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Pokal-Krimi: PSV-Elf scheitert im Elfmeterschießen

Graal-Müritz Pokal-Krimi: PSV-Elf scheitert im Elfmeterschießen

Ribnitz-Damgarten unterliegt in erster Runde bei Liga- kontrahent Graal- Müritz 4:5. Trainer Oklitz: September wird sehr wichtig für die Saison.

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Graal-Müritz. Im Elfmeterschießen auszuscheiden, das ist ärgerlich. Trotzdem war Trainer Steven Oklitz vom PSV Ribnitz-Damgarten nach dem frühen K.o. gleich in der ersten Runde des Fußball-Landespokals am Sonnabend nicht gefrustet. Im Gegenteil: „Die Mannschaft hat sich angesichts unserer angespannten Personallage großartig verkauft, auch nach dem unnötigen Rückstand den Kopf nicht in den Sand gesteckt und eine geschlossene Leistung gezeigt“, lobte der 31-Jährige nach dem 4:5 (1:1, 0:0) beim Landesliga-Kontrahenten TSV Graal-Müritz.

OZ-Bild

Ribnitz-Damgarten unterliegt in erster Runde bei Liga- kontrahent Graal- Müritz 4:5. Trainer Oklitz: September wird sehr wichtig für die Saison.

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Die Gäste waren ohne acht mögliche Stammspieler (Marcus Hanke, Lars Bastian, Niko Treptow, Marco Kracht, Etienne Gnoth, Lukas Berlin, Paul Sund und Adrian Kleinfeldt) angetreten. Dennoch hatten die Ribnitz-Damgartener in der regulären Spielzeit über 90 Minuten die besseren Chancen. Der sehr agile Philipp Rurik und Sascha Cummerow vergaben die besten Möglichkeiten, die Bernsteinstädter in Führung zu schießen. Auf der Gegenseite parierte Ersatztorwart Gunnar Falck, der diesmal das Tor hütete, einmal bärenstark und verhinderte den Rückstand. Es blieb beim torlosen Remis und ging in die zweimal 15 Minuten Verlängerung.

Dort waren gerade zwei Zeigerumdrehungen rum, als die Hausherren „aus abseitsverdächtiger Position“ (Oklitz) in Führung gingen. Ulrich Eickhoff traf zum 1:0 für Graal-Müritz. Doch die Gäste, die keinen Wechselspieler zur Verfügung hatten, zeigten Moral. Fünf Minuten vor Schluss rettete Max Levien die PSV-Elf mit seinem Treffer zum 1:1 ins Elfmeterschießen. Auch dieses Tor, so PSV-Coach Steven Oklitz, sei aus abseitsverdächtiger Position gefallen. „Vielleicht war es ausgleichende Gerechtigkeit“, mutmaßte er. „Auf alle Fälle war das 1:1 verdient!“

Doch im Entscheidungsschießen fehlte zuerst Aushilfskapitän Marc Kuster vom PSV das Glück. Nach seinem Schuss landete der Ball nur am Pfosten. Später scheiterte Teamkamerad Tilo Treptow. Besser machte es TSV-Torwart Tobias Schindler, der in seiner Jugend auch für Ribnitz-Damgarten spielte. Er hielt zunächst gegen Treptow und traf schließlich selbst zum umjubelten 5:4-Endstand.

„Schade für uns. Den Graal-Müritzern Glückwunsch zum Sieg! Doch vor allem drücken wir Spielertrainer Tim Hermann die Daumen, dass seine Verletzung nicht so schlimm ist, wie befürchtet“, betonte Oklitz. Hermann war nach wenigen Minuten bei der Landung nach einem Kopfballduell umgeknickt und musste danach ausgewechselt werden.

Für den PSV Ribnitz-Damgarten war es die dritte Niederlage im vierten Pflichtspiel. „Der Saisonstart ist von den Ergebnissen her nicht optimal. Ein Sieg und zwei Niederlagen. Würden wir in diesem Rhythmus in der Liga weitermachen, hätten wir am Saisonende weniger als 30 Punkte“, analysiert Steven Oklitz. „Aber der Auftakt war sehr schwierig“, betont der Neu-Coach, der seit Saisonbeginn im Amt ist.

Er gibt sich optimistisch, dass sein Team in den kommenden Wochen in die Erfolgsspur findet. „Wir haben in den ersten 45 Minuten immer gut gespielt. Jetzt müssen wir die Leistung auf 90 Minuten übertragen und auch nach Rückständen eine Antwort haben und die entsprechende Körpersprache zeigen. Dann bekommen wir auch den Punkteschnitt hoch“, meint Oklitz. „Wir sind auf dem richtigen Weg. Und jetzt gilt’s: Der September wird sehr wichtig für die Saison werden“, meint der B-Lizenz-Trainer mit Blick auf die anstehenden Heim-Partien gegen den VfL Bergen (10.9) und den SV Warnemünde (24.9.) sowie das Auswärtsspiel dazwischen beim Lokalrivalen SV Rot-Weiß Trinwillershagen (18.9.). In diesen Begegnungen entscheidet sich, wohin die Reise des PSV geht.

• Mehr zur ersten Landespokal-Runde unter: oz-sportbuzzer.de

Statistik

TSV Graal-Müritz: Schindler – Gutmann, Schollmaier, Rickler (65. Eickhoff) – Helm, Hecht, Hermann (9. Borgwardt), Herrmann – Lawitzki (65. Eickhoff) – Möller, Lebermann.

PSV Ribnitz-Damgarten: Falck – Grüschow, Kunze, Todenhagen, Kunstmann – Cummerow, Kuster, T. Treptow, Rurik – Levien, Hirschmüller.

Tore: 1:0 Eickhoff (92.), 1:1 Levien (115.). Elfmeterschießen: 2:1 Herrmann, Kuster an den Pfosten, 3:1 Hecht, 3:2 Kunze, Schollmaier scheitert an Falck, 3:3 Todenhagen, 4:3 Gutmann, 4:4 Cummerow, 5:4 Schindler, T. Treptow scheitert an Schindler. Schiedsrichter: Jason Thiele (Rostock). Zuschauer: 100.

Tommy Bastian

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