Volltextsuche über das Angebot:

26 ° / 15 ° Regenschauer

Navigation:
Handball-Talent Hopp träumt von großer Bundesliga-Karriere

Ribnitz-Damgarten Handball-Talent Hopp träumt von großer Bundesliga-Karriere

16-jähriger Ribnitz- Damgartener will ab August im Leistungszentrum bei den Füchsen Berlin durchstarten.

Ribnitz-Damgarten. Für Lukas Hopp ist heute ein ganz besonderer Tag: sein 16. Geburtstag. Und in diesem Jahr hat der Ribnitz-Damgartener noch viel mehr Grund zum Feiern als in den vergangenen Jahren, denn ab Mitte August zieht’s das Talent zu Handball-Erstligist Füchse Berlin. Die Bundeshauptstädter sind amtierender deutscher B-Jugend-Meister und einer der Vorzeigeklubs in Sachen Nachwuchsförderung – eine Top-Adresse im Spitzensport.

„Ich freue mich auf die tolle Chance, Schule und Leistungssport optimal miteinander verbinden zu können“, betont Hopp, der zuletzt für die U 17 des HC Empor Rostock in der Ostsee-Spree-Liga aufgelaufen war. Doch als er seinen Abschied in Richtung Berlin bekanntgab, war Schluss in der Hansestadt. In Berlin wird der Schüler fortan das Schul- und Leistungssportzentrum besuchen und im Internat wohnen.

Die Berliner Scouts wurden auf Hopp aufmerksam, obwohl der 1,97 Meter große Rückraumspieler mit Empors Junioren in der vergangenen Saison nur den letzten Tabellenplatz belegte. Kurz nach einem Sichtungslehrgang des Deutschen Handball-Bundes (DHB) im Februar in Kienbaum (Brandenburg), bei dem Hopp zu den neun auffälligsten unter 120 Spielern zählte und in die DHB-Auswahl berufen wurde, klingelte daheim das Telefon. Am anderen Ende der Leitung: Volker Zerbe (48), ehemaliger Bundesliga- und Nationalspieler und aktuell Sportkoordinator bei den Füchsen Berlin.

„Herr Zerbe lud mich zum Probetraining inklusive eines Schulbesuchs ein. Es lief gut. Nach einem Gespräch mit den Berliner Verantwortlichen und meinen Eltern entschied ich mich, die Herausforderung dort anzunehmen“, erinnert sich Lukas Hopp.

„Der Wechsel nach Berlin ist eine tolle Sache für Lukas. Wir freuen uns, dass er diese Möglichkeit bekommt und sind stolz, einen Hoffnungsträger hervorgebracht zu haben“, meint Klubgründer und Vorstandsmitglied Stefan Stuht (44) vom MV-Ligisten Ribnitzer HV.

Trainingsauftakt für Hopp beim neuen Verein ist am 15. August. Bis dahin genießt der Bernsteinstädter die Sommerferien. Saisonstart für die Füchse- Jugend ist am 17. September in der Lilli-Henoch-Sporthalle in Hohenschönhausen gegen den LHC Cottbus. Dann beginnt die Mission Titelverteidigung.

„Mein Ziel ist es jedoch, erstmal in Berlin anzukommen und mir einen Stammplatz zu erkämpfen“, sagt Hopp, dessen Stärke der Sprungwurf ist. Verbessern will er seine Abwehrarbeit. „Dafür muss ich körperlich zulegen und robuster werden“, weiß der Linkshänder. „Generell kann und muss ich mich überall noch steigern.“

Begonnen hat Lukas Hopp seine handballerische Laufbahn beim Ribnitzer HV, wo er zuletzt nach dem Ausscheiden in Rostock auch noch in der ersten Mannschaft unter der Leitung von Thilo Meyer mittrainierte, um sich fit zu halten. 2007 hatte ihn Kumpel Lukas Schumacher mit zum Schulprojekt genommen. „Meine erste Trainerin war Christine Lahn. Handball hat mir von Beginn an Spaß gemacht“, erinnert sich Hopp. „Deshalb habe ich auch das Schwimmen bei der DLRG aufgegeben. Es passte zeitlich nicht mehr.“

2013 wechselte der Hüne dann vom RHV nach Rostock in die C-Jugend des HCE. Dort trainierte er zunächst unter Empor-Legende Siegfried Sanftleben. Später war Philipp Kaiser sein Coach.

„Lukas hat schon immer viel Freizeit fürs Training geopfert. Wir haben ihn meistens viermal in der Woche nach Rostock gefahren“, sagt Mutter Daniela Hopp, die in ihrer Jugend- und Studienzeit selbst Handball spielte. Vater Maik war dagegen Boxer in Ribnitz-Damgarten. Beide drücken ihrem Sohn nun fest die Daumen, dass er bei den Füchsen glücklich wird und sich durchsetzen kann. „Mit 16 ist Lukas alt genug, das Elternhaus zu verlassen. Trotzdem wird sein Wechsel nach Berlin für uns eine große Umstellung“, glaubt Daniela Hopp. Immerhin, einige der neuen Mitspieler kennt ihr Filius bereits als Kontrahenten oder von der Jugend-Nationalmannschaft.

„Lukas hat sich gut entwickelt, muss aber noch disziplinierter, fleißiger und härter an sich arbeiten, um in Berlin seinen Weg zu machen. Die Anforderungen sind dort deutlich höher. Wir drücken ihm dafür die Daumen, dass er es packt“, sagt Thilo Meyer. Der 49-Jährige will den Werdegang des Ribnitzer Talents aus der Ferne weiterhin beobachten.

Tommy Bastian

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Straßburg

Beim ersten Härtetest vor den Olympischen Spielen hat die deutsche Handball-Nationalmannschaft eine Niederlage kassiert. Der Europameister spielt damit beim Vier-Nationen-Turnier EuroTournoi nur um Platz drei. Vor allem im Angriff haperte es.

mehr
Mehr aus Sport Ribnitz-Damgarten
Die besten Wettquoten der Ostsee gibt es im Bundesliga-Quotenvergleich von SmartBets.