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Ribnitzer Handballer bejubeln Derbysieg

Grimmen Ribnitzer Handballer bejubeln Derbysieg

Beim überraschend deutlichen 35:26-Erfolg in Grimmen spielen sich die Gäste phasenweise in einen Rausch

Grimmen. Das gab’s lange nicht mehr. Die Handballer des Ribnitzer HV (RHV) haben am Samstagabend das Prestige-Duell in der Mecklenburg-Vorpommern-Liga beim HSV Grimmen gewonnen. Und wie! 35:26 (16:13) lautete der Endstand einer fairen Partie vor rund 200 Zuschauern – darunter etwa 40 mitgereiste RHV-Anhänger – in der Sporthalle Süd-West.

Umso glücklicher waren die Ribnitzer Spieler um Mannschaftskapitän Michael Jacobsen. „Ein Sieg in Grimmen ist immer ein Höhepunkt, darauf können wir stolz sein. Wir hatten hier lange Zeit nicht mehr gewonnen. Diesmal waren wir konsequent in der Abwehr und haben entschlossen im Angriff gespielt“, analysierte der 30-Jährige zufrieden.

Im Vorjahr verloren die Ribnitzer beide Begegnungen mit den Grimmenern klar (20:25, 27:32). Deshalb hatte HSV-Coach Lars Kibscholl sein Team auch vor den Bernsteinstädtern gewarnt. „Ribnitz hat auf Revanche gebrannt. Aber uns ist nicht viel gelungen“, haderte der 36-Jährige. Er wollte seine Mannschaft aber nicht zu hart kritisieren: „Es gibt halt solche Tage, an denen kaum was zusammenläuft.

Wir haben viel probiert, aber es hat wenig geklappt. Uns haben vorne die Ideen gefehlt“, meinte Kibscholl, ein Grimmener Handball-Urgestein und seit Saisonbeginn Chefcoach der „Ersten.“

Von Beginn an legten die taktisch gut eingestellten Ribnitzer vor und führten schnell mit vier Toren Vorsprung – 5:1 (9.). RHV- Trainer Thilo Meyer hatte seine Truppe in der Abwehr sehr offensiv eingestellt. Die Gäste aus Ribnitz-Damgarten verteidigten deutlich vor der Sechsmeter-Raumlinie abwechselnd in einer 3-3-, 3-2-1- oder 5-1-Formation. Und sie waren enorm schnell auf den Beinen, verteidigten mit viel Lauf- und Einsatzbereitschaft.

Erst als die Ribnitzer vorne im Angriff sündigten und ihre Chancen nicht mehr so eiskalt wie in der Anfangsphase nutzten, kam Grimmen heran. Alexander Kopilow verkürzte für den HSV auf 7:8 (16.).

Doch auf der Gegenseite verwandelte der nervenstarke Steffen Wiegratz zwei Siebenmeter. Ribnitz zog wieder auf 10:7 (19.) davon und behauptete bis zur Pause ein Drei-Tore-Polster (16:13).

Zu Beginn der zweiten Hälfte kam Ersatzmann Andreas Lürken (25) auf Initiative von Stammtorwart Tobias Kleinecke (27) ins Spiel und brachte die Gastgeber innerhalb weniger Minuten mit sechs Paraden zur Verzweiflung. Insgesamt wehrte Lürken zwölf gegnerische Würfe ab.

Die Ribnitzer waren offensiv erfolgreicher. Sie trafen aus allen Lagen und setzten sich vorentscheidend ab – 19:13 (34.), 22:17 (40.) und schon 25:18 (45.).

Thilo Meyer analysierte zufrieden: „Bei uns hat fast alles geklappt. Lange Zeit haben wir sehr konzentriert und überlegt gespielt. Wir waren wie im Rausch.“ Das Ergebnis, so der 49-Jährige, sei so deutlich ausgefallen, weil Grimmen unter seinen Möglichkeiten blieb. „Deshalb sollten wir das Resultat auch nicht überbewerten“, fordert Meyer vor den anstehenden Aufgaben.

In der MV-Liga haben die Ribnitzer zwei Wochenenden spielfrei. Das nächste Punktspiel steht am 5. November in der Sporthalle „Am Mühlenberg“ an. Gegner ist dann der SV Einheit Demmin. Vorher empfängt der RHV an gleicher Stelle am kommenden Sonnabend im Landespokal-Wettbewerb den Liga-Kontrahenten Güstrower HV.

Tommy Bastian

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