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Bogenschützen haben Heimat gefunden

Barth Bogenschützen haben Heimat gefunden

Bei der Bürger-Schützen-Kompanie zu Barth können die Sportler seit einiger Zeit ihrem Hobby nachgehen

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Die Barther Bogenschützen unter der Leitung von Georg Bauerschmidt (5. von links) bereiten sich derzeit auf ihr eigenes Turnier vor.

Quelle: Marco Schwarz

Barth. Bogenschützen haben es nicht leicht. Pfeile schießen ist eine Sache, Pfeile sammeln die andere. Davon kann auch René Schönknecht ein Lied singen. „Manchmal kommst du einfach nur kaputt aus dem Wald“, berichtet er schmunzelnd von seinem Hobby. Missen möchte er es dennoch nicht mehr. „Ich habe hier viele Freunde gefunden. Mir gefällt die Naturverbundenheit dieser Sportart.“

Bogenschießen in Barth

Training: Jeden Samstag ab 11 Uhr, Interessenten sind immer willkommen. Ausrüstung kann gestellt werden. Nach Vereinbarung sind auch Schnupperkurse für Gruppen möglich.

Kontakt: Ansprechpartner ist Georg Bauerschmidt, ☎ 0176/28424319, E-Mail: georg.b@mentalstark.de.

Termin: 6. November, „Affenjagd 2.0“ – Turnier auf dem Barther Schießplatz.

Dass die Anhänger des Bogenschießens in Barth eine sportliche Heimat gefunden haben, haben sie unter anderem Georg Bauerschmidt zu verdanken. Als er vor einiger Zeit aus dem Rheinland nach Zingst zog, suchte er hier nach einer Möglichkeit, die Sportart auch in der neuen Heimat ausüben zu können. „Es war nicht leicht, ein geeignetes Gelände zu finden“, berichtet Bauerschmidt. Hintergrund:

diese Art des Bogenschießens erfolgt nicht auf Scheiben, sondern findet auf einem sogenannten 3D-Parcours auf Tierattrappen aus Kunststoff statt. Dafür wird Platz benötigt. „Bei der Bürger-Schützen-Kompanie zu Barth sind wir dann schließlich fündig geworden“, erzählt Georg Bauerschmidt. Vor etwa eineinhalb Jahren konnte die Abteilung Bogenschießen von ihm gegründet werden.

Inzwischen ist auf dem einen Hektar großen Teil des Geländes ein 3,4 Kilometer langer Parcours errichtet worden. Und Mitstreiter hat der Initiator längst gefunden. „Inzwischen haben wir 15 Mitglieder im Alter von 8 bis 54 Jahren, die regelmäßig zum Bogenschießen kommen.“ Und Interessenten seien immer willkommen, versichert Bauerschmidt. Ausrüstung für Neugierige kann bei Bedarf zur Verfügung gestellt werden.

„Hier ist jeder willkommen. Das hat mir sehr imponiert“, sagt auch René Schönknecht, der inzwischen mit der ganzen Familie zur Bogengruppe gestoßen ist. „Eigentlich wollte ich längst aufhören“, sagt er augenzwinkernd. Denn mittlerweile sei Lebensgefährtin Anita Kratzius schon besser als er. Eines ist ihm aber besonders wichtig: „Der Bogen ist für uns ein Sportgerät und keine Waffe. Auf Sicherheit wird hier ganz großen Wert gelegt. Das hat mich überzeugt.“

Die Bogenschützen bei der Barther Bürger-Schützen-Kompanie sind längst zu einer echten Gemeinschaft geworden. „Das Miteinander spielt für uns eine ganz wichtige Rolle, weniger die sportliche Auseinandersetzung“, sagt Georg Bauerschmidt. Und das nicht nur im eigenen Verein. Längst wurden Kontakte zu anderen Gruppen geknüpft. „Wir nehmen inzwischen auch auswärts an Turnieren teil.“ Und das mit Erfolg, als Mitglieder des Vereins kürzlich in Burg Stargard gleich dreimal auf dem Siegerpodest landen konnten.

Derzeit stehen bei den Barthern die Vorbereitungen auf ihr eigenes Turnier auf dem Plan. Dieses nennt sich „Affenjagd 2.0“ und wird am 6. November auf dem Schießplatz zwischen Barth und Bodstedt stattfinden. In der Zeit von 8 bis 9.30 Uhr findet an diesem Tag das Einschreiben der Teilnehmer sowie das Einschießen statt. Anschließend geht es auf dem Parcours von Station zu Station. „Die Tierattrappen sind unterschiedlich groß und stehen in unterschiedlichen Entfernungen vom Schützen. Die größte beträgt 65 Meter“, erklärt Georg Bauerschmidt. Übrigens sind Kurzentschlossene zu diesem Termin herzlich willkommen. „Jeder, der einen Bogen halten kann, kann mitmachen“, sagt er. Ein zweites Turnier werden die Bogenschützen auf dem heimischen Gelände mit dem so genannten „Bärenschuss“

dann im Frühjahr veranstalten.

Marco Schwarz

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