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Turmhügel lässt Geschichte lebendig werden

Todenhagen Turmhügel lässt Geschichte lebendig werden

Andreas Schulz gehört zu den Initiatoren des Projektes / Er liebt das Landleben und wohnt seit elf Jahren im Ort

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Rittergut stand am Anfang

Andreas Schulz auf der Brücke zum Turmhügel. An dessen Rekonstruktion nach historischen Vorlagen hat er einen großen Anteil.

Todenhagen. „Mich hat das Landleben nie losgelassen“, sagt Andreas Schulz. „Anteil daran haben sicher meine Vorfahren auf dem Land. Schön fand ich dort einfach die Freiheit in der Natur, den Umgang mit Tieren.“

So absolvierte der gebürtige Greifswalder in Velgast eine Lehre als Landwirt mit Abitur. Nach Abschluss seines Landwirtschaftsstudiums in Rostock übernahm er am 1. März 1988 die Milchviehanlage der LPG in Ahrenshagen. „Eine Arbeit auf dem Lande mit Tieren, das wollte ich. So hat die Tierhaltung mein Leben geprägt“, meint der 56-Jährige. Seit der Umstrukturierung der LPG nach der Wende arbeitet er als Geschäftsführer der ADAP Rinderzucht GmbH. Heute liefern 700 Milchkühe Milch in Verkaufseinrichtungen der Region. Nach Todenhagen in sein neu gebautes Haus zog Andreas Schulz vor elf Jahren.

„Und wer mich fragt, warum hierher, der muss sich nur mal umschauen“, meint lächelnd der passionierte Jäger und zeigt auf die idyllische Landschaft, die sein Haus umgibt. „Einfach schön hier, diese Ruhe und die unmittelbare Nähe zur Natur. Ja, Landleben pur, das genieße ich.“

Auf dem Gelände gegenüber von seinem Haus existierte vor Jahrhunderten eine Turmhügelburg, umgeben von einem Wassergraben. „Nur alte Chroniken erinnerten noch an sie“, erzählt Andreas Schulz. „So beschlossen wir vor 15 Jahren, den Turmhügel zu rekonstruieren. Und mit Angestellten der ADAP Rinderzucht GmbH sowie ortseigenen Firmen gingen wir an die Arbeit: beräumten den zugewucherten Bereich, baggerten Erde aus für den Wassergraben, bauten eine Brücke nach historischem Vorbild, auf der eine Tafel über die Turmhügel informiert.“ Gefördert wurde das Projekt vom Umweltamt, aber ein Großteil waren Eigenleistungen. Auf diesem Gelände, das zu einem Schmuckstück des Dorfes wurde, kann Geschichte erlebt werden. „Natürlich übernehmen wir auch die Pflege des Turmhügels. Denn ich lebe gern in einem schönen Dorf“, erklärt Andreas Schulz. „Und wenn ich aus meinem Fenster auf den Hügel schaue, habe ich meine Freude daran.“ Den Ortsnamen erklärt er übrigens so: „To den Hag“ bedeutet „Zu dem Wald“.

 



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