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Wir brauchen unbedingt ein Erfolgserlebnis

Wir brauchen unbedingt ein Erfolgserlebnis

Trainer Steven Oklitz hofft, dass die Fußballer vom PSV Ribnitz- Damgarten ihre Negativserie beenden.

Ribnitz-Damgarten . Nach vier Niederlagen in Folge ist die Verunsicherung bei den Landesliga-Fußballern vom PSV Ribnitz-Damgarten groß. Im letzten Hinrunden- Spiel am Sonnabend (13 Uhr, Stadion „Am Bodden“) gegen Empor Richtenberg steht die PSV-Elf gehörig unter Druck. Ein Sieg muss her, um nicht auf einem Abstiegsplatz zu überwintern. Trainer Steven Oklitz (32) sagt im OZ-Interview, wie das gelingen soll und beschreibt die schwierige Situation des Tabellenelften.

Herr Oklitz, wie nehmen Sie die aktuelle Lage des PSV wahr?

Steven Oklitz: Es ist nervig und frustrierend ohne Ende für alle im Verein, weil es sehr schwierig ist, unsere Situation zu beschreiben.

Können Sie das konkretisieren?

Es ist Stimmung und Zusammenhalt in der Truppe. Jeder reißt sich für den anderen den Arsch auf. Das Problem seit etwa drei, vier Wochen ist, dass wir in den entscheidenden Situationen fast alles falsch machen. Wir stehen einfach zu weit weg von den Gegenspielern, lassen uns in Zweikämpfen zu leicht düpieren und setzen nicht das um, was wir miteinander besprechen.

Gibt es eine Erklärung für die Krise?

Wir sind in einer Negativspirale drin. Wenn du weißt, der Gegner muss nur irgendwie vors Tor kommen und dann ist der Ball gefühlt auch drin, dann agierst du eben total ängstlich und zögerlich. Alles, was irgendwie eine Kopfsache ist, haut im Moment nicht hin. Selbst einfachste Befreiungsschläge oder Pässe über drei Meter gelingen nicht.

Wie kommen Sie da wieder raus?

Es muss in die Köpfe rein, dass es nicht so läuft wie im Vorjahr, nach dem Motto: „Das wird schon irgendwie, wir gucken mal, denn wir haben genug individuelle Klasse.“ Die Klasse haben wir nach wie vor, die Jungs sind gute Fußballer. Aber als Teamverbund haben wir noch nicht den richtigen Schlüssel gefunden.

Was stimmt Sie zuversichtlich, dass Sie zurück in die Erfolgsspur finden?

Wir trainieren vernünftig. Die Jungs sind dabei und ziehen gut mit. Aber die Köpfe sind unten nach unnötigen Rückständen. Vor ein paar Wochen haben wir es noch in schöner Regelmäßigkeit gemacht, aber wir können nicht jede Woche einen Rückstand umbiegen. Dazu fehlt uns im Moment nach vorne die Durchschlagskraft. Wir brauchen unbedingt ein Erfolgserlebnis.

Wie kann das gegen Empor Richtenberg gelingen?

Gegen Richtenberg sind wieder viele Spieler dabei, die zuletzt gefehlt haben. Es gilt, zusammenstehen. Jeder muss sich voll auf seine Aufgabe konzentrieren und alles raushauen. Wir müssen zusehen, dass wir gegen Richtenberg noch mit drei Punkten in die Winterpause gehen, um nicht den Anschluss zu verlieren.

Und wie geht’s danach dann weiter?

In der Winterpause müssen wir hart daran arbeiten, uns wieder die eigenen Stärken ins Bewusstsein zu rufen und Abläufe klarzumachen. Jeder muss wissen, was von ihm verlangt wird und wie er sich auf dem Platz zu verhalten hat.

War dafür denn nicht schon genug Zeit?

Wir geben den Jungs viele Hinweise. Aber zuletzt haben die Spieler wiederholt bemängelt, dass sie im taktischen Bereich jahrelang wenig gemacht haben. Das kann und will ich nicht beurteilen. Klar ist: Wir müssen da noch mehr machen, aber das funktioniert nicht so einfach. Es geht nur Schritt für Schritt und braucht eben Zeit, um Fortschritte zu erzielen.Interview: Tommy Bastian

OZ

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