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Trinwillershagen muss weiter bangen

Gnoien/Trinwillershagen Trinwillershagen muss weiter bangen

Rot-Weiße verspielen Führung und verlieren in Gnoien mit 2:3 / Verfolger gewinnen und schließen auf

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Patrick Pohl (l.) war der Torschütze zur 2:0-Führung für Trin. Dennoch reichte es nicht.

Quelle: Alexander Thiel

Gnoien/Trinwillershagen. Hochspannung im Abstiegskampf der Fußball-Landesliga, Staffel Nord. Während Tabellen-Schlusslicht Tribseeser SV als erster Absteiger feststeht, bangen drei andere Vereine um den Klassenerhalt. Seit dem Wochenende wieder mittendrin: die Kicker des SV Rot-Weiß Trinwillershagen. Die Rot-Weißen haben am Sonnabend einen Überraschungssieg verpasst. Sie verspielten beim Gnoiener SV eine 2:0-Führung und unterlagen den Warbelstädtern noch mit 2:3 (2:3).

OZ-Bild

Rot-Weiße verspielen Führung und verlieren in Gnoien mit 2:3 / Verfolger gewinnen und schließen auf

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Statistik

SV Rot-Weiß Trinwillershagen: Dikow – Brock, Linow, Kornack, Siems (80. Puziak) – Schinkowsky, Borowski, Rawe (68. Schober), Semrau – Pohl, Kozlowski.

Tore: 0:1 Semrau (4., Foulelfmeter), 0:2 Pohl (10.), 1:2 Balz (27., Foulelfmeter), 2:2 Gugat (35.), 3:2 Balz (43.). Schiedsrichter: Tino Hermann (Rostock).

Zuschauer: 200.

„Schade. Da war deutlich mehr drin, aber wir haben vermeidbare Gegentreffer kassiert“, ärgerte sich Trinwillershagens Trainer Ronald Kohls, der jedoch mit der Einstellung und dem Einsatz seines Teams zufrieden sein konnte. „Wenn wir mit dem gleichen Elan am letzten Spieltag gegen den Doberaner FC antreten und noch etwas konzentrierter sind, dann schaffen wir den Klassenerhalt“, gibt sich der 37-Jährige trotz des Rückschlags kämpferisch.

Die Trinwillershäger haben nur noch einen Zähler Vorsprung auf den noch zu vergebenden zweiten Abstiegsplatz, denn zeitgleich gewannen am Sonnabend die Verfolger Hafen Rostock (3:1 bei Empor Richtenberg) und Anker Wismar II (5:0 gegen den PSV Ribnitz-Damgarten/Beitrag rechts) ihre Partien und rückten an den Traditionsklub (11., 20 Punkte) heran. Wismar ist punktgleich, Hafen hat einen Zähler Rückstand. Beide Seiten treffen am letzten Spieltag im direkten Duell aufeinander.

Im knappsten Fall könnte am Saisonende das Torverhältnis darüber entscheiden, wer als zweite Mannschaft neben Tribsees in die Landesklasse runter muss. Verlieren die Trinwillershäger ihr Heimspiel gegen den Tabellenvierten Doberaner FC deutlich und Hafen schlägt Wismar knapp, dann wären die Rostocker definitiv gerettet und Rot-Weiß könnte aufgrund der schlechteren Tordifferenz noch hinter Wismar zurückfallen. „Wir müssen auf uns schauen und nicht gucken, was auf anderen Plätzen passiert“, betont Kohls. Der gebürtige Stralsunder will unbedingt aus eigener Kraft die Liga halten.

Seine Mannschaft war in Gnoien zunächst auf dem besten Weg, den Ligaverbleib vorzeitig klarzumachen. Schon nach vier Minuten brachte Mittelfeldspieler Tobias Semrau die Gäste in Führung. Er verwandelte einen Foulelfmeter zum 1:0. Wenig später erhöhte Patrick Pohl auf 2:0 (10.). Kurz darauf hätte der Stürmer das 3:0 nachlegen können, scheiterte aber am gegnerischen Torwart.

In einer temporeichen und unterhaltsamen ersten Hälfte schlugen die Hausherren nach einer knappen halben Stunde zurück. Thomas Brock brachte seinen Gegenspieler im Strafraum regelwidrig zu Fall. Den folgenden Strafstoß verwandelten die Gnoiener und verkürzten auf 1:2 (27.). Acht Minuten später erzielten sie den Ausgleich und gingen kurz vor der Pause auch noch in Führung.

Nach der Pause verflachte die Begegnung. Beide Seiten hatten kaum noch zwingende Torchancen. Lediglich in den Schlussminuten baute Trinwillershagen noch mal Druck auf. Ohne zählbaren Erfolg. „Nach der guten ersten Halbzeit fehlten den Spielern bei tropischen Temperaturen im zweiten Durchgang Kraft und Konzentration“, analysierte Kohls.

Die Gastgeber aus Gnoien stellten mit den bisher erreichten 45 Punkten den vereinseigenen Landesliga-Rekord ein. Eine bessere Ausbeute erzielte der Tabellenvierte noch nie.

Trinwillershagens Co-Trainer Christian Puziak, der kurz vor Schluss für den entkräfteten Sven Siems eingewechselt wurde, ärgerte sich auch gestern noch über die unnötige Niederlage. „Wir müssen das 3:0 machen, vergeben aber die große Chance und schießen auf der anderen Seite die Gegentore quasi selbst“, haderte er. „Dann gewinnen wir eben am kommenden Wochenende gegen Doberan.“ Davon, so Puziak, sei er überzeugt.

Tommy Bastian

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