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Ribnitzer reist als Senior-Experte um die Welt

Ribnitz-Damgarten Ribnitzer reist als Senior-Experte um die Welt

Lutz Donath berät ehrenamtlich Firmen in Entwicklungs- und Schwellenländern / Der Ingenieur ist beim Senior Experten Service (SES) registriert

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Als Experte gab der Ribnitzer Lutz Donath einer brasilianischen Firma Tipps.

Quelle: privat

Ribnitz-Damgarten. Eigentlich sollte Lutz Donath schon im September zu seinem nächsten Einsatz als Senior-Experte ins Ausland fahren. „Das hat sich jetzt allerdings verschoben. Ich werde doch erst Anfang des Jahres nach Mexiko reisen “, berichtet der 64-Jährige, der sich vor einigen Jahren beim Senior Experten Service (SES) registriert hat.

„Ein bisschen Fernweh gehört dazu. Ich bin früher zur See gefahren. Als ich meine Frau kennengelernt habe, habe ich allerdings gemerkt, dass Ehe und Seefahrt nicht zusammenpassen.

Aber das Fernweh ist geblieben.“ Lutz Donath (64)

Durch einen Bericht im Fernsehen ist der Ribnitz-Damgartener auf die Stiftung der Deutschen Wirtschaft für internationale Zusammenarbeit aufmerksam geworden. Der Ingenieur war gleich begeistert von der Idee, Firmen in Entwicklungs- und Schwellenländern mit seinem Fachwissen zur Seite zu stehen. Die Experten arbeiten ehrenamtlich, der Flug sowie Kost und Logis werden vom SES oder von der Firma übernommen. „Ein bisschen Fernweh gehört zu dieser Aufgabe auf jeden Fall dazu. Ich bin früher zur See gefahren. Als ich meine Frau kennengelernt habe, habe ich allerdings gemerkt, dass Ehe und Seefahrt nicht zusammenpasst, aber das Fernweh ist geblieben“, berichtet der 64-Jährige.

Anfangs sei seine Frau von der Idee nicht begeistert gewesen. „Man macht sich natürlich so seine Gedanken. Schließlich ist es in diesen Ländern nicht ungefährlich“, sagt Monika Donath, die sich jedoch überzeugen ließ.

„Ich würde auch nicht überall hinfahren. In den Nahen Osten beispielsweise würde ich nicht reisen“, sagt der Ingenieur, der seit 25 Jahren selbstständig ist. „Der SES bekommt Anfragen von Firmen, die Unterstützung brauchen und daraufhin wird in der Datenbank nach dem passenden Experten gesucht“, erklärt Lutz Donath die Vorgehensweise.

Sein erster Einsatz führte den Ribnitz-Damgartener 2010 fünf Wochen nach Brasilien. In Erechim beriet er eine Firma, die Bürostühle herstellt. Dabei ging es um die Verbesserung der sogenannten Galvanotechnik – das Überziehen von Gegenständen als Verschleißschutz. „Die Verchromung der Stuhlbeine aus Stahl hielt nicht sehr lange, deshalb suchte die Firma Rat“, berichtet Lutz Donath. „Ich habe mir die Produktion genau angesehen und Verbesserungsvorschläge gemacht.“ Im vergangenen Jahr ging es nach Bolivien. „Und in Mexiko werde ich in Ciudad Sahagún, 70 Kilometer von Mexiko Stadt entfernt, eine Firma beraten, die Kunststoffbauteile für Automobile herstellt. Was genau auf mich zukommt, weiß ich auch noch nicht. Wenn man hinkommt, ist meist alles ganz anders als vorher gedacht.“

Der SES bereite die Experten aber sehr gut auf den Aufenthalt vor. „Man bekommt Verhaltensregeln für das jeweilige Land und Adressen von deutschen Ärzten“, sagt der Ingenieur.

Eine Konstante sei bei seinen Auslandsaufenthalten der Rotary Club. Seit 15 Jahren sind Lutz Donath und seine Frau Mitglied im Rotary Club Ribnitz-Damgarten. Bei seinen Aufenthalten im Ausland habe er stets Rotarier kennengelernt. „Für mich ist die Tatsache sehr beruhigend. Ich weiß, dass er Ansprechpartner vor Ort hat, die ihm helfen“, sagt Monika Donath.

Lutz Donath freut sich auf seine nächste Aufgabe als Senior-Experte. „Man lernt die Länder ganz anders kennen als als Tourist. In Bolivien und Brasilien wurde ich in die Familien aufgenommen. Es ist schön, wenn man sieht, dass man helfen kann.“

Ehrenamtliche Arbeit

1983 wurde der Senior Experten Service (SES) gegründet. Ziel ist es, Hilfe zur Selbsthilfe zu geben. Die ehrenamtlichen Einsätze finden in erster Linie in Entwicklungs- und Schwellenländern statt. In Deutschland werden junge Menschen in Schule und Ausbildung gefördert.

12 000 Experten aus allen beruflichen Richtungen sind beim SES registriert. Seitdem hat der SES über 35000 ehrenamtliche Experteneinsätze in mehr als 160 Ländern durchgeführt, etwa ein Drittel davon in Deutschland. Träger des SES sind der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH).

Finanzielle Unterstützung erhält der SES insbesondere vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sowie dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Anika Wenning

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