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Mehr als 600 Radsportler kamen in Marlow auf Touren

Marlow Mehr als 600 Radsportler kamen in Marlow auf Touren

Lucas Carstensen holt Sieg bei 13. Scanhaus-Cup / Zuschauerinteresse groß wie nie / Im Plan fürs kommende Jahr ist ein Fixie-Rennen mit Rädern ohne Bremse

Marlow. Mehr als 600 Radsportler aus dem professionellen, halbprofessionellen Bereich und dem Breitensprt sind am Wochenende bei den vielfältigen Rennen des 13.

Scanhaus-Cups Marlow an den Start gegangen. Während das Bergkriterium am Samstag über 65 Kilometer rund um den Marlower Stadtkern führte, waren die Fahrer beim Straßenrennen am Sonntag im Flachland des weitläufigen Stadtgebietes unterwegs.

„Natürlich möchte ich in diesem Jahr den Hattrick versuchen“, erklärte Lizenzfahrer Henner Rödel (31) aus Schkopau vom Team Ur-Krostitzer-Giant. Nachdem er noch vor drei Jahren aufgegeben und am Straßenrand auf das Streckenfahrzeug gewartet hatte, war er in den beiden Vorjahren als Gesamtsieger aus der Veranstaltung hervorgegangen. Nach dem Sieg beim Rundenrekordrennen (1:37, 716) und dem 3.

Platz beim Rundstreckenrennen über 65 Kilometer (1:40:30 h) am Samstag hoffte er, mit seiner Zeit beim Straßenrennen am Sonntag erneut den Gesamtsieg erzielen zu können.

Das Marlower Rennen nimmt in seinem diesjährigen Sportkalender einen herausragenden Platz ein. „Es ist eines der schönsten Rennen in ganz Deutschland. Mittlerweile hat es nämlich Seltenheitswert, wenn zwei verschiedene Rennen, Bergkriterium und Straßenrennen, an einem Ort ausgerichtet werden.“ Vor allem das Bergkriterium am Samstag mit der 50 Mal zu überwindenden Steigung und dem häufigen Gegenwind sei eine große Herausforderung, gestand der Sportler. Nicht umsonst würden die Fahrer Marlow als Klein-Thüringen bezeichnen.

Am Sonntagnachmittag musste sich Henner Rödel dann doch mit dem zweiten Platz begnügen. Lucas Carstensen vom RG KED-Stevens Rad-Team Berlin hatte ihm beim Straßenrennen über 112,5 Kilometer den Sieg streitig gemacht. Obwohl der Berliner beim Rundstreckenrennen am Vortag noch eine Sekunde hinter seinem Konkurrenten gelegen und den vierten Platz belegt hatte, verschaffte ihm die doppelte Wertigkeit des Straßenrennen den Sieg.

Einen spektakulären Anblick boten Radsportprofi Stefan Nimke als Pilot und Scanhaus-Chef Friedemann Kunz als Sozius auf einem Tandem beim Rundenrekordfahren für Jedermann (2:28,208 Minuten). Eckehard Rehberg als weiterer prominenter Teilnehmer und Schirmherr der Veranstaltung hatte gegen sie mit seinen 2:43,625 Minuten keine Chance.

Stefan Nimke selbst engagiert sich seit 2013 im Rehabilitationssport und hat sich mit seinem sehbehinderten Tandempartner für die Paralympics in Rio de Janeiro qualifiziert. Auch Kunz ist gern sportlich aktiv und mit der Familie oft mit dem Rad unterwegs. „Speziell deshalb haben wir uns vor einigen Jahren neue Fahrräder angeschafft“, berichtete er.

Auch Mitorganisator Uwe Meincke freute sich, besonders über die beinahe verdoppelte Teilnehmerzahl bei den Familien- und Kinderrennen, und kündigte für das kommende Jahr die Möglichkeit einer ganz besonderen Attraktion an. „Die große Szene der Fixie-Fahrer — lauter Verrückte — hat angefragt, ob sie im Stadtgebiet ein Rennen fahren dürfen.“ Sollte ein Rennen mit den Rädern ohne Bremsen stattfinden, werden zusätzliche Strohballen geordert.

Von Volker Stephan

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