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Körperlich fit auch im Rentenalter

Zingst Körperlich fit auch im Rentenalter

Seniorensportgruppe im Zingster Kurmittelcentrum kann Erfolge unterschiedlicher Art vorweisen

Zingst. Eigentlich hatte Gerd Griephan seine sportlichen Ambitionen längst aufgegeben. „Nach einem Schlaganfall im Jahr 2012 ist an Wettkampfsport nicht mehr zu denken gewesen“, berichtet der heute 75-Jährige. Doch Griephan, begeisterter Leichtathlet, kehrte in diesem Jahr zurück auf die Tartanbahn. Und das äußerst erfolgreich. Bei den World Medical an Health Games, den Weltspielen für Menschen aus medizinischen Berufen im slowenischen Maribor, holte der ehemalige Apotheker drei Gold- (400 m in 80,23 s; 200 m in 35,96 s und 100 m in 17,25 s) und eine Silbermedaille (Weitsprung mit 3,41 m) in seiner Altersklasse. „Das waren für mich, vor allem nach der Vorgeschichte, unvergleichliche Erlebnisse. Ich liebe den Konkurrenzkampf auf der Bahn“, sagt Gerd Griephan.

 

OZ-Bild

Gerd Griephan trainiert unter Anleitung von Klaus Bergmeier auf dem Laufband.

Quelle: Marco Schwarz

Nicht ganz unbeteiligt an diesen Erfolgen ist Klaus Bergmeier (75), langjähriger Physiotherapeut der Handball-Nationalmannschaft der Männer, der im Zingster Kurmitelcentrum eine Seniorensportgruppe betreut. „Ich bin vor zwei Jahren zu Klaus gekommen. Er hat festgestellt, dass ich besser drauf bin, als ich selbst gedacht hätte. Erst durch das Training bei ihm in Zusammenarbeit mit den Ärzten habe ich in Maribor teilnehmen können“, erzählt Gerd Griephan.

„Bewegung ist gerade auch für Senioren sehr wichtig“, weiß Klaus Bergmeier nicht zuletzt aus eigenen Erfahrungen. „Es lässt sich durch den Sport einiges erreichen. Krankheiten vorzubeugen oder danach den Weg zurück ins Leben zu finden, zählt mit Sicherheit dazu“, weiß der 75-Jährige.

Ein weiteres Beispiel dafür ist auch Rainer Petschaelis (60). „Nach einer schweren Erkrankung hat mir der Sport sehr geholfen“, sagt der Zingster. „Wichtig ist, sich auch dann noch zu betätigen, wenn die Schmerzen dann mal wieder weg sein sollten“, rät er. Inzwischen kann er wieder seinem großen Hobby nachgehen. Bei der TSG Zingst trainiert Gerd Petschaelis zwei Fußball-Nachwuchsmannschaften.

Die Gesundheit ist auch für Sabine Weinhardt ein Grund, das Angebot in der Seniorensportgruppe wahrzunehmen. „Außerdem sind mir natürlich die sozialen Kontakte, die ich hier knüpfen kann, ganz wichtig. Das spielt gerade im Rentenalter neben der körperlichen Fitness eine wichtige Rolle“, meint die 71-Jährige aus dem Ostseeheilbad Zingst.

Klaus Bergmeier, der unter anderem auch die Handballer des Ribnitzer HV als Physiotherapeut begleitete, wird nun allerdings seinen Abschied nehmen und in Süddeutschland neue Herausforderungen annehmen (OZ berichtete). Er gehe aber davon aus, dass die Seniorensportgruppe im Kurmittelcentrum Zingst fortbestehen werde (siehe auch nebenstehendes Interview). Eine große Lücke wird er dennoch hinterlassen.

msz

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