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Schwestern kamen anfangs mit dem Rad

Ribnitz-Damgarten Schwestern kamen anfangs mit dem Rad

Die Diakonie-Sozialstation in Ribnitz wurde 1991 gegründet — 16 Mitarbeiter kümmern sich um 140 Patienten

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Die Leiterin der Diakonie-Sozialstation in Ribnitz, Jeanette Vagt (v.l.), feierte gemeinsam mit ihren Vorgängerinnen Marion Lindemann, Hannelore Dombrowsky, Utel Kolbe und Edeltraud Düwell (stellvertretende Pflegeleitung) das Jubiläum im Stadtkulturhaus.

Quelle: Anika Wenning

Ribnitz-Damgarten. Im Stadtkulturhaus in Ribnitz-Damgarten feierte die Diakonie-Sozialstation gestern ihr 25-jähriges Bestehen — gemeinsam mit Patienten, ehemaligen Mitarbeitern, Ärzten und Partnern. Auch Hannelore Dombrowsky und Marion Lindemann, die die Sozialstation gemeinsam aufgebaut haben, waren gekommen.

Die Anfangszeit war schwer, wir mussten uns jeden Patienten suchen.“Hannelore Dombrowsky, ehemalige Leiterin der Diakonie Sozialstation in Ribnitz

Mittlerweile sind 16 Mitarbeiter beim Pflegedienst beschäftigt. „Angefangen hat alles mit sechs Mitarbeitern“, berichtet Hannelore Dombrowsky. „Wir waren alles Gemeindeschwestern. Die Anfangszeit war schwer, wir mussten uns jeden Patienten suchen. Die Pastoren und die Ärzte haben uns dabei unterstützt.“ Schnell sei die Zahl der Klienten aber gestiegen. In den ersten Monaten seien die Mitarbeitern noch mit Fahrrad und Moped unterwegs gewesen.

Derzeit gibt es acht Fahrzeuge und es werden rund 140 Patienten betreut. Das Einzugsgebiet reicht über das Ribnitz-Damgartener Stadtgebiet hinaus — bis Wustrow, Altheide, Carlewitz, Kückenshagen und Bartelshagen I. „Werbung müssen wir eigentlich nicht machen. Das meiste läuft über Mund-zu-Mund-Propaganda“, sagt Jeanette Vagt. Die 49-Jährige leitet seit 2010 die Diakonie-Sozialstation in Ribnitz.

Immer schwieriger sei es hingegen in den vergangenen Jahren gewesen, Fachpersonal zu finden. „Wir haben einen Vertrag mit den Bodden-Kliniken. Die Auszubildenden kommen zu uns und fahren vier bis sechs Wochen mit“, berichtet Jeanette Vagt. „Da waren in den vergangenen Jahren einige gute Auszubildende dabei. Leider sind aber nur sehr wenige bei uns geblieben. Wir vermuten, dass viele in die alten Bundesländer gehen.“ Viele würden es auch vorziehen, in einem Krankenhaus oder Seniorenheim zu arbeiten.

„Die Arbeit in der ambulanten Pflege ist schon schwierig. Unsere Mitarbeiterinnen sind auf sich allein gestellt. Und wir müssen uns nach den Wünschen unserer Klienten richten, schließlich sind wir bei ihnen zu Hause. Wir sind ein Dienstleistungsbetrieb“, berichtet die Pflegedienstleitung. „Wir haben aber wirklich tolle Patienten. Das wir nun schon unser 25-jähriges Bestehen feiern, zeigt, dass unsere Patienten uns vertrauen.“ Gerade zu Pflegebedürftigen, die über viele Jahre betreut würden, baue man eine enge Bindung auf.

Bei der Diakonie-Sozialstation werde nach dem Prinzip der Bezugspflege, bei der eine Pflegekraft sich immer um die gleichen Patienten kümmere, gearbeitet. So hätten die Pflegebedürftigen immer die gleiche Ansprechpartnerin, außer die Schwester sei im Urlaub oder krank. Im 16-köpfigen Team herrsche ein familiäres Klima. „Wir sind ein tolles Team“, sagt Jeanette Vagt. Das einzige Manko: „Wir sind ein reiner Frauenbetrieb und würden uns schon manchmal einen Mann bei uns im Team wünschen.“

Von Anika Wenning

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