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Schwere Verletzung überschattet Sieg

Trinwillershagen Schwere Verletzung überschattet Sieg

4:2-Erfolg von Trinwillershagen gegen Warnemünde / Heimkehrer Oliver Bollhagen erleidet Wadenbeinbruch

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Trins Kapitän Thomas Brock wird vom Warnemünder Lars Grünberg attackiert. Letztlich setzten sich die Rot-Weißen durch.

Quelle: Fotos: Alexander Thiel

Trinwillershagen. Es sollte ein richtungweisendes Spiel für den SV Rot-Weiß Trinwillershagen im Kampf gegen den Abstieg aus der Fußball-Landesliga Nord werden. Das wusste auch Trainer Ronald Kohls vor der Heimpartie gegen den SV Warnemünde und hatte gefordert: „Ich hoffe, jeder weiß, dass wir Charakter zeigen müssen.“ Er wurde nicht enttäuscht. Mit dem 4:2 (3:1) feierte seine Mannschaft nicht nur den ersten Sieg des Jahres, sondern verschaffte sich im Tabellenkeller etwas Luft.

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4:2-Erfolg von Trinwillershagen gegen Warnemünde / Heimkehrer Oliver Bollhagen erleidet Wadenbeinbruch

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Statistik

SV Rot-Weiß Trinwillershagen: Dikow - Brock, Borowski, Siems, Heuer, Bollhagen, Füsting, Kornack, Linow, Ziegert, Pohl.

Tore: 1:0 Borowski (3.), 2:0 Bollhagen (6.), 3:0 Pohl (30.), 3:1 Kuhfeld (35.), 3:2 Grünberg (62.), 4:2 Pohl (79.).

Schiedsrichter: Steffen Ludwig, Assistenten: Detlef Gollek, Jens Heidelbach.

Zuschauer: 80.

Früh gingen die Platzherren in Führung. Zwei präzise Eckbälle von Toni Kornack fanden in Tom Borowski (3.) und Oliver Bollhagen (6.), die jeweils unbedrängt zum Abschluss kamen, ihre Abnehmer.

Warnemündes Coach Harry Krause war bedient: „Das war unnötig. Wir hatten überhaupt keine Zuordnung und haben wohl noch geschlafen“, ärgerte er sich über den 0:2-Rückstand.

Tatsächlich waren es die Gastgeber, die sehr diszipliniert den Ball laufen ließen und ein ums andere Mal zu guten Chancen kamen. Von den Gästen war in den ersten 30 Minuten nicht viel zu sehen.

Nachdem dann Trins Angreifer Robert Heuer kurz vor der Strafraumgrenze nahe der Grundlinie gefoult wurde, konnte Patrick Pohl nach dem folgenden Freistoß auf 3:0 erhöhen (30.). Wieder war Kornack, der für die Standardsituationen verantwortlich war, der Vorlagengeber. Kohls freute sich: „Diesmal können sich die Spieler belohnen, die in den vergangenen Spielen mit sich gehadert haben.“ Trin nahm das Tempo danach etwas raus, und prompt gelang Warnemünde durch Christian Kuhfeld der Anschlusstreffer (35.). In der Situation war die Triner Abwehr nicht konsequent genug.

Warnemünde spielte in der zweiten Hälfte nicht zwingend besser, dennoch wirkten die Rot-Weißen verunsichert. So war es nur eine Frage der Zeit, bis die Gäste aus Warnemünde nachlegen konnten: Lars Grünberg zog im Strafraum unbedrängt zum 3:2 ab. Nach zwei strafstoßverdächtigen Notbremsen an Heuer und Pohl ließ Schiedsrichter Steffen Ludwig weiterspielen. Doch die Gastgeber hielten sich nicht mit Diskussionen auf und gaben die Antwort. Pohl setzte sich gegen die Warnemünder Abwehr durch und erhöhte auf 4:2 (79.).

Drei Minuten später reklamierten die Gäste nach einem angeblichen Foul im Mittelfeld und forderten Freistoß. Doch Schiri Ludwig ließ die Partie weiterlaufen, und Christian Kuhfeld foulte in der Folge Trinwillershagens Heimkehrer Oliver Bollhagen so hart, dass dieser ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Später wurde ein vierfacher Bruch des Wadenbeins diagnostiziert. Kuhfeldt sah für die Aktion (86.) die Rote Karte. „Oli wird uns in den kommenden Wochen sehr fehlen. Wir wünschen ihm gute Besserung“, so Ronald Kohls zu der schweren Verletzung von Bollhagen, der erst in der Winterpause vom Verbandsligisten Grimmener SV zu seinem Heimatverein zurückgekehrt war.

Warnemünde hatte in Unterzahl noch gute Möglichkeiten. Trins Torhüter Martin Dikow musste zweimal in höchster Not zur Ecke klären. Doch am Ende blieb es beim verdienten 4:2-Heimsieg für die Rot-Weißen.

„Wir fressen zu viele Gegentore“, ärgerte sich Gäste-Trainer Harry Krause. Der 56-Jährige nahm seinen Spieler Kuhfeldt nach dem Platzverweis in Schutz: „Ihm tut diese Aktion sehr leid. Unser Spieler ist in keinster Weise unfair, er hatte zuvor noch nie einen Platzverweis gesehen. Wir wünschen Oliver schnelle Genesung.“

Sein Gegenüber, Trinwillershagen-Coach Ronald Kohls, atmete auf: „Wir leben noch.“ Seine Mannschaft verschaffte sich durch den ersten Rückrunden-Erfolg ein kleines Polster von vier Punkten Vorsprung vor dem ersten Abstiegsplatz, den momentan Richtenberg belegt. Am kommenden Sonnabend müssen die Triner (11., 16 Punkte) beim Laager SV (6., 34) antreten.

Von Alexander Thiel

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