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Rostocker zeigen ihre Foto-Schätze

Rostock Rostocker zeigen ihre Foto-Schätze

Heute wird im OZ-Medienhaus das zweite Rostock-Album vorgestellt / Das Buch ist ab morgen erhältlich

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Bratwurst in der Breiten Straße: Viele Rostocker verbinden mit dem 1975 gemachten Foto von Jörg Schröders Vater Heinz Erinnerungen.

Rostock. Rund 250 private Fotografien auf 144 Seiten: Das neue Rostock-Album gewährt auch in seiner zweiten Ausgabe außergewöhnliche Einblicke in die vergangenen 70 Jahre Stadtgeschichte. Anlässlich des Erscheinungstages treffen sich heute Interessenten und Mitwirkende zur Präsentation des Sammelbandes im OZ-Medienhaus. Unter ihnen sind auch die Rostocker Jörg Schröder und Werner Murawski. Die beiden Hobby-Fotografen gehören mit zu den fleißigsten Sammlern, die ihr Material für das zweite Rostock-Album zur Verfügung stellten. Darunter sind Motive wie der Ausbau der Nikolaikirche, Seehafenwerbung am Schröderplatz oder ein Blick auf die Südstadt im Jahre 1971.

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Heute wird im OZ-Medienhaus das zweite Rostock-Album vorgestellt / Das Buch ist ab morgen erhältlich

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„Als ich die Aufnahmen gemacht habe, dachte ich nicht, dass sie eines Tages veröffentlicht werden“, sagt Werner Murawski. Seit 1961 ist ein Fotoapparat sein treuer Begleiter. „Das Interesse war jedoch schon seit frühester Kindheit da“, ergänzt der Rostocker. Bereits bei der ersten Ausgabe des Albums wirkte der Rentner mit. „Da war ich sehr stolz, mich mit meinen Aufnahmen einbringen zu dürfen.“

Früher ging der gelernte Landwirtschaftskaufmann vor allem in Fotozirkeln seinem Hobby nach. Dabei hatte er auch besondere Einblicke: „Da ich im Seehafen tätig war, konnte ich auch in das Grenzgebiet“, erzählt der ehemalige Wareneingangsleiter. Seinen Fundus verwahrt Murawski heute im heimischen Keller. „Zum Leidwesen meiner Frau und meiner Familie“, sagt der 73-Jährige und lacht.

Sein Bestand wächst: Statt mit seiner ausgedienten Praktica nimmt er heute mit digitaler Technik seine Motive in den Fokus. Besonders die Veränderung interessiert den Rentner – ob in der Stadt oder im heimischen Blumenbeet. „Es ist wichtig, dass man für solche Dinge ein Auge hat.“ Erst kürzlich fotografierte Murawski den Umbau des Glatten Aal oder die Geschäfte in der Kröpeliner Straße.

„Die schnellen Veränderungen in der Straße sind beeindruckend. Die Bilder helfen, frühere Orte wiederfinden zu können“, stimmt Jörg Schröder zu. Auch der 53-Jährige ist beeindruckt davon, seine Bilder das erste Mal in dem Sammelband zu sehen. Rund 40 Aufnahmen hat der Industriekaufmann für das Rostock-Album eingesendet – darunter auch Fotografien aus der Hand seines Vaters Heinz. „Er hat mich mit seiner Leidenschaft infiziert“, erzählt der Rostocker, der seit den 1980er Jahren fotografiert. Beim Anblick der Aufnahmen fühlen sich die beiden Fotografen in eine vergangene Zeit zurückversetzt. Murawski sieht sich als Jugendlicher beim Erdbeer-Klau, Schröder beim Bratwurstessen in der Breiten Straße. Neben jedem Foto sind außerdem Reaktionen von Facebook-Nutzern aufgelistet, die während der Entstehungsphase gesammelt wurden. „Viele Erinnerungen stimmen überein“, sagt Schröder.

5000 Fotografien wurden für das Projekt seit Anfang 2014 zusammengetragen. Keine leichte Entscheidung, welche Aufnahmen es ins Buch schaffen „Es war die Qual der Wahl. Das Projekt lebt von dem, was wir hatten“, erinnert sich Herausgeber Thorsten Czarkowski. Trotz der Masse an Aufnahmen seien nicht alle Wunschbilder dabei gewesen.

Die Facebook-Seite bleibt jedoch auch weiterhin geöffnet. Bislang ist aber nicht klar, ob es einen dritten Band geben wird. „Es ist möglich, aber nicht geplant.“

Der zweite Band

250 Bilder beinhaltet das Rostock-Album auf 144 Seiten.

Die Präsentation der neuen Ausgabe findet heute im OZ-Medienhaus statt

Beginn: 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Ab morgen ist der Sammelband „Rostock-Album – Eine Stadt erinnert sich“ im OZ-Servicecenter, im Handel oder im Internet unter www.hinstorff.de

erhältlich. Preis: 29,99 Euro.

• Weitere Informationen zum Rostock-Album gibt es im Internet unter

www.facebook.com/Rostockalbum

Lisa Fritsche

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