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Ribnitzer peilen Wiedergutmachung an

Ribnitz-Damgarten Ribnitzer peilen Wiedergutmachung an

Morgen gilt‘s gegen Parchim/Matzlow-Garwitz / Im Hinspiel setzte es die höchste Saisonniederlage

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Ich gehe zuversichtlich in das Spiel gegen Parchim.“RHV-Trainer Thilo Meyer

Ribnitz-Damgarten. Als Spieler war Thilo Meyer ein Heißsporn, gab immer Vollgas. Große Einsatzbereitschaft und unbändiger Siegeswille zeichneten den früheren Rückraumspieler des Ribnitzer SV, später Ribnitzer HV (RHV), und zwischendurch des SV Motor Barth aus. Ab und an agierte er auch als Kreisläufer. Das ist lange her. Heute ist der 49-Jährige als RHV-Trainer ein Vorbild in Sachen Engagement, Loyalität und Optimismus. Dreimal wöchentlich steht er in der Halle, hält seinem Verein seit Ewigkeiten die Treue.

„Ich gehe zuversichtlich in das Spiel gegen Parchim“, sagt das Klub-Urgestein, 2001 Mitbegründer des Ribnitzer Handball-Vereins, vor dem Heimspiel morgen (18 Uhr, Sporthalle „Am Mühlenberg“) gegen die SG Parchim/Matzlow-Garwitz. Gegen den unmittelbaren Tabellennachbarn — Parchim (14:20 Punkte) ist Neunter — brennen die Ribnitzer (10., 13:21) auf Revanche.

An den 31. Oktober des vergangenen Jahres denken die Bernsteinstädter ungern zurück. An diesem Tag kassierten sie in Spornitz, wo die Spielgemeinschaft ihre Heimbegegnungen austrägt, die höchste Niederlage der laufenden Saison in der Mecklenburg-Vorpommern-Liga. 21:32 hieß es nach 60 Minuten aus Sicht der enttäuschenden Gäste. „Damals haben wir in der zweiten Hälfte 20 Minuten lang nicht das Tor getroffen“, erinnert sich Meyer und betont: „Das darf uns diesmal nicht passieren.“

Der Coach verrät auch, wie die Ribnitzer ein besseres Resultat erzielen können. „Es bleibt bei der gleichen Grundtaktik wie zuletzt: Wir wollen konzentriert und kompakt verteidigen und über schnelle, mutige und zielstrebige Angriffe selbst zum Torerfolg kommen.“ Steigern, so Meyer, müsse sich sein Team in der Chancenverwertung.

Der Handball-Experte ist deutlich gelassener geworden als zu seiner aktiven Zeit und den Anfangsjahren als Übungsleiter. Oft verfolgt er das Geschehen auf dem Spielfeld ganz ruhig von der Bank aus — mal im Sitzen, mal im Stehen. Meyer analysiert, was besser laufen könnte und versucht es der Mannschaft dann, vom Seitenrand aus oder in den Auszeiten, sachlich zu vermitteln.

Meyers Credo lautet: Alle Spieler sind wichtig. Der Ribnitzer setzt auf Geschlossenheit und Teamgeist. Er hofft, dass seine zuletzt verbesserten Rückraumschützen gegen Parchim den positiven Trend fortsetzen. „Wir sind in der zweiten Reihe gut aufgestellt, können dort flexibel reagieren, wenn ein Spieler mal einen schlechten Tag hat“, meint der Fachmann.

Gegen Schwaan (26:21) platzte vergangene Woche der Knoten bei Michael Jacobsen, der acht Tore erzielte. „Ich hoffe, dass es ein Befreiungsschlag war, ich die Leistung festigen und zu alter Form kommen kann“, meint der 29-Jährige und ergänzt: „Wichtig waren aber vor allem die zwei Punkte und dass wir als Team gut verteidigt haben.“

Trainer Meyer, der als Aktiver auch die eine oder andere Durststrecke durchlebt hat, stützt den früheren MV-Liga-Torschützenkönig, der für seinen Ex-Klub SV Warnemünde im Vorjahr noch treffsicherster Werfer in der Ostsee-Spree-Liga war (109 Tore). „Dachs (der Spitzname Jacobsen/d. Red.) hat gezeigt, wozu er fähig ist. Er wirkt generell befreiter in den vergangenen Wochen, das zeigt sich auch im Training“, sagt der Coach.

Neben Jacobsen werden voraussichtlich die Eigengewächse Ben Meyer, der Trainer-Junior, und Alexander Dukart den Rückraum bilden. Weitere Alternativen sind Uwe Krohn und Sebastian Nucklies, die auch als Rechtsaußen zum Zuge kommen könnten. Doch egal, wer beginnt. Das Ziel ist klar: „Wir wollen mit großem Einsatz, Teamgeist und Siegeswillen ein gutes Ergebnis erzielen“, fordert Meyer.

 



Tommy Bastian

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