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Rostock trauert um Reinhard Wolfgramm

Rostock Rostock trauert um Reinhard Wolfgramm

Langjähriger Chef der städtischen Sanierungsgesellschaft RGS überraschend gestorben

Rostock. Große Pläne habe er nicht, sagte Reinhard Wolfgramm, als er sich im Dezember 2015 nach vielen Jahren an der Spitze Rostocker Gesellschaft für Stadtentwicklung (RGS) in den Ruhestand verabschiedete. Sich mehr um die Familie kümmern, das wollte der passionierte Volleyballspieler. Viel Zeit blieb ihm nicht. Jetzt starb Reinhard Wolfgramm nach einem Zusammenbruch im Fitnessstudio. In wenigen Wochen wäre er 67 Jahre alt geworden.

„Wir sind tief betroffen“, ringt RGS-Aufsichtsratschef Rainer Albrecht um Worte. Er habe einen Freund und die Hansestadt „einen hervorragenden Macher der letzten 25 Jahre“ verloren. Unter Wolfgramms Regie stand die Sanierung des Stadtzentrums, aber auch der Großwohnsiedlungen Evershagen, Schmarl, Groß Klein, Dierkow und Toitenwinkel. Mehr als 400 Millionen investierten Bund, Land und Stadt seit 1991. Wolfgramms Wirken habe „sichtbare Spuren“ in der Hansestadt hinterlassen, so Rainer Albrecht. Die Sanierung des Klosters zum Heiligen Kreuz, des Innerstädtischen Gymnasiums am Goetheplatz oder den Bau der Musikschule seien herausragende Beispiele. Dass Rostock wieder Einwohner gewinnt, liege auch am Wirken der RGS und ihres Geschäftsführers, hatte Oberbürgermeister Roland Methling zu Reinhard Wolfgramms Verabschiedung im Dezember gesagt.

Tiefe Betroffenheit herrschte auch bei den Mitarbeitern der Rostocker Gesellschaft, erklärt Wolfgramms Nachfolgerin Sigrid Hecht. Zum Firmenlauf am Mittwochabend trat die RGS-Mannschaft kurz nach der Todesnachricht mit Trauerflor am Arm an. „Ich habe gesagt, sie sollen laufen. Das hätte Reinhard Wolfgramm so gewollt, das waren wir ihm schuldig“, sagt Sigrid Hecht.

Sie habe sehr großen Respekt, vor der Person und dem Wirken. „Er hat Rostock gestaltet.“ Dankbar ist Sigrid Hecht, dass Reinhard Wolfgramm den Ruhestand um einJahr nach hinten verschoben hatte, um den reibungslosen Übergang zu gewährleisten. „Wir hätten ihm alle so sehr gewünscht, dass ihm noch mehr Zeit für die Familie geblieben wäre.“

Thomas Niebuhr

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