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Barther startet bei EM in Italien

Barth Barther startet bei EM in Italien

Thomas Ulrich vom „Pommernexpress“ ist für das Drachenboot-Nationalteam nominiert worden

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Thomas Ulrich vor seinem heimischen Trainingsrevier am Barther Hafen. Ende Juli startet er bei der EM in Italien.

Quelle: Marco Schwarz

Barth. Thomas Ulrich will es noch einmal wissen. Monatelang hat sich der 46-Jährige in unzähligen Trainingsstunden im Kraftraum und auf dem Wasser geschunden, um noch einmal bei einem internationalen Großereignis im Drachenboot dabei sein zu können. Es hat geklappt. „Im Mai habe ich vom Bundestrainer erfahren, dass ich wieder nominiert bin“, sagt Thomas Ulrich, der nun vom 27. bis zum 31. Juli in der italienischen Hauptstadt Rom in der Altersklasse Ü40 (Senior A) im deutschen Boot sitzen wird.

Erfolgsbilanz

2011: Weltmeisterschaft in den USA: eine Gold- und drei Silbermedaillen.

2013: Weltmeisterschaft in Ungarn: drei Goldmedaillen.

2013: Club-Europameisterschaft in Hamburg: zwei Gold- und eine Silbermedaille.

2015: Weltmeisterschaft in Kanada: zwei Silber- und zwei Bronzemedaillen.

Es ist nicht das erste Mal, dass der Paddler vom Barther „Pommernexpress“ bei internationalen Wettkämpfen an den Start gehen wird. Drei Weltmeisterschaften hat er miterlebt. Hinzu kommt eine Teilnahme im Boot der Heilbronner „Neckar-Dragons“ bei der Club-Europameisterschaft. Und die Erfolgsbilanz kann sich sehen lassen. Insgesamt 14 Medaillen konnte er sammeln (siehe Kasten). „Es ist immer wieder ein schönes Gefühl, gemeinsam mit dem Team Erfolge feiern zu können“, sagt Thomas Ulrich.

Bereits vor der WM in Kanada im vergangenen Jahr hatte der Vinetastädter überlegt, ob das nicht vielleicht doch sein letzter Auftritt im Nationalteam gewesen sein sollte. „Aber dann ist innerhalb der Mannschaft der Entschluss gereift, dass wir es in Italien noch mal versuchen wollen. Da konnte ich mich natürlich nicht verweigern“, meint er augenzwinkernd. Und so begann erneut die harte Vorbereitung. Neben Sichtungen, Trainigslagern standen wieder Kraft- und Paddeltests auf dem Programm. Finanzieren muss der Sportler sein Vorhaben selbst. „Deshalb bin ich natürlich für die Unterstützung meiner Sponsoren sehr dankbar.“

In seinem Heimatverein, dem „Pommernexpress“, zählt Thomas Ulrich zu den Mitgliedern der ersten Stunde. „In diesem Jahr können wir bereits unser 20-jähriges Jubiläum feiern“, berichtet Ulrich.

Zuletzt startete eine Barther Mannschaft in Renngemeinschaft mit den Rostocker Blue Bulls bei den deutschen Meisterschaften im Small-Boat, einer kleineren Variante des Drachenboots. „Wir konnten in Schwerin als älteres Team in der Premium-Klasse ein paar achtbare Ergebnisse erzielen“, erzählt Ulrich. Platz sieben (200 Meter), vier (500 Meter) und neun (2000 Meter) standen am Ende in der Ergebnisliste. „Über 200 Meter war sogar ein Treppchenplatz drin. Aber durch einen Fahrfehler haben wir das A-Finale verpasst“, sagt der Barther. Dennoch sei die Veranstaltung ein Erfolg gewesen und für ihn in seiner Vorbereitung auf die Europameisterschaft ein richtig guter Wettkampf.

Nun geht der Blick von Thomas Ulrich, der im Herbst Vaterfreuden entgegen sieht, in Richtung Italien. „Bis dahin werde ich zu Hause weiter trainieren. Wir haben unsere Trainingspläne erhalten. Jeder weiß, was zu tun ist.“ Und selbstverständlich soll sich die harte Arbeit am Ende auch auszahlen. „Wir haben uns vorgenommen, auf dem Treppchen zu landen. Ganz oben wäre natürlich besonders schön“, sagt Thomas Ulrich, der aber auch überzeugt ist, dass die Konkurrenz extrem stark sein wird. „Ich denke, dass die Teams aus Osteuropa, insbesondere die Russen, uns das Leben richtig schwer machen werden“, schätzt er ein.

Und wie geht die sportliche Karriere von Thomas Ulrich nach der Europameisterschaft weiter?

Ist dann endgültig Schluss? „Wahrscheinlich ja! Aber wenn ich an die nächste Weltmeisterschaft in China, dem Herkunftsland des Drachenboot-Sportes denke, dann kribbelt es mir schon jetzt in den Fingern...“

Marco Schwarz

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