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Sieges-Serie gerissen: Ribnitzer HV verliert auswärts

Warnemünde Sieges-Serie gerissen: Ribnitzer HV verliert auswärts

Handballer spielen beim 23:25 gegen Warnemünde schwache erste Halbzeit / Leistungssteigerung im zweiten Abschnitt reicht nicht für Punktgewinn

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Alexander Dukart (am Ball) war in Rostock gemeinsam mit Steffen Wiegratz und Ben Meyer (alle 6) bester Ribnitzer Torschütze.

Quelle: Tommy Bastian

Warnemünde. Schlechte Stimmung beim Ribnitzer HV (RHV): Die rund 30 mitgereisten Fans waren bedient. Trainer Thilo Meyer musste ihnen erklären, warum er erneut nicht gewechselt hatte – besonders nach dieser schwachen Leistung in der ersten Halbzeit. Meyer ließ sechs Akteure durchspielen. Die RHV-Handballer unterlagen am Sonnabend beim SV Warnemünde verdient 23:25 (10:16) und kassierten damit die erste Niederlage nach sechs Pflichtspiel-Siegen hintereinander.

Wir haben die erste Halb- zeit total ver- pennt.“Trainer Thilo Meyer (49), Ribnitzer HV

Thilo Meyer haderte: „Wir haben die erste Halbzeit total verpennt, in der Abwehr nicht beherzt zugegriffen, im Tor keine Hand an den Ball bekommen und vorne unsere Chancen leichtfertig vergeben.“

Das sahen die Zuschauer im Gäste-Block, von denen viele gemeinsam mit der Mannschaft im Reisebus mitgefahren waren, ähnlich. Sie hatten sich mehr erhofft vom Tabellenzweiten.

Doch die Ribnitzer begannen überraschend nervös. Es dauerte bis zur achten Minute, ehe Trainersohn Ben Meyer das erste Tor aus dem laufenden Spiel heraus erzielte. Er traf zum 2:2. Vorher hatte Steffen Wiegratz lediglich vom Siebenmeterpunkt aus per Strafwurf getroffen. Weil auch die Warnemünder in der Anfangsphase viele Fehler machten, blieb die RHV-Sieben zunächst dran.

Dann aber steigerten sich die Hausherren in der Sporthalle Gerüstbauerring im Rostocker Stadtteil Groß Klein und warfen eine 11:6-Führung (20.) heraus. Coach Meyer versuchte, sein Team in einer Auszeit wachzurütteln. Nutzte nichts. Warnemünde blieb die bessere Mannschaft und zog auf 16:9 davon, ehe Wiegratz noch auf 10:16 verkürzte.

Nach dem Seitenwechsel fanden endlich auch die Ribnitzer ins Spiel. Sie waren fortan präsenter in der Verteidigung und spielten im Angriff druckvoller. Der eingewechselte Torwart Andreas Lürken entschärfte an alter Wirkungsstätte einige Würfe der Hausherren. In der 40. Spielminute waren es nur noch drei Treffer Rückstand – 16:19.

Jetzt nahm Warnemünde-Coach Matthias Schmidt eine Auszeit und brüllte sein Team an: „Wenn ihr vorne schon verkackt, dann sprintet wenigstens zurück und reißt euch hinten den Arsch auf. Männer, wir führen und lassen uns den Sieg nicht nehmen!“

Es entwickelte sich eine umkämpfte, aber faire Partie. Der eingewechselte Johannes Spitzner stellte die Ribnitzer vor neue Aufgaben, die sie zunächst nicht bewältigen konnten. Der 19-Jährige traf innerhalb weniger Minuten dreimal für den SVW, der seinen Vorsprung verteidigte – 22:18 (47.).

Aber die Gäste aus Ribnitz-Damgarten gaben sich nicht geschlagen. Fünf Minuten vor Schluss erzielte Ben Meyer den umjubelten Ausgleich zum 23:23. Es war wieder alles drin. Aber nur kurz.

Im Gegenzug traf der Ex-Ribnitzer Christoph Rasch, kurz zuvor eingewechselt, aus spitzem Winkel zum 24:23 für den SVW. Auf der Gegenseite scheiterten Alexander Dukart und Meyer junior mit ihren Würfen, ehe Eric Brandt auch noch eine zweifelhafte Zwei-Minuten- Strafe kassierte. Kurz darauf traf Talent Samuel Wolfgramm zum 25:23-Endstand für Warnemünde.

Durch die eigene Niederlage und den Sieg des Stralsunder HV II (37:23 gegen Schwaan) rutschten die Ribnitzer in der Tabelle auf den dritten Rang ab. Weiter geht’s am kommenden Sonntag (16 Uhr, Sporthalle „Am Mühlenberg“) gegen Spitzenreiter Greifswald/Loitz. Dann dürfen die Bernsteinstädter mit einer Sondergenehmigung am Totensonntag antreten.

Statistik

Warnemünde: Hintze, Niebuhr – Wüstemann 6, Wolfgramm 2, Polkehn 3, Mielke 4, Wende 3/1, Holtz 2, Spitzner 4, Rasch 1

RHV: Kleinecke, Lürken – Dukart 6, Jacobsen 2, Meyer 6, Voss 1, Brandt 2, Wiegratz 6/2, Sohn nicht eingesetzt, Peters n. e., Krohn n. e., Nemcinov n. e.

Siebenmeter: SVW 1/1, RHV 3/2

Strafminuten: SVW 4, RHV 2

Zuschauer: 120

Weiterhin spielten: Güstrower HV – HC Empor Rostock II 26:29, SG Uni Greifswald/Loitz – SV Matzlow-Garwitz 39:22, SV Einheit Demmin – TSG Wismar 22:22, HSV Grimmen – Stavenhagener SV 35:21, Stralsunder HV II   Schwaaner SV 37:23

Tommy Bastian

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