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Handballer am Totensonntag gefordert

Ribnitz-Damgarten Handballer am Totensonntag gefordert

MV-Liga-Spitzenspiel: Ribnitzer HV empfängt Aufstiegsfavorit SG Greifswald/Loitz

Ribnitz-Damgarten. . Die Begegnung der ersten Männermannschaften dieser Vereine hat’s noch nie gegeben: Ribnitzer HV (RHV) gegen SG Greifswald/Loitz. Doch am Sonntag (16 Uhr, Sporthalle „Am Mühlenberg“) treffen beide Teams im Topspiel der Mecklenburg-Vorpommern-Liga erstmals aufeinander. Der Tabellendritte empfängt den verlustpunktfreien Spitzenreiter.

RHV-Manager Stefan Stuht hofft: „Es könnte ein attraktives und spannendes Spiel werden.“

Klar ist allerdings: Dazu bedarf es einer gehörigen Leistungssteigerung der Ribnitzer, die vergangene Woche in Warnemünde (23:25) verdient unterlagen. Es war die erste Pflichtspielniederlage nach sechs Siegen hintereinander.

Trainer Thilo Meyer wollte trotz des Rückschlags nicht auf sein Team draufhauen. „So ist es eben im Sport, nicht jeder Tag ist gleich“, meint der 49-Jährige. Ihm ist aber bewusst, dass seine Mannschaft „diesmal von Beginn an konzentriert und energisch auftreten muss. Ansonsten werden wir abgeschossen“, warnt Meyer. Sein Team habe allerdings nichts zu verlieren. „Der Druck liegt beim Gegner, der sicher wieder aufsteigen möchte.“

Greifswald/Loitz hat seine bisherigen sechs Punktspiele alle gewonnen und reist mit 12:0 Punkten in die Bernsteinstadt. „Die Loitzer haben enorme Qualität für die MV-Liga. Viele Spieler waren schon höherklassig aktiv“, sagt Stefan Stuht. Die Ribnitzer (10:4) müssen schon ihre Bestleistung abrufen, um „das Ergebnis eng zu gestalten“, so der 44-Jährige. „Dann ist am Ende vielleicht auch ein Sieg drin“, gibt sich Stuht durchaus optimistisch. Meyer sieht’s ähnlich: „Die SG hat eine erfahrene Truppe, aber wir sind sicher nicht chancenlos. Ich hoffe auf ein schönes Spiel für unser Publikum.“

Als HSV Peenetal Loitz spielte der RHV-Kontrahent lange Zeit überregional, bis 2011 sogar in der 3. Liga. Aus dieser stiegen die Vorpommern dann als Tabellen-14. ab. Zuvor waren sie mehrfach Fünfter geworden. 2013 erreichte der HSV noch den zweiten Rang in der Oberliga Ostsee-Spree, verpasste den Wiederaufstieg nur knapp. Doch danach ging’s abwärts.

Nach zwei elften Plätzen folgte im vergangenen Frühjahr der Abstieg in die MV-Liga. Danach fusionierte der Verein mit Greifswald und bildet seitdem im Herrenbereich eine Spielgemeinschaft (SG) mit den Hansestädtern. Mannschaftsbetreuer Steffen Teetz erklärt: „Unser erstes Ziel in dieser Saison ist es, im Land vorne mitzuspielen, also um die Plätze eins bis drei. Die Meisterschaft und der Aufstieg sind kein Muss.“

Der Klub wolle die Entwicklung in der Hinrunde, die bislang optimal verläuft, abwarten. Zum Jahreswechsel soll es dann Gespräche über die weitere Ausrichtung geben. „Ein Oberliga-Aufstieg muss gut vorbereitet sein, denn der Aufwand ist dort viel größer“, sagt Teetz, der rund 50 Gäste-Fans beim Spiel in Ribnitz-Damgarten erwartet.

Eine stimmungsvolle Atmosphäre scheint daher garantiert. Mit einer Einschränkung: Trommeln sind diesmal verboten. Stefan Stuht erklärt warum: „Da an diesem Wochenende Totensonntag ist, haben wir einige Auflagen bekommen. Extremer Lärm soll vermieden werden, besonders deshalb, weil die Sporthalle in unmittelbarer Nähe zum Friedhof ist“, verdeutlicht der RHV-Vorstand.

Zur gewöhnlichen Anwurfzeit für die Heimspiele des Ribnitzer HV, nämlich sonnabends um 18 Uhr, ist die Arena diesmal jedoch durch andere Sportarten belegt. Deshalb mussten die Handballer auf den ungewöhnlichen Termin ausweichen.

Im Vorspiel trifft die C-Jugend des Ribnitzer HV ab 13.45 Uhr auf den Stralsunder HV.

Tommy Bastian

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