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Dierhagen Premiere mit Hindernissen

Starker Wind macht Organisatoren und Akteuren bei der ersten Runde der Beach-Tennis-Oberliga zu schaffen

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Liegen aussichtsreich im Rennen: Frank Schröter (r.) und Jens Starck (Team Nordlichter I).

Quelle: Fotos: Marco Schwarz

Dierhagen. Fast hätten die Organisatoren der ersten Beach-Tennis-Oberliga in Dierhagen ein böses Erwachen erlebt. „Als wir am Sonnabendmorgen um 7 Uhr an den Strand kamen, mussten wir eine Entscheidung treffen: spielen oder absagen“, berichtete Thomas Oberwalder vom Tennisverband MV. Und Jens Starck vom Mitveranstalter TC Blau-Weiß Barth fügte hinzu: „Der starke Wind hat uns riesige Kopfzerbrechen bereitet.“ Doch schließlich fiel die Entscheidung: Erstmalig wurde in Deutschland ein Ligabetrieb in dieser Trendsportart aufgenommen. „Es war zwar phasenweise etwas grenzwertig, aber letztendlich haben wir diese bundesweite Premiere ganz gut über die Bühne gebracht“, sagte Oberwalder.

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Starker Wind macht Organisatoren und Akteuren bei der ersten Runde der Beach-Tennis-Oberliga zu schaffen

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Es ist natürlich sehr schade, dass der Wind schöne und längere Ballwechsel verhindert hat.“Thomas Oberwalder,

Tennisverband MV

Gut lief es vor allem auch für ein Team von Mitorganisator TC Blau-Weiß Barth, der drei Doppel – übrigens unter der Bezeichnung „Nordlichter“ – in den Spielbetrieb schickte. Frank Schröter und Jens Starck blieben unbezwungen und gewannen alle vier Gruppenspiele des ersten Spieltags. „Jetzt zählen wir sicher mit zu den Titelanwärtern“, meinte Starck augenzwinkernd, wohl wissend, dass auch die Mannschaften „Beach Buddys“ (Stralsund) und „Lucky Loser“ (Rostock) in ihren Gruppenspielen eine weiße Weste wahren konnten. Bei den Stralsundern kam mit Martin Domnick (an der Seite von Sebastian Pick) ein bekanntes Gesicht zum Einsatz. In der Tennis-Oberliga ist Domnick nämlich für die Barther aktiv.

Ausgeglichen verlief hingegen der Wettbewerb für die beiden übrigen Teams der „Nordlichter“. Christian Neubert und Henry Brüngel sowie das Brüderpaar Michael und Stefan Schaldach haben jeweils zwei Siege und zwei Niederlagen in der Ergebnisliste stehen. „Die Partien, die wir gewonnen haben, haben wir eigentlich dominiert. Bei den Niederlagen ging es zum Teil recht eng zu. Aber vor allem hat es großen Spaß gemacht“, resümierte Christian Neubert.

Ihre Fortsetzung findet die Beach-Tennis-Oberliga nun am 14. August in Boltenhagen. Dort wird dann der Landesmeister bei den Herren gekürt. „Nach Abschluss der Gruppenspiele werden in den Überkreuzvergleichen der beiden Gruppenersten die Finalteilnehmer ermittelt“, erläuterte Thomas Oberwalder den Modus. Insgesamt haben 14 Herrendoppel den Spielbetrieb aufgenommen. Sie ermitteln in zwei Gruppen die Halbfinalteilnehmer. „Diese Resonanz hat uns überrascht und natürlich gefreut“, kommentierte Thomas Oberwalder.

Bei den Damen stehen die Landesmeisterinnen indes schon fest und wurden am Sonnabend in Dierhagen ausgezeichnet. Lea Kenzler und Thea Kunz aus Rostock (als Team „Atlanta“ gestartet) kamen mit den stürmischen Bedingungen am besten zurecht und setzten sich unter vier Teams ungeschlagen durch.

„Es ist natürlich sehr schade, dass der Wind schönere und längere Ballwechsel verhindert hat“, zog Thomas Oberwalder sein Fazit des ersten Spieltages der Beach-Tennis-Oberliga. „Und natürlich hätten wir uns auch ein paar mehr Zuschauer gewünscht. Aber das haben die schwierigen Bedingungen verhindert“, fügte er hinzu. Trotzdem könne man zufrieden sein. „Uns ist es gelungen, den offiziellen Spieletrieb zu starten.“ Jens Starck meinte: „Ich denke, es war eine runde Sache und die Teams hatten ihren Spaß am Strand.“

Anders als beim klassischen Tennis geht es bei dieser Trendsport-Variante wesentlich lockerer zu. Laute Musik begleitet die Akteure während ihrer Spiele. „Eines unserer Ziele ist es, über das Beach-Tennis auch jüngere Leute für die Sportart zu begeistern“, sagte Thomas Oberwalder. Und deshalb gibt es bereits weitere Überlegungen. „Wir planen auch für das kommende Jahr einen Ligabetrieb“, so das Präsidiumsmitglied des Tennisverbandes Mecklenburg-Vorpommern. „Der Sport ist noch in der Findungsphase. Es gibt viel freien Raum.“ Man befinde sich mit den übrigen Landesverbänden in Abstimmung.

Ein erster Schritt zur Etablierung von Beach-Tennis wurde nun im Ostseebad Dierhagen vollzogen.

Blick ins Regelwerk

Die Regeln sind weitgehend vom Tennis übernommen. Gespielt wird auf Beachvolleyball-Feld (16 mal 8 m) bei einer Netzhöhe von 1,70 m mit Beach-Tennis-Schlägern (Paddles) und drucklosen Tennisbällen vorwiegend als Doppel oder Mixed-Doppel. Es gibt keinen zweiten Aufschlag. Bei einer Netzberührung nach dem Service wird das Spiel ohne Unterbrechung fortgesetzt. Gezählt wird wie beim „normalen“ Tennis. Allerdings entfällt die Vorteilsregel. Bei Einstand (40:40) entscheidet der nächste Punkt über das Spiel. Im Gegensatz zum klassischen Tennis darf das Publikum laut anfeuern und Musik gehört zum guten Ton.

• Informationen:

www.tennisverband-mv.de

Marco Schwarz

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