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Spannende Motocross-Rennen auf dem Barther Kaninchenberg

Barth Spannende Motocross-Rennen auf dem Barther Kaninchenberg

193 Fahrer aus elf Klassen starteten auf der Jagd nach Punkten und Pokalen auf dem attraktiven Barther Parcours.

Barth. Ein spannendes und sehenswertes Renn-Wochenende erlebten Zuschauer, Organisatoren und Aktive auf dem Barther Kaninchenberg. Mit etwa 1000 Zuschauern und 193 Motocrossfahrern im Alter von elf bis 79 Jahren konnten die Veranstalter nicht nur zufrieden sein, sondern sogar ein Rekordergebnis verbuchen.

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193 Fahrer aus elf Klassen starteten auf der Jagd nach Punkten und Pokalen auf dem attraktiven Barther Parcours.

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„Zum ersten Mal seit vielen Jahren hatten wir mit den MX1 wieder die Königsklasse zu Gast“, freute sich Rennleiter Wolfgang Buse vom ausrichtenden Motorsport- Club Barth (MSC). „Erfreulicherweise schauten viele Gäste bis zum Ende der Veranstaltung zu.“

Hauptrenntag war der Sonntag, an dem die Landesmeisterschaftsläufe in den Kategorien Clubsport, MX1 und MX1-Ü35 stattfanden. Überschattet wurde das Geschehen durch den schweren Sturz eines Clubsportfahrers bei einem fehlgeschlagenen Sprung über den Hügel am Turm der Rennleitung. Weil der Rettungshubschrauber erst nach einer Stunde eintraf und der Rettungswagen mit Notarzt erst nach einer weiteren halben Stunde wieder in Bereitschaft war, konnten die regulären Starts erst kurz vor 15 Uhr fortgesetzt werden. Um die verloren gegangene Zeit aufzuholen, verzichtete die Rennleitung auf die gewohnten Pausen zwischen den unterschiedlichen Klassen.

Obwohl es in der Nacht geregnet hatte, war die Bahn aufgrund des starken Windes abgetrocknet und musste regelmäßig gewässert werden. Trotzdem zogen dichte Staubwolken über das Gelände und sorgten zusammen mit dem Dröhnen der Motoren für tolle Motocross-Atmosphäre bei den Fans.

Kommentiert wurde das Geschehen auf der Piste durch Renn-Moderator Horst Kaiser. Sein persönlicher Favorit bei den MX1-Ü-35 war Karsten Fiebing (MSC Garz), der tatsächlich auch beide Läufe vor Michael Dittmann (MSC Groß Schwiesow) gewann.

Bei den MX1 sah es ähnlich aus – hier feierte Franziskus Wünsche zwei Siege. Sein schärfster Konkurrent Toni Hoffmann musste sich zweimal mit dem zweiten Platz begnügen. Noch während des Rennens hatte Horst Kaiser die Möglichkeit des vorzeitigen Titelgewinns von Hoffmann in Erwägung gezogen. „Wenn er hier gewinnt, ist ihm der Landesmeistertitel nicht mehr zu nehmen.“ Doch zwei misslungene Sprünge verschoben die Entscheidung auf den nächsten und zugleich letzte Renn-Wettbewerb am kommenden Wochenende in Malchow.

Die jeweils beiden besten Fahrer der Klassen 65ccm, 85ccm, MX2, MX1 bilden in zwei Wochen bei den bundesweiten Cross Finals 2016 eine MV-Mannschaft, deren Punkte gemeinsam gewertet werden. Sicher ist schon die Teilnahme der beiden jüngsten Fahrer an diesem attraktiven Wettbewerb: Jonas Prochnau (12) vom MC Rehna und Domenik Bilau (11) vom PSV Schwerin – beide Starter aus der 65ccm-Klasse. In Barth siegte Jonas vor Domenik. „Ich hatte ein bisschen Pech und den ersten Start vermasselt“, bedauerte der Zweitplatzierte, der die Landesliste seiner Klasse anführt.

Bei den Classic-Fahrern, deren Maschinen in der AK 60+ nicht jünger als Baujahr 1965 und in der AK 40+ nicht jünger als Baujahr 1972 sein dürfen, waren viele alte Bekannte dabei, die seit Jahren in Barth starten. Unter ihnen auch Wolfgang Büttner (71) und Kurt Hering (68) aus Hessen. Beide haben sich schnell mit der überarbeiteten Strecke angefreundet.

„Sie ist anspruchsvoller und fordernder geworden, verlangt mehr Aufmerksamkeit“, so ihre übereinstimmende Meinung. Ihr ältester Mitstreiter war mit 79 Jahren Klaus Reissmann aus Fuchshain gewesen.

„Ich will auch noch mit 80 Jahren starten, werde mich aber erst vor den jeweiligen Rennen festlegen“, kündigte er an. Fit halte er sich mit Fahrrad und Mountainbike. „Im Durchschnitt fahre ich pro Woche 150 Kilometer mit dem Rad.“

Horst Kaiser bescheinigte den Verantwortlichen des MSC Barth eine sehr gute Vorbereitungsarbeit. „So konnten junge und alte Fahrer aus vier Nationen spannenden Rennsport bieten und herausragende Leistungen zeigen. Die über den Winter erfolgte Bahnverbesserung hat großes Lob verdient.“

Wolfgang Buse kündigte für die nächsten beiden Wochen die Komplettauffrischung der Strecke an. „Sie ist bei durchschnittlichen Geschwindigkeiten bis zu 50 Km/h sehr strapaziert worden.“

• Die Ergebnislisten der Rennen sind im Internet abrufbar unter: ab-zum-rennen.de/

Volker Stephan

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