Volltextsuche über das Angebot:

17 ° / 16 ° Regen

Navigation:
Auch das noch! RHV gerät in Abstiegsnot

Ribnitz-Damgarten Auch das noch! RHV gerät in Abstiegsnot

Seine Riesenenttäuschung konnte Thilo Meyer nicht verbergen. Minutenlang lief er scheinbar orientierungslos übers Spielfeld. Seine Augen blickten ins Leere. Der 49-Jährige wirkte abwesend.

Voriger Artikel
Ein Hoch auf das Ehrenamt im Landkreis Vorpommern-Rügen
Nächster Artikel
Tabellenführer Marlow gewinnt umkämpftes Derby

Ben Meyer (2. v. r.) kommt einen Schritt zu spät gegen den Demminer Angreifer. Die Ribnitzer unterlagen 22:23.

Quelle: Tommy Bastian

Ribnitz-Damgarten. Seine Riesenenttäuschung konnte Thilo Meyer nicht verbergen. Minutenlang lief er scheinbar orientierungslos übers Spielfeld. Seine Augen blickten ins Leere. Der 49-Jährige wirkte abwesend. Seine Gedanken waren woanders. „Unsere Chancenverwertung ist unvorstellbar schlecht. Dazu halten sich meine Spieler teilweise nicht an Absprachen. Dann funktioniert das Zusammenspiel nicht“, schimpfte der Trainer des Ribnitzer HV. Seine Mannschaft unterlag am Sonnabend zum dritten Mal in der laufenden Saison gegen den SV Einheit Demmin. Endstand: 22:23 (9:12).

„Das war ein geschenkter Sieg für die Gäste. Damit haben wir den erhofften Befreiungsschlag verpasst und müssen uns noch mal ernsthafte Sorgen machen“, warnt Meyer. Die Ribnitzer (15:25 Punkte) rutschten auf den zehnten Tabellenplatz in der MV-Liga ab, haben lediglich einen Zähler Vorsprung vor Parchim (11.) und zwei vor Schwaan (12.). Nur Doberan II (13., 8:30) scheint im Kampf um den Klassenerhalt vorzeitig aus dem Rennen zu sein.

„Wir sind mittendrin im Abstiegskampf, denn möglicherweise steigen drei Vereine ab, wenn aus der Ostsee-Spree-Liga alle drei MV- Teams runterkommen und aus der Verbandsliga jemand aufsteigen will“, erklärt RHV-Urgestein Stephan Voss. „Wir wollen es nicht drauf ankommen lassen, sollten alles daransetzen, mindestens den zehnten Rang zu verteidigen“, fordert der 27-Jährige. Der Abstieg, so Voss weiter, wäre eine Katastrophe für den Klub.

Gegen den neuen Angstgegner aus Demmin, gegen den die Ribnitzer bereits im Hinspiel (24:26) und im Pokal (22:24) verloren hatten, lagen die Hausherren schnell 0:1, 1:3 und 3:6 hinten. Danach kamen die Gastgeber vor rund 200 Fans in der Sporthalle „Am Mühlenberg“ besser in die Partie, schafften durch Rechtsaußen Sebastian Nucklies (15.) den Ausgleich zum 7:7. Zwei Minuten später traf Voss (17.) vom Kreis zum 8:8.

Doch in den verbleibenden 13 Minuten vor der Pause erzielten die Ribnitzer lediglich ein weiteres Tor. Sie verloren ihre spielerische Linie, verloren den Ball leichtfertig und vergaben beste Torchancen. „Der Gegner war deutlich abgezockter, hat ganz ruhig sein Spiel gemacht“, analysierte Meyer. Seine Mannschaft lag nach der ersten Hälfte mit 9:12 zurück.

Nach dem Seitenwechsel liefen die Ribnitzer dem Drei-Tore-Rückstand lange Zeit hinterher. Es dauerte bis zur 45. Spielminute, ehe Ben Meyer der 17:18-Anschlusstreffer gelang. Sechs Minuten vor dem Ende markierte Nucklies (54.) sogar den Ausgleich (20:20). Ein Punktgewinn, ja sogar der Sieg waren wieder greifbar.

Aber der RHV verpasste es, in Führung zu gehen, vergab Riesenmöglichkeiten, das vielleicht entscheidende Tor zu erzielen. Stattdessen zog Demmin auf 23:21 weg (57.). Ben Meyer gelang nur noch das 22:23. Den letzten Angriff brachten die Ribnitzer nicht zum Abschluss, blieben in der gegnerischen Abwehr hängen.

„Letztendlich haben wir es spielerisch 45 Minuten lang überhaupt nicht gelöst bekommen. Wir hatten zwar einige Würfe, aber da hat der Abstand nicht gestimmt. Sie wurden geblockt oder sichere Beute des Demminer Torwarts“, analysierte Stephan Voss.

Jetzt haben die Ribnitzer drei Wochen lang Zeit, ihre Fehler zu analysieren und abzustellen. In den letzten vier Spielen (siehe Info rechts) müssen dann mindestens zwei Siege gelingen, ansonsten könnte es ganz eng werden.

Statistik

Ribnitzer HV: Kleinecke, Lürken — Dukart 3, Jacobsen 1, Meyer 5, Nucklies 7, Brandt, Wiegratz 2/1; Krohn 3, Voss 1.

Siebenmeter: RHV 2/1, Demmin 7/5.

Strafminuten: RHV 2, Demmin 8.

Zuschauer: 199 (ausverkauft).

Weitere Ergebnisse:

Schwaan — Parchim/Matzlow-Garwitz 25:24, Güstrow — Bützow 18:18, Grimmen — Stralsund II 30:27, SV Warnemünde — Doberan II 27:26, HC Empor II — Stavenhagen 39:29.

Restprogramm Abstiegskandidaten:

Ribnitzer HV (10., 15:25 Punkte)

03.04. Stralsunder HV II (A)

09.04. TSV Bützow (H)

16.04. Bad Doberaner SV II (A)

23.04. SV Mecklenburg Schwerin II (H)

SG Parchim/Matzlow-G. (11., 14:26)

19.03. TSV 1952 Bützow (A)

09.04. Stavenhagener SV (H)

16.04. SV Einheit Demmin (A)

23.04. Stralsunder HV II (H)

Schwaaner SV (12., 13:27)

02.04. Stavenhagener SV (A)

09.04. SV Einheit Demmin (H)

16.04. Stralsunder HV II (A)

23.04. TSV Bützow (H)

Bad Doberaner SV II (13., 8:30)

19.03. HSV Grimmen (H)

02.04. Güstrower HV (H)

09.04. HSV Grimmen (A)

16.04. Ribnitzer HV (H)

23.04. HC Empor Rostock II (A)

Von Tommy Bastian

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Trinwillershagen/Ribnitz-Damgarten
Robert Heuer (l., hier im Spiel gegen den SV Hafen) kehrt nach abgesessener Sperre ins Trinwillershäger Aufgebot zurück.

Trinwillershagen will gegen Bölkow kämpferischer agieren. PSV Ribnitz- Damgarten auswärts gefordert.

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Sport Ribnitz-Damgarten
Die besten Wettquoten der Ostsee gibt es im Bundesliga-Quotenvergleich von SmartBets.