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PSV-Coach Juhl geht wehmütig

PSV-Coach Juhl geht wehmütig

Im letzten Spiel des 30-Jährigen kommt Ribnitz-Damgarten gegen Absteiger Tribsees nicht über ein 1:1 hinaus

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Trainer Tony Juhl wurde vor dem Anpfiff von Spielern und Verantwortlichen des PSV Ribnitz-Damgarten verabschiedet.

Quelle: Tommy Bastian

Ribnitz-Damgarten. Sein letztes Spiel als Trainer des PSV Ribnitz- Damgarten hatte sich Tony Juhl anders vorgestellt. Der 30-Jährige wollte sich mit einem Sieg vom Verein, seinen Spielern und den Fans im Stadion „Am Bodden“ verabschieden. Daraus wurde nichts. Die PSV-Elf kam gestern gegen Tabellenschlusslicht und Absteiger Tribseeser SV nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus.

Die Ribnitz-Damgartener beenden die Saison in der Fußball-Landesliga, Staffel Nord, auf dem achten Platz.

„Wir waren überrascht, wie bissig Tribsees noch zu Werke ging. Selbst haben wir unclever gespielt, wollten zu sehr mit dem Kopf durch die Wand. Wir haben es verpasst, mehr über die Außen anzugreifen und den Ball besser laufen zu lassen“, analysierte Juhl enttäuscht. Niko Treptow rettete den Gastgebern wenigstens das Remis, als er den Ball nach einem zu kurz abgewehrten Freistoß von Lars Bastian zum 1:1 über die Linie drückte. „Das Ergebnis geht in Ordnung, zufrieden sind wir damit nicht“, betonte der scheidende Coach.

Dennoch blickt der Borner, der die Ribnitz-Damgartener im September übernommen hatte, zufrieden zurück auf das vergangene Dreivierteljahr. „Es hat mir tierisch viel Spaß gemacht, mit den Jungs zu arbeiten. Ich hätte supergerne weitergemacht, denn es hat gut funktioniert. Und mein Eindruck ist, dass auch die Spieler viel Spaß hatten“, sagt Juhl.

Der dreifache Familienvater arbeitet als Sporttherapeut in einer Zingster Klinik und wohnt in Born. „Das ist der Knackpunkt: die große Distanz zwischen Wohn- und Arbeitsort sowie dem Verein in Ribnitz-Damgarten. Die langen Fahrwege kosten einfach zu viel Zeit, das hätte ich nicht gedacht“, erklärt Juhl die Gründe für seinen Rücktritt. In Zukunft will er mehr für seine Familie da sein.

Dem PSV drückt Juhl, der vorm Anpfiff von den Aktiven sowie den Klubverantwortlichen Ralf Lindemann und Jörg Rohde mit Präsenten verabschiedet wurde, weiterhin die Daumen. „Die erste Mannschaft braucht in der Breite mehr Spieler. Es müssten zwei, drei Leute her, die in der Landesliga mithalten können“, wünscht Juhl seinem Nachfolger Steven Oklitz, der gestern schon mal sein neues Team unter die Lupe nahm (Beitrag links). „Wir hatten unvergleichbar viele Spieler, die am Wochenende immer mal wegen beruflicher Verpflichtungen fehlten. Deshalb hatten wir jede Woche eine andere Aufstellung.

Dann brauchst du adäquaten Ersatz, den wir in dieser Saison nicht hatten. Wenn alle Spieler zur Verfügung stünden und noch zwei, drei Leute dazukämen, dann wäre sicher mehr drin als der achte Platz“, verdeutlicht Juhl.

Der achte Rang ist das Mindestziel des PSV im neuen Spieljahr, um sich vor der Spielklassenstruktur-Reform in der Saison 2017/18 weiterhin für die Landesliga zu qualifizieren.

PSV: Kracht – Noramirjan, Todenhagen, Hanke, Kunstmann – Cummerow, N. Treptow, Kuster, Bastian – Bleeck (62. Abubakari Fatawu), Kleinfeldt.

Tore: 0:1 S. Karg (64.), 1:1 N. Treptow (79.). Schiedsrichter: Sven Rusche (Schwaan). Zuschauer: 90.

Bildergalerie zum letzten Spiel unter: www.oz-sportbuzzer.de

Tommy Bastian

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