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Ribnitzer nehmen Absteiger Doberan ernst

Ribnitz-Damgarten Ribnitzer nehmen Absteiger Doberan ernst

MV-Liga-Handballer wollen am Sonnabend im letzten Auswärtsspiel den nächsten Schritt zum Klassenerhalt gehen

Ribnitz-Damgarten. Im Wettkampf ist er an der Seitenlinie außen vor. Und dennoch ist Thilo Meyer irgendwie mittendrin, agiert phasenweise wie ein Vulkan. Impulsiv, emotional, ja nicht selten wild gestikulierend stapft er auf und ab. Der Trainer der MV- Liga-Handballer gibt immer Vollgas, ist ein absoluter Siegertyp. „Ich bin mit Sport groß geworden, wurde so erzogen. Nach dem Motto: ‘Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, der hat schon verloren‘“, beschreibt der 49-Jährige.

Abseits des Wettkampf-Geschehens ist Thilo Meyer ein anderer Typ. Da zeichnen den Ribnitz-Damgartener, der beruflich als Kfz-Mechaniker tätig ist, Ruhe, Bescheidenheit und gesunder Optimismus aus.

Und genau mit diesen Tugenden hat Meyer sein Team zurück in die Erfolgsspur gebracht. Der Heimsieg zuletzt gegen den TSV Bützow (31:20) war ein ganz wichtiger Schritt in Richtung Klassenerhalt. Der nächste Schritt soll morgen (16.30 Uhr, Stadthalle) folgen. Dann gastiert der Ribnitzer HV im letzten Auswärtsspiel der Saison beim als Absteiger feststehenden Bad Doberaner SV II.

„Ein gefährlicher Gegner. Die Doberaner können befreit aufspielen. Sie haben nichts mehr zu verlieren“, warnt Meyer, der einst als Fußballer anfing, weil die Ribnitzer Handballer kein Jugendteam stellten. Erst als 15-Jähriger wechselte er zu der Sportart, die seither seine große Leidenschaft ist.

Am vorletzten Spieltag können die Ribnitzer (9., 17:27 Punkte) mit einem Sieg den Ligaerhalt voraussichtlich perfekt machen. Denn der zehnte Rang sollte reichen. Der Vorsprung auf Bützow (10., 15:29) beträgt zwei Zähler. Dazu hat der RHV die deutlich bessere Tordifferenz.

„Zur Anzahl der Absteiger aus der MV-Liga kann ich noch keine verbindliche Aussage machen“, sagt Jörg Dombdera, Geschäftsführer des Handballverbandes MV. Aber fest steht, dass es nur einen Regelaufsteiger aus der Verbandsliga gibt. Ob einer der beiden Finalisten — HSV Usedom II oder VfL Neukloster — das Aufstiegsrecht wahrnehmen will, dazu konnte Dombdera nichts sagen.

„Meldetermin beim Verband ist der 30. April. Danach wissen wir mehr“, meint der Ex-Manager des Stralsunder HV, dessen Abstieg aus der dritten Liga seit vergangener Woche feststeht. Die Sundstädter gehen runter in die Oberliga Ostsee-Spree. Aus dieser steigt die SG Greifswald/Loitz in die MV- Liga ab und wertet diese noch mal auf. Fortuna Neubrandenburg und der Bad Doberaner SV bangen noch um den Klassenerhalt.

„Wir sollten uns gar nicht viel mit der Konstellation im Abstiegskampf beschäftigen“, sagt RHV- Manager Stefan Stuht. Rückraumspieler Michael Jacobsen pflichtet ihm bei: „Wenn wir unsere Spiele gewinnen, brauchen wir nicht auf andere schauen.“ Thilo Meyer stimmt zu. Das ist die Einstellung, die der Trainer von seiner Sieben sehen will. „Wir dürfen nicht nachlassen, müssen die Spannung halten und die Doberaner als Gegner ernst nehmen“, fordert der Coach.

Von Tommy Bastian

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