Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / 0 ° wolkig

Navigation:
Zuschauer springt als Schiedsrichter ein

Wöpkendorf Zuschauer springt als Schiedsrichter ein

Weil der Unparteiische nicht anreiste, leitete Stefan Müller das Spiel zwischen Wöpkendorf und Stoltenhagen

Wöpkendorf. Eigentlich sollte es für Stefan Müller ein gemütlicher Nachmittag am Spielfeldrand werden. Den alten Kollegen mal wieder zuschauen, mit denen der heute 34-Jährige jahrelang zusammen gespielt hatte. Bis 2011 war Müller im Team der SG Wöpkendorf aus der Innenverteidigung kaum wegzudenken. Zuvor war er bereits fast ein Jahrzehnt als Schiedsrichter aktiv. Bis zur Landesliga hatte er einst gepfiffen. Doch die Arbeit machte dem Kneeser einen Strich durch die Rechnung. Müller verschlug es nach Schleswig-Holstein. Mit dem allwöchentlichen Fußball war es fortan zwar vorbei, der Kontakt zur SG Wöpkendorf riss jedoch nie ab. „Ich verfolge die Spiele immer noch genau und versuche, ab und an vor Ort zu sein“, sagt Müller.

 

OZ-Bild

Stefan Müller.

Quelle: Wolfgang Müller

So auch am vergangenen Sonnabend. Doch diesmal wurde nichts aus dem Plausch unter alten Kollegen am Spielfeldrand. Weil der für die Partie in der Kreisoberliga angesetzte Schiedsrichter nicht anreiste, sprang Müller kurzerhand ein. „Zum Glück haben die Stoltenhäger und auch der Staffelleiter dem zugestimmt, sonst hätten wir wieder an Feiertagen spielen müssen“, so SGW-Trainer Ronald Slomski. Und die Teams machten es Stefan Müller auch sehr einfach. „Es war insgesamt ein faires Spiel von beiden Seiten“, meinte er.

Klar war der Unterschied zwischen dem Aufstiegskandidaten aus Wöpkendorf und dem Tabellenletzten aus Stoltenhagen. Wann immer die Hausherren das Tempo anzogen, kamen die Gäste nicht mehr mit. Bereits nach neun Minuten traf SGW-Kapitän Martin Slomski zum 1:0. Nur acht Minuten später legte Falco Lange nach. Mit einem Schuss aus 20 Metern traf der Flügelflitzer zum 2:0. Anschließend wurde die SGW zu nachlässig. Die Folge: Stoltenhagen verkürzte auf 2:1 (29.). Doch rechtzeitig bevor das Trainerduo Ronald Slomski/ Udo Richeling eine böse Halbzeitansprache halten würde, reagierten die Gastgeber.

Patrick Fürstner mit einem Freistoßtor (38.) und Michael Rummelhagen mit einem Schuss von der Strafraumgrenze (45.) erhöhten auf 4:1.

Nach der Pause taten sich beide Seiten dann nicht mehr weh. Zwar verkürzte Stoltenhagen nach 72 Minuten auf 4:2, doch Frank Meier besorgte nur fünf Minuten später den 5:2-Endstand. Ronald Slomski war zufrieden: „Auch Stoltenhagen muss man erstmal knacken.“ Und Stefan Müller? Der schloss ein Comeback als Schiedsrichter aus: „Es hat zwar Spaß gemacht, aber es war eine absolute Ausnahmesituation.“

SG Wöpkendorf: Großmann - Schröder, Slomski, Fürstner, Meier, Schwärmer, Künn (46. Radeck), Loske, Lange, Höhn, Rummelhagen.

Tor: 1:0 Slomski (9.), 2:0 Lange (17.), 2:1 Jonitz (29.), 3:1 Fürstner (38.), 4:1 Rummelhagen (45.), 4:2 Harmel (72.), 5:2 Meier (77.). Schiedsrichter: Stefan Müller.

Zuschauer: 40.

Von Wolfgang Müller

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Marlow
Gewinner des Turniers: die F-Junioren des SV Barth.

Zwei spannende Turniere bekamen knapp 100 Zuschauer beim zweiten Schmiede-Cup für Nachwuchsteams in Marlow geboten.

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Sport Ribnitz-Damgarten
Die besten Wettquoten der Ostsee gibt es im Bundesliga-Quotenvergleich von SmartBets.