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Scanhaus-Cup mit Teilnehmerrekord

Marlow Scanhaus-Cup mit Teilnehmerrekord

Mehr als 600 Radsportler liefern sich in und um Marlow rasante Rennen.

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In der scharfen Marlower Kurve wurde den rasanten Elite-Fahrern viel Augenmerk abverlangt, um Zusammenstöße zu vermeiden.

Quelle: Volker Stephan

Marlow. Mehr als 600 Radsportler nahmen am Wochenende im Rahmen des 14. Scanhaus-Cups an den Radrennen in und rund um Marlow (Vorpommern-Rügen) teil – der bisherige Teilnehmerrekord. Während sich am Sonntag Lizenzfahrer und Aktive aus Radsportvereinen aus dem gesamten Bundesgebiet maßen, wurde am Sonnabend auch Kindern und Familienteams aus der Region die Teilnahme an speziellen Rennen ermöglicht. Erstmals dabei waren in diesem Jahr die „Fixed“ genannten Szene-Rennräder ohne Bremsen, Freilauf und Gangschaltung.

Leider hatten aufgrund der ungenauen Wettervorhersage einige Radwanderer ihre Anmeldung für die aufwendig organisierte „Probier- und Genusstour“ durch das Recknitztal zurückgezogen. Wahrscheinlich hätten sich bei einer besseren Prognose noch mehr Interessenten zur Teilnahme am Fette-Reifen- und am Familienrennen auf den Weg in die Grüne Stadt gemacht. In und um Marlow war es Samstagnachmittag bei nachlassendem Wind vorwiegend sonnig, nur die Lufttemperatur entsprach nicht den Erwartungen an die Jahreszeit.

Beim Fette-Reifen-Rennen siegte Connor Lang aus Damgarten, der schon beim Familienrennen kurz vorher mit seinem Opa Bernd Kleinert (55) den zweiten Platz belegt hatte. Connor war zum dritten Mal dabei und hatte beim Fette-Reifen-Rennen im Vorjahr ebenfalls den Sieg errungen. Sein schickes Mountainbike hatten ihm seine Eltern geschenkt. „Eigentlich bin ich Fußballer, aber Radfahren ist ebenfalls mein Hobby“, so der Zehnjährige. Er versicherte, auch im nächsten Jahr teilnehmen zu wollen, während sein Opa versprach, ihn dann wieder beim Familienrennen zu unterstützen. „Ich fahre hauptsächlich Rad, um fit zu bleiben“, so Bernd Kleinert. „Manchmal nutze ich mein Rad für den 22 Kilometer langen Weg zur Arbeit - abends entsprechend für den Heimweg.“

Urkunden und nützliche Dinge fürs Rad

Alle Teilnehmer erhielten bei der Siegerehrung auf der Bühne neben Urkunden auch Beutel des Bike Market Rostock mit nützlichen Dingen fürs Rad, die Geschäftsführer Jörg Bänder übergab. An seinem Teamstand gleich nebenan konnten Interessenten ihre Leistungsfähigkeit auf einem eingespannten Rennrad mit regelbarem Bremsmechanismus am Hinterrad und elektronischer Anzeige testen. Friedemann Kunz, Hauptsponsor der Veranstaltung, probierte das System gleich mal aus. „Der 15.<TH>Scanhaus-Cup im nächsten Jahr ist ja schon ein kleines Jubiläum. Deshalb wollen wir uns zusätzlich etwas einfallen lassen, was wir bisher noch nicht hatten“, versprach er. Für ihn sei es wichtig, dass der sportliche Teil der Veranstaltung nicht ausufere, sondern ihr Charakter als Volksfest für jedermann erhalten bleibe. Bei den Rennen der aktiven Radsportler und vor allem der Lizenzfahrer konnte das Publikum immer wieder über die Geschwindigkeit staunen, mit der sie Runde für Runde die unangenehme Steigung hoch zum Marktplatz bewältigten.

Testlauf für Fixed-Fahrer

Die Fixed-Fahrer hingegen, denen keine Gangschaltungen und Bremsen zur Verfügung standen, mussten die anspruchsvolle Stadtrunde, vor allem die Einmündung der Kleinen Teichstraße in die Stralsunder Straße, etwas vorausschauender angehen. „Fixed-Rennen sind eine Trendsportart aus den USA. Die Fahrer sind nicht organisiert, klinken sich aber gern bei anderen Veranstaltungen ein“, erklärte Uwe Meinke vom ausrichtenden Förderverein Radfahren in MV. Man wolle ihnen in Marlow eine Bühne bieten und die Zusammenarbeit schon im nächsten Jahr ausbauen. „In diesem Jahr war es der Testlauf.“

Bürgermeister Norbert Schöler zeigte sich mit dem reibungslosen Ablauf sehr zufrieden. „Dass es so gut funktioniert, verdanken wir dem ehrenamtlichen Engagement und der hohen Einsatzbereitschaft unserer vielen Helfer. Dadurch sind wir in der Radsportszene zu einer guten Adresse geworden, was sich in der hohen Beteiligung – trotz der schlechten Wetterprognose – äußert.“ Als Beispiel verwies er auf die Streckenposten, die das ganze Wochenende bei Wind und Kälte auf ihren Positionen ausharrten. „Allen Beteiligten ein dreifaches dickes Dankeschön!“Glücklichweise kam es an beiden Tagen in keinem Rennen zu ernsthaften Kollisionen oder Stürzen. Die Ergebnisse wurden durch das Team von Tollense-Timing Neubrandenburg sofort nach Auswertung veröffentlicht.

(Internet: www.tollense-timing.de)

Volker Stephan

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