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Stralsunder HV sieht Abstieg in die 4. Liga als Chance für Neustart

Stralsund Stralsunder HV sieht Abstieg in die 4. Liga als Chance für Neustart

Manager Markus Dau sucht in der Region nach Verstärkung / SHV-Präsident Frank Wahl: Verein ist gut aufgestellt

Stralsund. Manchmal hilft es ja, den Reset-Knopf zu drücken. Der Stralsunder Handballverein jedenfalls sieht den Abstieg aus der Dritten Liga nicht als Absturz in die Bedeutungslosigkeit, sondern vielmehr als Chance für einen Neustart. Der Enttäuschung soll langfristig eine Ära folgen, in der die Stralsunder wieder zu alter Stärke finden und guten Handballsport aufs Parkett bringen.

 

OZ-Bild

SHV-Manager Marcus Dau.

Natürlich hatte sich der SHV die letzte Saison anders vorgestellt. „Wir wollten mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Aber das Verletzungspech war in der vergangenen Saison einfach zu groß. Uns fehlten die Alternativen. Schlimmer hätte es nicht kommen können“, sagt Markus Dau. Der Geschäftführer der SHV Handball GmbH betont, dass man sich so auch nicht mehr aufraffen konnte, um die Relegation zu packen.

„Hoffnung keimte auf nach drei Siegen in Folge. Dann gab es zwei Schlüsselspiele gegen Berlin und Hannover, und als die verloren gingen, war nichts mehr zu machen“, so der 34-Jährige, der bis zum letzten Spiel der Saison selbst noch als Kapitän auf der Platte stand. Und SHV-Vize-Präsident Ralf Brehm ergänzt: „Natürlich haben wir uns um Ersatz bemüht. Aber da müssen spielerisches Potenzial und Preis-Leistungsverhältnis auch zueinander passen.“ Außerdem sei es schwer, einen Linkshänder zu finden. „Wir hatten einen qualitativ guten Kader, und das auch schon sehr früh. Aber das hat uns irgendwie kein Glück gebracht. Wir waren eben in der Breite nicht so gut bestückt.“

Um nun den Neustart hinzulegen, werden Spieler gesucht. „Ich konzentriere mich da auf die Region, bin jetzt ständig unterwegs und denke, dass demnächst die ersten Verträge unterschriftsreif sind. Wir konzentrieren uns auf junge Spieler, die perspektivisch bei uns eine gute Rolle spielen können“, so Dau, der auch um Geduld bittet, was die bisherigen Spieler betrifft. „Da sind noch einige Bedingungen abzuklopfen ...“ Und welches Ziel verfolgt der SHV in Liga 4? „Wir wollen schon oben spielen“, sagt Markus Dau. Und Ralf Brehm wirft ein: „Das ist eine ganz starke Liga. Deshalb sagen wir mal ein Platz unter den ersten Fünf. Wir wollen langfristig etwas entwickeln, da hilft uns kein kurzes Aufflackern.“

Neustart und Langfristigkeit – da kommt auch der Nachwuchs ins Spiel. „Wir sind da auf dem richtigen Weg. Wir haben zwar keine männliche A-Jugend mehr, aber immerhin spielen fünf B-Handballer mit der Vorpommern-Spielgemeinschaft in der Ostsee-Spree-Liga“, benennt Markus Dau, der auch künftig zwei Nachwuchsteams betreut, erste Erfolge.

Und werden die Sponsoren dem SHV auch nach dem Abstieg die Treue halten? „Viele haben signalisiert, dass sie dabei bleiben. Ich habe natürlich noch nicht alle 80 Sponsoren und Förderer aufsuchen können. Aber ja, wir haben schon etliche Verträge für die neue Saison unterschrieben“, so Dau .

Bleibt noch eine brennende Frage: Nachdem man sich von Danny Anclais getrennt hat, der in Schwerin bereits eine neue Aufgabe übernommen hat, ist der Sessel des SHV-Trainers noch frei. „Wir haben einen Wunschkandidaten. Doch es wäre zu früh, schon mit Namen zu hantieren“, hält sich Marcus Dau bedeckt.

Ines Sommer

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