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Ein Verein in der Erfolgsspur

Dettmannsdorf-Kölzow Ein Verein in der Erfolgsspur

Bei der Reitsportgemeinschaft Wöpkendorf wurde das Jubiläum 50 Jahre organisierter Pferdesport gefeiert

Dettmannsdorf-Kölzow. Wenn über Pferdesport in unserer Region gesprochen wird, dann kommt man an der Reitsportgemeinschaft (RSG) Wöpkendorf nicht vorbei. Auf eine 50-jährige Tradition kann der Verein in diesem Jahr zurückblicken. Das Jubiläum wurde jetzt gefeiert. Dazu hatten die Mitglieder, an der Spitze die Vorsitzende Birca Roos, in das traditionsreiche Kulturhaus nach Dettmannsdorf eingeladen. „Wir sind zwar ein Verein, aber noch mehr eine große Familie. Das scheint das Erfolgsrezept zu sein. Das spricht sich rum“, sagte Birca Roos. Den Startschuss für eine Pferdesportorganisation gab der damalige LPG-Vorsitzende Bruno Pfannenstiel im Jahre 1966. Er kaufte für die LPG gezielt zwei Pferde vom damaligen Fohlenhof Ganschow und gründete zusammen mit Joachim Gallus, Walter Haas, Günter Blatt, Peter Horn, Ernst Wegner, Karl Roos, Fritz Smuda, Rolf Hathwig und Hans Hannemann am 7. Juli 1966, in Verbindung mit einem Übungsturnier, die Sektion Pferdesport der BSG Wöpkendorf. Von Anfang an gab es jeweils am 8. Mai Reitveranstaltungen.

Eine tragende Rolle spielte von Anfang an die Familie Roos, die einst aus dem Schwabenland nach Mecklenburg kam. Von den sechs Geschwistern Irmgard, August, Otto, Karl, Frank und Walter Roos ist letzterer mit 60 Jahren auch heute noch im Sattel aktiv, spielt eine tragende Rolle und führte die Organisation auch eine Etappe als Vorsitzender. 1988 kam die Rüganerin Birca Roos, geborene Rehmer, hinzu. Am 7. Juni 1990 wurde die Sektion Pferdesport in eine Abteilung Pferdesport der Sportgemeinschaft (SG) Wöpkendorf umgebildet und Birca Roos ihre Vorsitzende.

„Wir hatten zu DDR-Zeiten einen guten Trägerbetrieb, der es uns ermöglichte, unseren Sport frei und kostengünstig auszuüben“, so Birca Roos. Das änderte sich 1990 in der politischen Wende. „Aber die neu gegründete Agrar GmbH hielt weiter zu uns. Als die Versteigerung der Pferde nicht mehr abzuwenden war, hatten wir wieder Glück. Wir konnten unsere langjährigen Turnierpferde für 1000 Mark kaufen und den Stall behalten“, so die Vorsitzende weiter.

Auch der Platz blieb dem Verein erhalten, so dass Anfang Mai die Turniere nahtlos fortgesetzt werden konnten. Nur der Parkplatz ging verloren, was bei Veranstaltungen Sorgen bereitete. Weil sich viele Menschen zu Beginn der 1990-er Jahre wegen ihrer beruflichen Zukunft umorientieren mussten, sank die Mitgliederzahl und erreichte 2002 mit nur noch zehn ihren Tiefpunkt. Es war Uwe Baranowski, Mitglied seit 39 Jahren, der in dieser schwierigen Zeit eine kleine Kindergruppe aufbaute, die Birca Roos später mit Unterstützung von Kathrin Rüssel übernahm. Dennoch stagnierte die Vereinsarbeit.

„Und 2003 erlebten wir das schwierigste Jahr“, berichtete Birca Roos. Das Turnier war in dem Jahr total verregnet und in den Folgejahren gingen die Starterzahlen zurück. „Wir mussten um unsere Existenz kämpfen“.

Aber alle Schwierigkeiten wurden überwunden. „Heute kommen die Reiter in großen Scharen zu uns“, freute sich Birca Roos. Ein Problem gab es dennoch: Der Verein musste Stall und Trainingsplatz abgeben. Einmal mehr war es Bürgermeister Stefan Schmidt, der sich für den Verein einsetzte. Im November 2007 bekam der Wöpkendorfer Pferdesport eine neue Heimstätte in Kölzow.

„Und jeden einzelnen Tag bin ich froh, glücklich und überaus dankbar, wenn ich nach Kölzow komme“, sagte die Vereinsvorsitzende. Damit verbunden war auch der Gang in die Eigenständigkeit des Vereins, der im Oktober 2008 mit der Gründung der RSG Wöpkendorf vollzogen wurde.

Nun war die RSG in der Erfolgsspur. Die Mitgliederzahlen stiegen von zehn (2002) auf jetzt 75. Drei große Veranstaltungen werden durchgeführt. Das Osterfeuer mit Flutlichtspringen, das Mai-Turnier mit 800 bis 900 Starts und bereits zum 3. Mal die Ponytage MV. Das Leben und die Aktivitäten im Verein haben sich herumgesprochen. Zahlreiche erfolgreiche Turnierreiter anderer Regionen schließen sich inzwischen der RSG Wöpkendorf an. „Wir leben Verein und den Zusammenhalt, freuen uns miteinander, spenden uns gegenseitig Trost und bieten Hilfe an, wenn es nicht so läuft. Aber wir üben auch Kritik, wenn die Richtung nicht stimmt“, sagte Birca Roos.

Franz Wego

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