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Stadt räumt Fehler ein: „Das ist schlecht gelaufen“

Barth Stadt räumt Fehler ein: „Das ist schlecht gelaufen“

Nachdem im Garten der Familie Beilfuß aus dem nordvorpommerschen Barth klammheimlich ein Ahornbaum gefällt wurde, entschuldigt sich der Mitarbeiter des Bauamts nun bei der Familie.

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Silke Beilfuß trauert um den Ahornbaum.

Quelle: Carolin Riemer

Barth. Ein „Kommunikationsproblem“ der Verwaltung räumte Friedrich-Carl Hellwig, Sachgebietsleiter Räumliche Planung/Bauverwaltung, in Sachen Baumfällung in der Barthestraße ein. „Das ist schlecht gelaufen“, sagte er.

Kleiner Rückblick

Zur Erinnerung: Anfang Juni rückte eine Firma im Garten der Familie Beilfuß an und holzte einen großen Ahornbaum ab. Weder Silke noch Thomas Beilfuß wussten etwas von der Aktion. Die Baumfäller hatten das Gartentor abmontiert und den Baum in kleine Stücke zersägt als das Ehepaar arbeiten war. Da der Baum zwar hinter dem Gartentor der Familie, aber auf dem Land der Stadt Barth stand, wurde die naturverbundene Familie vor vollendete Tatsachen gestellt (die OZ berichtete). Silke Beilfuß ärgerte sich, dass der Baum in der Blütezeit abgenommen wurde – für sie völlig grundlos. Die Stadt sah das anders. Im Januar habe eine Untersuchung ein Problem im Stamm vermuten lassen, teilte Hellwig mit. Bereits Ende Februar sollte der Baum deswegen gefällt werden. Doch auch im Monat März habe es die beauftragte Firma noch immer nicht geschafft, den Baum zu fällen.

„Wir hätten das verhindern müssen.“

Erst nach der Überprüfung der Nestlosigkeit in dem Ahornbaum hatte es schließlich Ende Mai/ Anfang Juni geklappt. „Allerdings wurde dafür ein Tor aufgehebelt und das Grundstück betreten, ohne die Anwohner vorher informiert zu haben. Als die nach Hause kamen, standen sie vor vollendeten Tatsachen. Wir hätten das verhindern müssen“, gesteht Friedrich-Carl Hellwig ein. Allerdings habe die Firma auch der Verwaltung keinen Termin für die Abholzung genannt, so dass diese die Anwohner gar nicht hätte warnen können. Immerhin sei der Baum wirklich krank gewesen, sagte Hellwig: „Bei der späteren Untersuchung der Stammscheiben stellten die Fachleute dann tatsächlich Faulstellen fest.“

Experte bezweifelt, dass der Baum krank war

Daran zweifelt Thomas Beilfuß auch einige Wochen nach der Aktion. Nachdem der Artikel in der Zeitung stand, besuchte ihn ein Obstbaumzüchter und begutachtete den etwa 1,50 Meter hohen Baumstumpf. „Krankheiten oder Faulstellen hat er jedoch nicht feststellen können.“ Der Experte zählte auch gleich die Jahresringe und schätzte das Alter des Baums aus 50 bis 60 Jahre. Dass die Stadtvertreter nun aber so einsichtig reagieren und sich bei der Familie indirekt entschuldigen, stimmt Thomas Beilfuß etwas milde. „Ich möchte mich ja mit niemandem streiten, aber grundsätzlich würden wir lieber unseren Baum zurück haben wollen und keine Entschuldigung.“

Carolin Riemer

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