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Thilo Meyer: Wir können den Verlust kompensieren

Ribnitz-Damgarten Thilo Meyer: Wir können den Verlust kompensieren

Handball-Trainer wurde vom Abgang seines Sohns Ben, der ein Leistungsträger beim Ribnitzer HV war, überrascht

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Ribnitz-Damgarten. In der Vorwoche sorgte der überraschende Wechsel von Rückraumspieler Ben Meyer (22) von den MV-Liga- Handballern des Ribnitzer HV (RHV) zu Ostsee-Spree-Oberligist Bad Doberaner SV (die OZ berichtete) für Wirbel. Im Interview bezieht RHV-Trainer und Vater Thilo Meyer nun Stellung. Der 50-Jährige zeigt sich erstaunt über den Zeitpunkt des Abschieds, hält den Schritt allerdings grundsätzlich für richtig. Sein Team werde den Verlust kompensieren.

RHV-Trainer Thilo Meyer wurde vom Wechsel seines Sohnes Ben ähnlich überrascht wie sein Team. FOTO: T. BASTIAN

Reden Sie selten miteinander oder warum wussten Sie nichts vom bevorstehenden Wechsel Ihres Sohnes?

Thilo Meyer (schmunzelt): Ben und ich haben ein gutes Verhältnis. Allerdings ist er 22 Jahre und damit alt genug, um für sich alleine zu entscheiden. Ich wusste wirklich nicht, dass Ben kurzfristig noch geht. Die Entscheidung zum Wechsel kam für mich zu dem Zeitpunkt überraschend, weil wir alle Spieler schon abgefragt hatten, ob sie bleiben. Sie lässt mich ein bisschen blöd dastehen, weil ich allen Spielern, die mich gefragt haben, versichert hatte, dass Ben bleibt. Der eine oder andere Spieler hat deshalb zugesagt.

Was bedeutet der Abgang für Ihre Mannschaft?

Klar fällt uns mit Ben ein Leistungsträger weg. Aber die Mannschaft hat ja in der vergangenen Saison im zweiten Halbjahr gezeigt, dass sie auch ohne ihn bestehen und die Aufgaben gut bewältigen kann, als er lange Zeit verletzt ausgefallen war. Mit unseren drei Neuzugängen (Christoph Rasch, Sebastian Ahrens, Paul Evert/ d. Red.) wird es einfacher, auch ein, zwei Ausfälle zu kompensieren und Alternativen zu finden. Und wir haben mit „Dachs“ (Kapitän Michael Jacobsen/d. Red.) immer noch einen sehr starken Spieler auf der Position.

Wie hat die Mannschaft auf den Weggang reagiert?

Sie war im ersten Moment ein bisschen enttäuscht, dass Ben sich so kurzfristig entschieden hat, den Verein und das Team zu verlassen. Aber sie wird den Verlust hoffentlich kompensieren können.

Der Wechsel soll für Unruhe im Team gesorgt haben. Befürchten Sie weitere Abgänge?

Nein. Es war klar, dass Ben früher oder später höherklassig spielen will. Im Grunde kann ich den Sprung nach oben auch nur begrüßen. Der Zeitpunkt ist unglücklich für uns. Allerdings sind wir alle Amateure und machen das als Hobby, deshalb müssen wir die Entscheidung respektieren. Ben war vom Kopf her so weit, dass er den Schritt wagen will. Dann macht es keinen Sinn, auf ihn einzureden und ihn zu zwingen, noch mal zu bleiben. Es gäbe nur eine Eierei.

Welche Möglichkeiten hat Ben in Bad Doberan?

Von den Angeboten, die da waren, ist Bad Doberan ganz klar die beste Variante. Das heißt nicht, dass andere schlecht waren. Aber beim DSV hat Ben einen günstigen Fahrweg und mit Lars Rabenhorst einen guten und erfahrenen Trainer, der ihn voranbringen wird. Da kann er noch mal einen Sprung nach vorne machen.

Worauf muss er sich dort einstellen?

Die Ansprüche werden auf alle Fälle größer und es wird härter zur Sache gehen. Ich kann nur wünschen, dass Ben die Saison verletzungsfrei übersteht. Das war ja in den vergangenen Jahren nicht der Fall. Deshalb wünsche ich ihm als Trainer und als Vater alles Gute.

Interview: Tommy Bastian

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