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Tony Juhl verabschiedet sich vom PSV

Ribnitz-Damgarten Tony Juhl verabschiedet sich vom PSV

Trainer verlässt den Fußball-Landesligisten aus Ribnitz-Damgarten zum Saisonende aus persönlichen Gründen

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Trainer Tony Juhl wird den PSV Ribnitz-Damgarten zum Saisonende verlassen.

Quelle: Marco Schwarz

Ribnitz-Damgarten. Der PSV Ribnitz-Damgarten muss sich einen neuen Trainer suchen. Tony Juhl, der seit September des vergangenen Jahres den Fußball-Landesligisten betreut, wird sein Amt mit dem Saisonende zur Verfügung stellen. „So gerne ich auch Fußballtrainer bin, aber ich habe im Laufe der letzten Wochen feststellen müssen, dass ich aus verschiedenen persönlichen Gründen diese verantwortungsvolle und zeitintensive Aufgabe erstmal nicht mehr ausführen kann. Ein ganz entscheidender Grund ist die fehlende Zeit für meine drei Kinder. Außerdem möchte ich meine Frau, die nach der Elternzeit wieder berufstätig ist, mehr unterstützen“, sagt Tony Juhl, der in Born lebt, in Zingst arbeitet und in Ribnitz-Damgarten trainiert, zu den Gründen für seinen Abschied.

Die Entscheidung sei kein Schnellschuss gewesen, sondern über Wochen gewachsen, erklärt der scheidende Coach. „Ich habe eine tolle Mannschaft mit tollen Typen. Die Jungs nun nach nur zehn Monaten wieder zu verlassen, fällt mir überhaupt nicht leicht. Aber ich habe mich für mehr Zeit mit meiner Familie entschieden und stehe voll und ganz dazu.“ Dafür habe es von vielen Seiten Verständnis gegeben. „Ich würde auch lieber alles unter einen Hut bringen können und mit meiner Mannschaft weiter Fußball spielen. Aber Fußball ist dann eben doch nicht alles, schon gar nicht, wenn man Familie hat.“

Beim Verein bedauert man den Abschied des Trainers. „Es ist wirklich schade, dass Tony uns nach so kurzer Zeit schon wieder verlässt. Aber natürlich können wir die Gründe für seinen Entschluss nachvollziehen und respektieren diesen“, sagt Ralf Lindemann, Präsident des PSV Ribnitz-Damgarten. Er habe frühzeitig von Juhls Entscheidung erfahren und betont, dass man in Gutem auseinandergehe.

„Wir waren mit seiner Arbeit sehr zufrieden. Er hat unsere Erwartungen absolut erfüllt“, so Lindemann. „Tony Juhl hat sehr gut zu unserem Verein gepasst. Deshalb wird für ihn auch immer eine Tür offen stehen“, fügt der Vereinschef hinzu. „Es ist ja normal, dass ich heute, wo ich die Mannschaft besser kenne, einiges ganz anders machen würde“, bilanziert Tony Juhl seine Zeit beim PSV. Auch bedauere er, dass er diese Erkenntnisse nun nicht mehr in die neue Saison mitnehmen kann. „Unter besseren Voraussetzungen ist mit dieser Mannschaft auf jeden Fall mehr drin als Platz acht“, ist sich Tony Juhl sicher.

Ralf Lindemann wird sich nun zusammen mit den übrigen Verantwortlichen auf Trainersuche begeben. Wie schwierig sich das gestalten kann, weiß er. „Das haben wir im letzten Jahr schon gesehen.“ Damals war der PSV auf der Suche nach einem Nachfolger für Ingo Plewka und konnte schließlich Tony Juhl für sich gewinnen, der allerdings erst während der schon laufenden Saison im September einsteigen konnte. „Deshalb wollen wir möglichst schnell eine Lösung finden und sind dabei auch dankbar für jeden Hinweis“, meint Lindemann. Nach der kommenden Spielzeit stehe die Ligareform an. „Unser Ziel ist der Klassenerhalt.“ Dafür muss der PSV wenigstens Platz acht belegen, da aus drei Landesligastaffeln dann zwei werden. „Vor diesem Hintergrund muss natürlich die Vorbereitung der Mannschaft stimmen.

Daher ist es wichtig, dass der neue Trainer zeitig eingebunden ist“, fügt Ralf Lindemann hinzu.

Doch zunächst steht für die Bernsteinstädter der Ligaalltag auf dem Programm. Morgen gastiert die Mannschaft beim Laager SV. Anpfiff ist um 14 Uhr. „Ich werde mich vernünftig vom Verein verabschieden und als Sportler möchte man stets bestmöglich abschließen. Von daher ist der maximale Erfolg das Ziel von mir und meiner Mannschaft in den verbleibenden Spielen“, sagte Tony Juhl. In Laage werden ihm etliche Akteure fehlen. „Mir stehen nur zehn eigene Spieler zur Verfügung. Aber wir werden glücklicherweise von unserer zweiten Mannschaft unterstützt und wollen einen Sieg.“

Landesliga Nord

23. Spieltag

SV Warnemünde - Hafen Rostock Fr., 19.00

Gnoiener SV - TSV Bützow Fr., 19.30

Laager SV - PSV Ribnitz-Damg. Sa., 14.00

Anker Wismar II - Rot-Weiß Trin Sa., 14.00

Tribseer SV - FSV Kühlungsborn Sa., 14.00

Bölkower SV - Doberaner FC Sa., 15.00

Empor Richtenberg - VfL Bergen So., 14.00

1. TSV Bützow 22 97:16 60
2. FSV Kühlungsborn 22 61:25 47
3. Bölkower SV 22 45:16 46
4. Doberaner FC 22 50:29 44
5. Gnoiener SV 22 49:28 39
6. Laager SV 22 48:37 37
7. VfL Bergen 22 40:46 33
8. PSV Ribnitz-Damg. 22 37:46 28
9. SV Warnemünde 22 48:67 25
10. Empor Richtenberg 22 28:52 18
11. Anker Wismar II 22 33:62 16
12. R-W Trinwillersh. 22 26:60 16
13. SV Hafen Rostock 22 23:63 15
14. Tribseeser SV 22 20:58 9

Marco Schwarz

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