com/watch?v=YkDyPedBq-4 und https://www.youtube.com/watch?v=DYP0H_F46KM

Das Lied „Ribnitz-Damgarten“ hat er in seinem Musikzimmer in der Bahnhofstraße aufgenommen und ins Internet gestellt. Die Bilder lieferte der ambitionierte Hobby-Filmer Ernst Fischer (73). Bei „You Tube“ klickten es mittlerweile fast 1500 Neugierige an – nicht unbedingt die Masse, die sich Ruppe wünscht. „Und auch nicht unbedingt in einer Qualität, die ich in einem Tonstudio erzielt hätte“, sagt der 53-Jährige. Allerdings kommen Text und Melodie von Herzen.

Es ist bereits das zweite Lied, in dem der gebürtige Weimaraner seine neue Heimat musikalisch liebkost. Doch das erste Lied „Ribnitz – mein Revier“ sorgte bei einigen Damgartenern für eine gewisse Verärgerung, weil sie nicht darin erwähnt wurden. „Sogar Bürgermeister Frank Ilchmann rief mich an und fragte, ob ich nicht ein Lied schreiben könnte, in dem Ribnitz und Damgarten vorkommen.“ Frank Ruppe konnte – und er machte es gern. Zwar singe er in dem Lied Ribnitz mit einem langen i, was sich für viele Ribnitzer befremdlich anhören mag, aber Ruppe hatte sich informiert. „Ribnitz leitet sich ja ursprünglich von dem Namen ,Rybanis’ ab und das lange i ist in der Aussprache durchaus gerechtfertigt.“

Ruppe führte ein aufregendes Leben. Er baute Autohäuser auf, führte ein großes Unternehmen in Emden (Niedersachsen) und erhielt im Jahr 2002 den Titel „Bester Kfz-Meister Nordwestdeutschlands“. Aus 15 000 Bewerbern suchte ihn die Fach-Jury aus. 18 Mal zog er für seinen Beruf innerhalb Deutschlands um – siebenmal wechselte er in Amerika seinen Wohnsitz, lebte außerdem in Norwegen und Spanien.

„Und dann verliebte ich mich in dieses Örtchen Ribnitz“, sagt Ruppe. Ruhig und freundlich sei es – so liebenswert, dass er niemals mehr wegziehen möchte. Das musste Frank Ruppe natürlich auch musikalisch ausdrücken. Musik und Autos, das sind seine beiden Leidenschaften. Und von seinem guten Gehör profitierte er nicht nur als Kfz-Meister, sondern auch beim Musizieren. „Ich höre ein Motorengeräusch und weiß, was repariert werden muss“, sagt er. Ruppe ist selbstbewusst und steht zu seinem Können. Er spielt gleichzeitig Gitarre und Mundharmonika und fühlt sich auch am Schlagzeug zu Hause.

Er engagiert sich in Ribnitz, würde sogar gern viel mehr auf die Beine stellen. „Zeit habe ich ja jetzt. Meine Wirbelsäule ist kaputt, arbeiten kann ich nun nicht mehr.“

Dafür zieht er nun unentgeltlich in der Adventszeit durch die Altenheime in Ribnitz-Damgarten und gibt den alten Herrschaften kostenlose Konzerte. Er unterrichtet Kinder im Gitarrenspiel und Gesang und schrieb für die Kita in der Ulmenallee ein Weihnachtslied.

Balladen, die seien „sein Ding.“Lieder zum Träumen und Nachdenken – von Johnny Cash bis Andreas Bourani hat er Dutzende im Repertoire.

„Ich würde so gern einmal beim Hafenfest in Ribnitz spielen“, äußert er seinen Wunsch. Das habe bislang allerdings leider noch nie geklappt, obwohl er nicht einmal ein Honorar, sondern nur eine Aufwandsentschädigung verlangen würde.

Er komponiert auf Wunsch auch Auftrags-Werke. „Drei Männer meldeten sich beispielsweise bei mir. Ihre Freundinnen hatten sich von ihnen getrennt und ich sollte ein Lied für sie schreiben – sozusagen, um die Herzen der Damen zurückzuerobern.“ Es klappte. Alle drei Paare seien wieder glücklich liiert.

Sein ältester Gitarrenschüler reiste für die Stunden extra von der Insel Rügen an. „Er wollte das Instrument lernen, damit er seiner Frau am Weihnachtsabend ein Lied vorspielen kann. Das war ein sehnlicher Wunsch des Herren.“ Und solche Wünsche, die erfüllt der Vater von vier Kindern gern. Seit 32 Jahren ist er selbst glücklich verheiratet.

Carolin Riemer

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