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Barth Eine Stadt auf den Beinen

Vierte Auflage der Großveranstaltung „Barth bewegt sich“ lockte hunderte Zuschauer und Akteure an den Hafen

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Barth bewegt sich: Hier zeigen die Nachwuchsfußballer vom heimischen SVB ihr Können im Sand.

Quelle: Fotos: Volker Stephan

Barth. Spannung und Action am und auf dem Wasser – dafür sorgten die Organisatoren von „Barth bewegt sich“ am Hafen der Vinetastadt. 17 Vereine und Unternehmen präsentierten sich mit ihren Angeboten bei der vierten Auflage der Großveranstaltung. Mittelpunkt des Geschehens war natürlich wieder das große Sandspielfeld, das sich Beach-Handballer, Beach-Fußballer und Beach-Tennisspieler teilten.

OZ-Bild

Vierte Auflage der Großveranstaltung „Barth bewegt sich“ lockte hunderte Zuschauer und Akteure an den Hafen

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Ich freue mich vor allem, so viele interessierte Zuschauer am Hafen zu sehen.“Dietrich Bohn (85)

Am dichtesten umlagert waren die Handballer des SV Motor Barth und ihre auswärtigen Gäste. Bereits am Freitagabend ging es bei der Barther Betriebsmeisterschaft im HaFu (je eine Halbzeit Handball und Fußball) trotz des kühlen und windigen Wetters heiß her. „Da war was los, es gab richtig spannende Spiele zu sehen“, schwärmte Kampfrichter Jürgen Mogge. Als großer Überraschungssieger ging schließlich das Team der Boddenland GmbH aus dem Wettkampf hervor.

Die außerordentliche der Sportart Handball hat in Barth eine sehr lange Tradition, die weit in die ersten Jahrzehnte der DDR-Zeit zurückreicht, als die Stadt weithin als Hochburg galt. „Die Unterabteilung Handball im SV Motor Barth ist im Spielbezirk Rostock heute noch der Verein mit den meisten Mannschaften – darunter allein neun Kindermannschaften“, berichtete Jürgen Mogge stolz.

Auch auf dem benachbarten Beach-Fußballfeld wurde erbittert um Tore gekämpft. Der weiche Sand hemmte die Geschwindigkeit der barfuß agierenden Akteure. Und die Torschüsse mit dem kleinen Kunststoffball fielen weit weniger heftig aus, als gewohnt, doch dafür – quasi als Entschädigung – ließen sich auch die weichen Stürze schneller verschmerzen.

Auf den Beach-Tennisfeldern herrschte ein von zahlreichen Zuschauern verfolgter Dauerbetrieb. Tennis auf weichem Strandsand verlangt sowohl den Spielern, als auch den Zuschauern ein gewisses Maß an Umdenken ab: Der Tennisball prallt nämlich nach dem Auftreffen auf den Sand kaum ab, sondern bleibt der Stelle liegen.

Die Motocrosser des MSC Barth waren mit einigen Maschinen vor Ort, um für Nachwuchs zu werben. Außerdem informierten sie über ihren großen jährlichen Renntag auf dem Kaninchenberg am 13. August.

Der große Vorteil des Hafengeländes als Veranstaltungsort besteht in der Möglichkeit, auch auf dem Wasser Wettbewerbe durchzuführen. So richtete die Jugendgruppe des Barther Segler-Vereins eine Miniregatta aus, während die Teams des Drachenbootvereins zuschauerfreundlich vor der Ballastkiste paddelten.

Noch größer will Ulf Röwer von der Abteilung Leichtathletik des SV Motor Barth im nächsten Jahr die Laufwettbewerbe aufziehen. Am Samstag hatten etwa 40 Kinder ihre Läufe absolviert. „Eine Überraschungsleistung bot Carlotta Jahn, die trotz ihrer sieben Jahre erst auf den letzten 200 Metern überholt wurde und sich den 2. Platz bei den Kindern sicherte.“

Dietrich Bohn (85), ein Barther Urgestein des Sports, hatte am Samstagvormittag mit Bürgermeister Stefan Kerth die Veranstaltung eröffnet und ließ es sich auch am Nachmittag nicht nehmen, am Hafen vorbeizuschauen. Ganz besonders freute er sich, die uralte Tradition der Betriebsmeisterschaften wiederbelebt zu sehen. „Kleinere Betriebe hatten sich einst zusammengetan, um gemeinsam eine Mannschaft zu bilden. Das wäre auch heute eine Option, um künftig noch mehr Mannschaften im Turnier zu haben.“ In der Veranstaltung sieht Dietrich Bohn die Fortführung der einstigen Barther Sportwoche aus den 1950er-Jahren. „Ich freue mich vor allem, so viele interessierte Zuschauer am Hafen zu sehen.“

Sehr zufrieden mit dem Wochenende war Cheforganisator Peter Thum von der Abteilung Handball des SV Motor. Dennoch wurde er angesichts der Zukunft der Veranstaltung etwas nachdenklich: „Wir wissen noch nicht, an welchem Ort wir sie im nächsten Jahr ausrichten können. Eigentlich bleibt nur der gepflasterte Hafenplatz, denn auf dem Fischfabriksgelände soll nach dem Willen der Stadt nun doch ein großer Wohn- und Geschäftskomplex entstehen“.

Ergebnisse

Beachhandball, Frauen: 1. SV Pädagogik Rostock, 2. Barther Sandrobben, 3. „Wir Sand Helden“ II, 4. SV Motor Barth, 5. „Wir Sand Helden“ I.

Beachhandball, Männer: 1. Ribnitzer HV, 2. Seehausen, 3. Motor Barth, 4. Barther Allstars, 5. Team Azrael.

Beachfußball, Frauen: 1. BSG ScanHaus Marlow, 2. Barth. 3. Trinwillershagen, 4. Graal-Müritz. 5. Stralsund.

Beachfußball, G-Junioren: 1. FSV Dummerstorf, 2. BSG ScanHaus Marlow. 3. SV Barth II, 4. SV Barth I.

Beachfußball, F-Junioren: 1. Rot-

Weiß Trin, 2. BSG ScanHaus Marlow, 3. SV Prohner Wiek, 5. SV Barth I.

Beachfußball, E-Junioren: 1. FC Pommern Stralsund, 2. TSG Zingst, 3. SV Barth.

Firmen-Stadtmeisterschaft HaFU (je eine Halbzeit Handball und Fußball): 1. Boddenland, 2. Schiffswerft Barth, 3. TAB GmbH.

Beach-Tennis, Männer: 1. Martin Domnick/Sebastian Pick, 2. Jan Ramthun/Thomas Marquardt, 3. Stefan Schaldach/Michael Schaldach.

Beach-Tennis, Mix: 1. Annika Hoffmann/Stefan Stuth 2. Elke Niendorf/Jan Ramthun 3. Yvonne Sperber/Thomas Marquardt.

Beach-Tennis, Mix Kinder: 1. Niclas Linke/Olaf Röder 2. Florentine und Mariella Schröter 3. Laura Schaldach/Nora Gläser.

Bamibinilauf (400 m): 1. Hannah Kersten (Motor Barth).

Kinderlauf (1800 m), Mädchen: Amy Wallis 2. Karlotta Jahn, 3. Josephine Siewert (alle Motor Barth). Jungen: 1. Miekes Metzner, 2. Jendrick Glander, 3. Davian Zienow (alle Motor).

Segeln, Laser: 1. Johannes Winter, 2. Elaine Thum, 3. Lisa Hoffsommer.

Volker Stephan

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