Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
PSV-Elf dreht erneut Rückstand

Ribnitz-Damgarten PSV-Elf dreht erneut Rückstand

Ribnitz-Damgartener Landesliga-Fußballer bezwingen den Laager SV nach 1:2 noch mit 3:2 und feiern erstmals zwei Siege hintereinander / Kleinfeldt nicht zu stoppen

Voriger Artikel
Anmeldeschluss für Marathon über Rügenbrücke
Nächster Artikel
Motor siegt dank starker Torwart-Leistung

Zwei Leistungsträger: Marc Kuster (l., hier im Spiel gegen Warnemünde) traf für den PSV zum 1:0 gegen Laage, Torjäger Adrian Kleinfeldt (Nr. 10) markierte kurz vor Schluss den 3:2-Siegtreffer.

Quelle: Tommy Bastian

Ribnitz-Damgarten. Torjäger Adrian Kleinfeldt hat am Sonnabend den Sturmlauf der Landesliga-Fußballer vom PSV Ribnitz- Damgarten gekrönt. Mit seinem achten Saisontor schoss der 26-Jährige die Heim-Elf im Stadion „Am Bodden“ zum umjubelten 3:2 (1:2)- Erfolg gegen den Laager SV. Zum zweiten Mal hintereinander drehten die Gastgeber damit in der Schlussphase einen Rückstand und feierten den dritten Sieg in der laufenden Spielzeit.

OZ-Bild

Ribnitz-Damgartener Landesliga-Fußballer bezwingen den Laager SV nach 1:2 noch mit 3:2 und feiern erstmals zwei Siege hintereinander / Kleinfeldt nicht zu stoppen

Zur Bildergalerie

Statistik

PSV Ribnitz-Damgarten: Falck – Cummerow, Todenhagen, Hanke, Kunze – Rurik, Hirschmüller, Kuster, Bastian – Gnoth (68. Levien), Kleinfeldt.

Tore: 1:0 Kuster (11.), 1:1, 1:2 C. Klein (13., 35.), 2:2 Rurik (76.), 3:2 Kleinfeldt (86.). Gelb-Rot: Christian Klein (69., wegen Meckerns).

Schiedsrichter: Mike Rauch (Rostock). Zuschauer: 75.

„Ein Riesenkompliment ans Team für die Moral. Noch mal so viel rauszuholen in der Schlussviertelstunde, das ist schon Wahnsinn“, lobte PSV-Trainer Steven Oklitz seine Mannschaft. „Wir haben nur noch Herzschlagspiele und Dramen bei uns“, ergänzte der 31-Jährige, der nach eigener Aussage graue Haare seit seinem Amtsantritt zu Beginn der Saison bekommen hat. Die tolle Einstellung und der Einsatz seiner Elf, so Oklitz, lassen diese allerdings vergessen.

Unterm Strich landeten die Ribnitz-Damgartener gegen die konterstarken Laager einen „dreckigen“ Sieg. Beide Seiten hätten das Spiel für sich entscheiden können. Wie schon in der jüngsten Partie gegen Warnemünde (5:3) half den Hausherren eine glückliche Schiedsrichter-Entscheidung. Der Rostocker Unparteiische Mike Rausch gab den Treffer zum vermeintlichen 3:1 für Laage (68.) nicht. Er hatte zuvor ein Handspiel der Gäste gesehen. Doppeltorschütze Christian Klein beklagte sich darüber dermaßen, dass er wegen Meckerns innerhalb weniger Sekunden zweimal die Gelbe Karte und damit Gelb-Rot sah.

Der Offensivspieler musste den Platz vorzeitig verlassen und Laage zu zehnt weiterspielen. „Das war die Initialzündung für uns“, meinte Oklitz. Wenige Minuten später traf Mittelfeldspieler Philipp Rurik mit einem fulminanten Distanzschuss zum etwas schmeichelhaften Ausgleich für die PSV-Elf, die lange Zeit viel zu ungenau agierte.

