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Seit zehn Jahren erfolgreich am Ball

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Der Frauenfußball in Marlow feiert heute Geburtstag / Der Verein ist der einzige noch bestehende in der Region und hat dafür ein Geheimrezept

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Veronika Urban (l.) und Wenke Brüdgam-Pick köpften sich mit dem Marlower Frauenfußballverein schon oft zum Sieg.

Quelle: Carolin Riemer

Marlow Das Wunder von Marlow könnte man es nennen: Während sich in den vergangenen Jahren alle Frauen-Fußballmannschaften in der Region aufgrund Mitgliedermangels auflösten, feiert der Frauenfußball in Marlow heute seinen zehnten Geburtstag. Ein Wimpernschlag für Männer-Mannschaften, doch eine lange Zeit für Fußball-Spielerinnen. Nachwuchsprobleme? Gibt es in dem Verein nicht. Zwischen 14 und 45 Jahre sind sie alt. Die Frauen sind sich auch über den Spielfeldrand hinaus treu, verbringen viel Zeit miteinander und sind im Laufe der Zeit zu Freundinnen geworden.

OZ-Bild

Der Frauenfußball in Marlow feiert heute Geburtstag / Der Verein ist der einzige noch bestehende in der Region und hat dafür ein Geheimrezept

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Was die Männer können, können wir schon lange!“Veronika Urban,

Spielerin BSG Marlow

Heute wird gefeiert

Wann? Heute ab 12 Uhr

Wo? Sportplatz an der Schule, Marlow

Programm:

12.30 Uhr Modenschau „Zehn Jahre Frauenfußballmode“

13.30 Uhr Freundschaftsspiel „Attraktive gegen Aktive“

15 Uhr Spiele und grillen

Etwa 60 Spielerinnen gab es in den vergangenen zehn Jahren im Marlower Verein. Früher nannte er sich VFB Marlow, heute BSG Scanhaus Marlow. Alle sind heute zum Jubiläum eingeladen. „Vielleicht ist das gute Miteinander das Geheimrezept für unser langes Bestehen: Der sportliche Ehrgeiz ist nicht ganz so krass wie bei männlichen Spielern. Wir schnattern so viel auf dem Platz, dass wir so manchen Trainer zur Verzweiflung brachten und einer uns gar ,Papageien-Horde’ nannte“, erzählt Spielerin Wenke Brüdgam-Pick.

Doch wer denkt, die Frauen spielen ausschließlich aus Spaß und sind nicht erfolgreich, der irrt. Zweimal in Folge gewannen sie die Titel des Hallen- und Rasenkreismeisters, wurden Pokalsieger und spielten sich auch in der vergangenen Saison wieder auf den ersten Platz der „Kreisliga-Warnow“. Von Rügen bis Rostock reiche der Einzugsbereich der Liga, sagt Brüdgam-Pick und erklärt: „Ein viel größeres Gebiet und dadurch viel mehr Konkurrenz als bei den Männern, weil es weniger Frauen-Mannschaften gibt.“ Sie bevorzugt das Wort „Frauschaft“ und auch am Wort „Hintermann“ stört sie sich ab und zu. „Da wird deutlich, wie männlich dieser Sport geprägt ist.“

Dass der Verein aus einem Gag entstand, erzählt Veronika Urban. Bei einem Grillabend saßen die Frauen zusammen. Viele ihrer Männer spielten im Verein Fußball. „Und dann sagten wir uns ,Was die können, können wir schon lange!’.“ Gesagt, getan. Am 2. September 2006 trafen sie sich zu ihrem ersten Spiel. Damals gab es noch Frauen-Mannschaften in Semlow, Damgarten, Barth, Behren-Lübchin und Trinwillershagen. Die Trinerinnen meldeten sich im vergangenen Jahr ab, auch sie hatten zu wenig Spielerinnen. Wenke Brüdgam-Pick erinnert sich nur zu gut an die Damen: „Sie waren harte Gegnerinnen und emotionale Kämpferinnen.“ Warum der Frauen-Fußball so oft Spielerinnen verliert, liegt für sie klar auf der Hand: „Frauen bekommen Kinder, haben einen Beruf und andere Verpflichtungen in der Familie – da fällt es schwer, sich die Wochenenden für Turniere freizuschaufeln.“

Von Anfang an ist Wolfgang Müller aus Kneese dabei: treuester Fan und liebevoll „Manager“ genannt. Er besorgt die Trainer, meldet die Frauen zu Turnieren an und organisiert Trainingszeiten. „Ohne ihn würde es uns vermutlich gar nicht geben“, sagt Veronika Urban, die sich seit Jahren um die Finanzen des Vereins kümmert. Sie spielt heute zusammen mit ihren Töchtern Andrea und Katharina Schreiber in der Mannschaft „Attraktive“ – einem Spaßduell gegen die aktuellen „Aktiven“ der BSG Scanhaus Marlow. Die Unangefochtene Torschützenkönigin ist Katharina „Kitty“ Tews. „Eine sehr talentierte Stürmerin“, lobt Brüdgam Pick. Isabel Ziegler und Juliane Blankenhagen beschreibt sie als „wahre Arbeitstiere“. Beide Frauen treiben die Bälle nach vorn und schießen etliche Tore. In der vergangenen Saison habe sich besonders Torhüterin Steffi Koltermann zu einer „sicheren Bank“ entwickelt, die die Frauschaft zusätzlich mit ihrem Humor erheitert. Nicht zu vergessen: Abwehrchefin Sandra Schramm und Patricia Voss, die mit Herz und Seele den Ballsport lieben und sehr ehrgeizig sind.

Carolin Riemer

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