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Ein Pommer steuert die Preußen zu Edelmetall

Barth/Venedig Ein Pommer steuert die Preußen zu Edelmetall

Hans-Jürgen Fritz vom Barther Drachenbootverein Pommernexpress holt bei der Klub-Weltmeisterschaft mit einem Potsdamer Team Titel und Medaillen

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Hans-Jürgen Fritz vom Barther Drachenbootverein „Pommernexpress“ wurde mit den Preussen-Drachen in Venedig Clubweltmeister.

Quelle: Foto: Marco Schwarz

Barth/Venedig. Hans-Jürgen Fritz hat in seiner sportlichen Laufbahn als Steuermann im Drachenboot schon so einiges erlebt. Wenn der Barther aber die jüngsten Ereignisse spricht, dann ist ihm deutlich anzumerken, dass dabei mehr Emotionen als sonst im Spiel sind.

Erfolgreicher Nachwuchs

Die Jugendnationalmannschaft hat bei den Drachenboot-Weltmeisterschaften zwei Medaillen geholt. Im französischen Divonne les Bains gab es jeweils einmal Silber und Bronze. Zum deutschen Team gehörte mit der 17-jährigen Jenny Stürmer auch eine Paddlerin vom Barther Verein Pommernexpress.

Bei der Klub-Weltmeisterschaft in Venedig steuerte Fritz die Preußen-Drachen Potsdam (Altersklasse Ü 50) zu vier Gold-, zwei Silber- und einer Bronzemedaille. „Das ist allen Teammitgliedern sehr nahegegangen“, sagt Hans-Jürgen Fritz.

Was er meint: Erst kürzlich verstarb der etatmäßige Steuermann der Preußen-Drachen, Norbert Ohst. Ihm widmete das Team die Weltmeistertitel und Medaillen. „Da gab es schon einige Tränen. Wir hatten uns im Vorfeld entschlossen, auch für Ohsti (Spitzname von Norbert Ohst, d. Red.) an den Start zu gehen“, sagt der Steuermann.

Doch wie kommt eigentlich ein Pommer zu den Preußen? „Ich bin bereits seit drei Jahren bei bestimmten Ereignissen für die Potsdamer dabei“, erläutert Hans-Jürgen Fritz. Der 60-Jährige steuerte das Team bereits bei der Klub-Europameisterschaft im Juli im ungarischen Szeged zum Erfolg. Schon dort war die Bilanz mit drei Titeln sowie zweimal Silber und einmal Bronze über die verschiedenen Streckenlängen und Bootsklassen überragend.

„In Drachenbootkreisen kennt man sich halt. Zu den Preußen-Drachen pflegen wir vom Pommernexpress bereits seit 20 Jahren gute Kontakte“, berichtet Hans-Jürgen Fritz. Und so sei die Anfrage der Potsdamer, ob er nicht als Steuermann aushelfen könne, fast schon folgerichtig gewesen. „Das macht für mich einfach auch den Geist unserer Sportart aus. Teamgeist existiert über die Vereinsgrenzen hinweg“, meint der Barther. Und gemeinsame Erfolgserlebnisse, wie in diesem Monat in Venedig, schweißen eben noch mehr zusammen.

Die Bedingungen seien aufgrund von Flachwasser auf der Strecke vor der Lagunenstadt etwas schwierig gewesen. „Umso schöner ist es, dass wir diese Erfolge einfahren konnten“, ist Hans-Jürgen Fritz noch immer begeistert. Und insbesondere eine Silbermedaille sei sportlich gesehen besonders wertvoll gewesen. „Da sind wir als älterer Jahrgang bei den Ü-40-Jährigen mitgefahren und Vizeweltmeister geworden“, berichtet der Steuermann.

Für ihn und die Mitglieder des Barther Pommernexpress ist die Saison jetzt beendet. „Im Winter werden wir sicher wieder bei einigen Indoor-Cups an den Start gehen. Und das Fitnesstraining steht natürlich auch in der kalten Jahreszeit auf dem Programm“, sagt das Urgestein des Drachenbootpaddelns in der Vinetastadt. Erst recht, weil die Planungen für das nächste Jahr für mehrere Teammitglieder echte Höhepunkte vorsehen. „Einige unserer Paddler wollen bei den Europameisterschaften in der Deutschen Nationalmannschaft dabei sein“, weiß Hans-Jürgen Fritz zu berichten. Die Grundlagen müssen ab jetzt gelegt werden.

Die EM wird im August 2018 in Brandenburg an der Havel stattfinden. Dafür müssen sich die Barther Paddler zunächst beim Verband bewerben und sich dann dem harten Auswahlverfahren stellen.

„Möglicherweise können wir ja im kommenden Sommer wieder einige internationale Medaillen feiern“, hofft Hans-Jürgen Fritz.

Marco Schwarz

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