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Trinwillershagen will Absturz verhindern

Trinwillershagen Trinwillershagen will Absturz verhindern

Landesliga-Fußballer des SV Rot-Weiß stehen im Heimspiel gegen Schlusslicht Tribseeser SV enorm unter Druck. Es zählt nur ein Sieg.

Trinwillershagen. Anspannung in Trinwillershagen. Die sportbegeisterte Gemeinde zittert um ihren Verein. Der SV Rot-Weiß Trinwillershagen kämpft wie in den Vorjahren gegen den Abstieg aus der Fußball-Landesliga. Im vorletzten Heimspiel gegen Schlusslicht Tribseeser SV muss für den Tabellenzwölften morgen (14 Uhr, Sportstätte „Günter Sitte“) ein Sieg her.

„Das ist das wichtigste Spiel des Jahres für uns. Da zählen nur drei Punkte. Aber das wird kein Selbstläufer“, warnt Stürmer Patrick Pohl. Der 24-Jährige ist einer der großen Hoffnungsträger in der aktuellen Mannschaft, die sich ausschließlich aus Spielern zusammensetzt, die aus der Region kommen. Aktuell haben die Trinwillershäger (17) einen Zähler Vorsprung vor dem ersten Abstiegsrang (Hafen Rostock).

„ Wir sind ein kleiner Verein, der es sehr schwer hat, jedes Jahr eine Landesliga taugliche Truppe zusammenzustellen. Unser großes Plus ist der Zusammenhalt. Der ist in Trinwillershagen etwas ganz Besonderes. Das habe ich vom ersten Tag an gespürt“, betont Trainer Ronald Kohls, der seit knapp drei Jahren im Klub ist. Der 37-Jährige, vorher 25 Jahre beim SV Barth beziehungsweise den Vorgängervereinen, ist seit knapp drei Jahren bei Rot-Weiß. „Seitdem spüre ich die große Tradition, die es in Trinwillershagen gibt“, verdeutlicht Kohls.

Es sei nicht immer leicht gewesen, sagte einst der frühere DDR- Nationalspieler Gerd Kische (63 Einsätze) von Hansa Rostock, wenn man von einem internationalen Spiel zurückkam und dann gegen Rotes Banner Trinwillershagen antreten musste. In der Liga- Saison 1977/78 trafen der heutige Drittligist aus Rostock und der Dorfklub aus der 1200-Seelen-Gemeinde, der damals durch die Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft (LPG) unterstützt wurde, in der zweithöchsten Spielklasse aufeinander. Trinwillershagen musste sich dem späteren Aufsteiger zweimal geschlagen geben und stieg am Saisonende nach zwei Jahren wieder in die Bezirksliga Rostock ab.

Aus Rotes Banner wurde 1990 der SV Rot-Weiß Trinwillershagen. Seither spielte der Kultklub immer in der höchsten oder zweithöchsten Spielklasse Mecklenburg-Vorpommerns, schrammte 1995 nur knapp am Aufstieg in die Oberliga vorbei. Der drohende Abstieg in die Landesklasse, bundesweit die achte Liga, wäre ein historischer Absturz für Trin.

„Dessen sind wir uns bewusst“, sagt Trainer Kohls. „Deshalb müssen wir noch weiter zusammenrücken und am Samstag alles reinhauen, um den eminent wichtigen Sieg einzufahren. Ansonsten wird es richtig eng“, verdeutlicht der gebürtige Stralsunder, der in Zingst lebt. Er löste im April 2014 Olaf Schubert als Chefcoach ab und versucht seitdem, die Trinwillershäger in höhere Tabellenregionen zu führen. Bisher vergebens.

„Man muss sehen, welche Möglichkeiten wir haben und andere Vereine, die in der Landesliga spielen und größere finanzielle Mittel und ein größeres Einzugsgebiet für Spieler haben“, sagt Kohls und fordert vor dem morgigen Kellerduell gegen Tribsees: „Trotz des Drucks dürfen wir nicht verkrampfen, müssen eine gewisse Lockerheit bewahren und als Team auftreten, in dem jeder bereit ist, die Fehler der Mitspieler auszubügeln.“

In den zehn Rückrunden-Begegnungen holten die Trinwillershäger lediglich einen Sieg und nur magere fünf Punkte. Zuletzt gab es immerhin ein torloses Remis bei Anker Wismar. „Wir mussten nach der Winterpause leider einige Nackenschläge verkraften. Die langen Ausfälle von Martin Fiske (Kreuzbandriss/d. Red.), Oliver Bollhagen (mehrfacher Wadenbeinbruch/d. Red.) und zuletzt Daniel Burmeister, bei dem der Verdacht auf einen Kreuzbandriss besteht, konnten wir nicht kompensieren“, hadert Kohls. Immerhin: Außer den Langzeitverletzten stehen dem Coach gegen Tribsees alle Spieler seines Kaders zur Verfügung.

Tommy Bastian

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