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RHV enttäuscht im letzten Heimspiel

Ribnitz-Damgarten RHV enttäuscht im letzten Heimspiel

Ribnitzer MV-Liga-Handballer unterliegen gegen die TSG Wismar mit 25:26 / Rund 300 Fans feiern trotzdem mit ihrer Mannschaft

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Ben Meyer (am Ball) wird in dieser Szene unfair gestoppt. Der Rückraumspieler agierte nach auskurierter Knieverletzung erstmals von Beginn an. Er könnte in der Pokal-Endrunde eine wichtige Rolle spielen. FOTOS (5): TOMMY BASTIAN

Ribnitz-Damgarten. In der zweiten Halbzeit trauten viele der rund 300 Zuschauer in der fast ausverkauften Sporthalle Am Mühlenberg ihren Augen nicht. Nach der 17:13-Führung (32.) lief bei den MV-Liga-Handballern des Ribnitzer HV (RHV) im Angriff kaum noch was zusammen. Lediglich acht weitere Treffer erzielten die Hausherren in den verbleibenden 28 Spielminuten. Das war zu wenig. Die Gäste von der TSG Wismar drehten das Ergebnis, die Ribnitzer unterlagen in ihrem letzten Heimspiel der Saison mit 25:26 (16:13).

OZ-Bild

Ribnitzer MV-Liga-Handballer unterliegen gegen die TSG Wismar mit 25:26 / Rund 300 Fans feiern trotzdem mit ihrer Mannschaft

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RHV-Trainer Thilo Meyer war enttäuscht vom Auftritt seiner Mannschaft. „Wir waren im zweiten Abschnitt nicht mehr konsequent genug im Abschluss, haben unsere spielerische Linie in der Offensive verloren. Unsere Außen waren vorne schwach“, kritisierte der 50-Jährige besonders Stephan Sohn und Max Bux, die kein Tor markierten.

Dabei begannen die Gastgeber vor der Rekordkulisse rasant. Nach vier Minuten führten die Ribnitzer schon mit 4:0. Sie verwandelten dank großer Entschlossenheit und Zielstrebigkeit ihre ersten vier Torwürfe allesamt.

TSG-Coach Sven Hünerbein nahm daraufhin eine Auszeit und stellte sein Team neu ein. Danach agierten die Wismarer engagierter und belohnten sich dafür mit dem Anschlusstreffer zum 4:5. Es entwickelte sich eine temporeiche und gutklassige Partie. Die Ribnitzer hielten dagegen und zogen wieder davon – 10:5 durch Michael Jacobsen (14.). In der Folge verteidigte die RHV-Sieben bis zur Pause ein Drei-Tore-Polster.

Danach kam die Wende. „Wir haben stark angefangen, aber auch stark nachgelassen“, meinte der 30-jährige Jacobsen und begründete das so: „Im Angriff haben wir zu viele einhundertprozentige Torchancen ausgelassen.“

Während die Ribnitzer Rückraumspieler immer ungenauer warfen und ein ums andere Mal an den gegnerischen Torhütern scheiterten, kam die TSG zu vielen einfachen Toren. Neun Minuten nach dem Seitenwechsel mussten die Gastgeber deshalb den Ausgleich zum 18:18 hinnehmen. Vier Zeigerumdrehungen später gerieten sie erstmals in Rückstand (20:21).

In der Schlussviertelstunde versuchten die Ribnitzer, noch mal den Ausgleich zu erzielen. Vergeblich. „Der letzte Abschluss von Alex (der Spitzname von Alexander Dukart/d. Red.) war bezeichnend.Völlig frei vor dem Tor hat er nicht geguckt, wo der Torwart steht und diesen dann angeworfen“, ärgerte sich Coach Thilo Meyer über die Szene 28 Sekunden vor dem Ende, als Dukart wenigstens einen Zähler hätte retten können.

Fokus liegt voll auf Pokal

Bis zum Pokal-Halbfinale müsse man sich steigern, meint Jacobsen. „In dem Wettbewerb wollen wir uns für eine gute Saison belohnen“, sagt der RHV-Kapitän mit Blick auf das Final Four, das am 7. Mai in der Sport- und Kongresshalle in Güstrow ausgetragen wird.

In der MV-Liga bleiben die Ribnitzer (25:21 Punkte) trotz der zehnten Niederlage vor dem letzten Spieltag am kommenden Sonnabend in Stavenhagen auf dem sechsten Tabellenplatz. Der Fokus liegt jedoch schon voll auf der Pokal-Endrunde. Dort treffen die Bernsteinstädter im Halbfinale auf Ligakontrahent Schwaaner SV, den sie in den Punktspielen zweimal bezwungen haben. Wismar (28:20) hat bereits 24 Liga-Partien bestritten und beendet die Spielzeit 2016/17 auf dem fünften Rang.

RHV-Vorstand Stefan Stuht ließ sich vom enttäuschenden Resultat gegen die TSG nicht die Laune verderben. Er lobte die Mannschaft: „Die Jungs haben das ganze Jahr über großen Aufwand betrieben und großen Einsatz gezeigt – das war auch diesmal so.“ Die Niederlage im letzten Heimspiel sei ärgerlich, aber Rückschläge gehören im Sport dazu. Er freute sich riesig darüber, dass so viele Fans, Mitglieder und Freunde den Weg in die Mühlenberghalle gefunden hatten. Sie feierten im Anschluss an die Partie bei Musik, Wildschwein am Spieß, Gegrilltem und kühlen Getränken gemeinsam mit der Mannschaft den Saisonabschluss. „Der Verein lebt“, betont Stuht.

Ein langjähriges Mitglied wurde jedoch vor Spielbeginn verabschiedet: Erik Peters. Der 28-Jährige, der schon als kleiner Steppke im RHV-Nachwuchs aktiv war, verlässt die Bernsteinstädter und geht berufsbedingt nach Hamburg. Zum Dank erhielt er einen Geschenk-Gutschein und ein Erinnerungstrikot. Trainer Thilo Meyer setzte Peters allerdings nicht ein, weil dieser vergangene Woche nicht trainiert und am Donnerstag unentschuldigt bei der Übungseinheit gefehlt haben soll.

Statistik

Ribnitzer HV: Lürken, Kleinecke – Dukart 8, Jacobsen 7/2, B. Meyer 5, Sohn, Brandt 3, Bux, Voss, Krohn 2.

Siebenmeter: RHV 2/2, TSG 4/4

Strafminuten: RHV 8, TSG 10

Zuschauer: 299

Weiterhin spielten:

SV Einheit Demmin – Schwaaner SV 36:22, SV Matzlow-Garwitz – Stavenhagener SV 28:28, SV Warnemünde – Güstrower HV 32:22, SG Uni Greifswald/Loitz – HC Empor Rostock II 30:21

Tommy Bastian

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