„Gefühlt kam nur jeder 18. Pass beim Mitspieler an“, ärgerte sich Ribnitz-Damgartens Coach Steven Oklitz. Doch in der Schlussphase nahm seine Mannschaft richtig Fahrt auf und startete in Überzahl einen Sturmlauf. Nach einem tollen Spielzug stand Adrian Kleinfeldt schließlich goldrichtig. Der Stürmer schob den Ball zum 3:2-Endstand in das gegnerische Tor. Kleinfeldt ist nicht zu stoppen und derzeit der absolute Punktegarant für die PSV-Kicker. Er trifft aus allen Lagen.

„Wir hätten uns über ein Unentschieden oder sogar eine Niederlage nicht beschweren können. Aber das interessiert in zwei Wochen niemanden mehr. Die drei Punkte sind unfassbar wichtig. Jetzt haben wir etwas Abstand nach unten“, verdeutlichte Oklitz.

Der PSV (jetzt zehn Punkte) verbesserte sich in der Landesliga Nord auf den siebenten Tabellenrang, der den sicheren Klassenerhalt bedeuten würde. Am kommenden Pokal-Wochenende haben die Ribnitz-Damgartener spielfrei.

Eine Woche später empfangen sie den Doberaner FC, der in der Hinrunde alle seine Begegnungen auswärts austrägt, weil der eigene Sportplatz erneuert wird. Dann stehen auch die Brüder Niko und Tilo Treptow wieder zur Verfügung, die diesmal urlaubsbedingt fehlten. Beide schauten sich ein Football-Spiel in London an.

PSV-Spiele gucken, das lohnt sich!

König Fußball ist die Sportart Nummer 1 in Deutschland. Das ist auch in Ribnitz-Damgarten so, betrachtet man die Mitgliederzahlen in den hiesigen Sportvereinen. Doch das Zuschauer-Interesse bei den Heimspielen der Landesliga-Kicker des PSV Ribnitz-Damgarten ist rückläufig. Am Sonnabend verfolgten lediglich 75 Gäste die spannende Partie gegen den Laager SV (3:2). Unverständlich.

Immerhin ist die erste Männermannschaft des PSV das Aushängeschild der Bernsteinstadt und der Umgebung. Seit 2009 spielen die Ribnitz-Damgartener in der Landesliga, der zweithöchsten Spielklasse von Mecklenburg-Vorpommern. Dort belegte die PSV-Elf dreimal einen Medaillenrang und verpasste den Aufstieg in die Verbandsliga damit nur knapp.

Ganz besonders lobenswert ist, dass alle Spieler des Teams aus dem eigenen Nachwuchs kommen. Ein Umstand, den es heute immer seltener gibt in den höheren Ligen. Aktive aus Ribnitz-Damgarten spielen für Ribnitz-Damgarten – für ihren Heimatverein und ihre Stadt. Unentgeltlich. Und auch, wenn hier und da was misslingt: Moral, Einsatz und Leidenschaft stimmen, das zeigen die jüngsten Auftritte, in denen mehrfach Rückstände gedreht und verloren geglaubte Spiele noch gewonnen wurden. Den wenigen Schaulustigen wurden beachtliche 26 Tore in fünf Heimspielen geboten – und drei Siege. Es lohnt sich also, in das schmucke Stadion „Am Bodden“ zu gehen.

Also Ribnitz-Damgartener, den nächsten Heim-Termin vormerken: Am 15. Oktober (14 Uhr) geht’s gegen Doberan. Dann hoffentlich vor mehr Fans, das haben sich die PSV-Männer verdient!

Tommy Bastian

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Spielbericht

Bis zur 65. Minute träumen die Gladbacher Fans von einer großen Sensation, dann schlägt die Weltauswahl von Barcelona eiskalt zu. Damit hat die Borussia nur noch geringe Chancen auf den Achtelfinal-Einzug in der Champions League.

mehr
Mehr aus Sport Ribnitz-Damgarten
Die besten Wettquoten der Ostsee gibt es im Bundesliga-Quotenvergleich von SmartBets.