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Rothirschgeweih aus Barth holt Gold

Trinwillershagen Rothirschgeweih aus Barth holt Gold

Bei der Tagung der Hegegemeinschaft „Ferdinand von Raesfeld“ am Sonnabend in der Gaststätte „Zu den Linden“ in Trinwillershagen drehte sich vieles um die Statistik.

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Der Vorsitzende der Hegegemeinschaft „Ferdinand von Raesfeld“ , Christian Haß, präsentiert den Hingucker der Trophäenschau, das Geweih eines Rothirsches.

Quelle: Volker Sephan

Trinwillershagen. Bei der Tagung der Hegegemeinschaft „Ferdinand von Raesfeld“ am Sonnabend in der Gaststätte „Zu den Linden“ in Trinwillershagen drehte sich vieles um die Statistik. So sei der Plan des Jagdjahres beim Damwild zu 100 Prozent erfüllt worden, beim Rotwild nur zu 89 Prozent, erklärte Vorsitzender Christian Haß. Insgesamt wurden 400 Stück Rotwild erlegt, der Plan hatte 445 vorgesehen. Beim Damwild ist das Verhältnis mit 325/325 ausgeglichen. Ein Hingucker der Trophäenschau — die Jäger sind laut Satzung zum Ausstellen verpflichtet — war das prächtige Geweih eines mindestens zwölf Jahre alten ungeraden Zwanzigers. Stadtförster Ralf Moritz selbst hatte den verendeten Rothirsch im Barther Stadtforst gefunden. „Wahrscheinlich war er bei einem Revierkampf tödlich verletzt worden“, vermutet Christian Haß. Die eigene Bewertungskommission der Hegegemeinschaft hatte die Trophäe dann auf 229 Punkte taxiert — das reichte für eine Goldmedaille.

Der Mitgliederversammlung der Hegegemeinschaft „Ferdinand von Raesfeld“ vorausgegangen war am Sonnabend die Delegiertenkonferenz des Kreisjagdverbandes Nordvorpommern. Es war das erste Mal, dass beide am gleichen Tag und am gleichen Ort tagten. „Weil die meisten Jäger sowieso Mitglieder des Kreisjagdverbandes und eines der drei Hegeringe sind, bot sich die Kopplung an. Die Rüganer haben es uns seit Jahren vorgemacht“, erklärte Ingo Reichelt, der Vorsitzende des Kreisjagdverbandes.

Gleich zu Beginn seiner Ausführungen machte er auf die ständig aktualisierte Internetseite des Kreisjagdverbandes www.jv.nordvorpommern.de aufmerksam. Auf ihr werden zeitnah alle wichtigen Informationen für die Mitglieder veröffentlicht.

Ausdrücklich lud Ingo Reichelt andere Verbände und die Hegegemeinschaften ein, auf dieser Plattform ebenfalls ihre Informationen bekannt zu machen. Auch seien im vergangenen Jahr die Kontakte zur Landesforstanstalt und zum Bauernverband wieder aktiviert worden — zukünftig solle mit ihnen eine enge Zusammenarbeit gepflegt werden.

Ingo Reichelt verwies auf Mitglied Hans-Werner Bünger als einzigen Falkner im Verbandsgebiet und plädierte für die Unterstützung dieser besonderen Jagdart durch den Kreisjagdverband. So suche man beispielsweise für das Jahresende verständnisvolle Jagdpächter, die ihre Reviere mit Ententeichen und Kuhlen im freien Gelände für eine Lehrveranstaltung der Beizjagd zur Verfügung stellen würden.

Erwartet werden dazu zwei bis drei der letzten Experten Deutschlands, die ihre Erfahrungen weitergeben wollen.

Leider konnte Ingo Reichelt keine Entwarnung für den Abwärtstrend bei der Mitgliederentwicklung geben. Waren es 2012 noch 838, beträgt ihre Zahl heute nur noch 818.

So ganz kam man auch bei der Delegiertenkonferenz am Thema Wolf nicht vorbei. Ingo Reichelt versicherte, dass der Wolf im Gebiet des Kreisjagdverbandes Nordvorpommern jedoch noch eine untergeordnete Rolle spiele. „Man sollte ihn nicht immer gleich verteufeln, das Thema ist noch lange nicht akut.“ Hingegen komme der Schwanenjagd eine wachsende Bedeutung zu. Sie werde keinesfalls abgelehnt, für viele Landwirte im Bereich Altenpleen-Groß Mohrdorf gebe es gar keine Alternative. Hier würden die massenhaft auftretenden Vögel so große Probleme verursachen, dass sie in größeren Strecken erlegt werden müssten. Er stellte klar, dass die Jagd keine Schädlingsbekämpfung, oft aber eine Dienstleistung sei.

„Wenn wir darum gebeten werden, sind wir gern bereit, Hilfe zu leisten. So zum Beispiel auch dort, wo die Kormorane zur Plage werden.“

Spezielle Angebote

Der Kreisjagdverband Nordvorpommern ist die Interessenvertretung der in ihm organisierten Jäger und hält spezielle Angebote für diese vor, dazu gehört unter anderem die Kreisjagdschule. Dort startete im März 2015 ein Kurs mit 20 Teilnehmern. Unter den Jagdeleven befanden sich drei Teilnehmer von der Insel Rügen, fünf Frauen sowie zwei Jugendliche.

Die Hegegemeinschaft „Ferdinand von Raesfeld“ dient zur Planung und Bewirtschaftung der Rot- und Damwildbestände in der Region zwischen Fischland-Darß-Zingst und Bad Sülze.

Von Volker Stephan

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