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„Stopp! Geh’ weg!“

Ribnitz-Damgarten „Stopp! Geh’ weg!“

Wing Tsun-Lehrer André Ferdyn zeigte Gymnasiasten in Damgarten, wie sie sich behaupten können

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In der siebenten Klasse von Carla Victoria Matthews (l.) und Miriam Kaluscha unterrichtete André Ferdyn Selbstverteidigung.

Quelle: Carolin Riemer

Ribnitz-Damgarten. Mit den Schülern aus den siebenten Klassen des Richard-Wossidlo-Gymnasium sollte sich besser niemand anlegen. Wing Tsun-Lehrer André Ferdyn (38) brachte ihnen nämlich in den vergangenen Wochen die Grundlagen der Selbstverteidigung und Selbstbehauptung bei.

„Verteidige dich ohne Gewalt“, so stand es auf dem Stundenplan der jüngsten Gymnasiasten. Schulsozialarbeiterin Jenny Penndorf (28) lud Ferdyn ganz bewusst zu ihnen ein. „Sie sind die jüngsten an der Schule, haben teilweise lange Fahrtwege mit dem Schulbus zu bewältigen und müssen sich an einer neuen Schule, mit neuen Klassenkameraden arrangieren.“ Es ist ein neuer Lebensabschnitt mit großen Veränderungen. „Da ist es sinnvoll, präventiv zu arbeiten und Konfliktpotential schon an der Basis zu ersticken.“ André Ferdyn zeigte ihnen, wie sie gradlinige Schläge abwehren und übte mit ihnen die Selbstbehauptung. „Mimik, Gestik, eine kräftige Stimme, aufrechte Körperhaltung und ein entschlossener Blick – das sind die Elemente einer verbalen Abwehr“, erklärte der Marlower, der seit 16 Jahren sein Wissen in Ribnitzer, Barther und Neubrandenburger Schulen vermittelt. Dabei setzte Ferdyn oft selbst einen ernsten Blick auf, wenn die Schüler die Übungen nicht ganz so ernst nahmen, wie er es sich wünschte. Die Schülerinnen Carla Victoria Matthews (13) und Miriam Kaluscha (13) besuchen seit mehreren Jahren die Wing Tsun-Kurse von André Ferdyn. Zwar erlebten die beiden Mädchen noch nie eine brenzlige Situation am eigenen Leib, doch den Unterricht fanden sie „sehr sinnvoll“. Gerade in diesen Zeiten, in denen oft Flüchtlinge angegriffen werden. „Vielleicht können wir ihnen helfen, wenn wir so eine Situation erleben“, sagte Miriam Kaluscha. Wie sie dann am besten reagieren, erklärte wiederum Ferdyn: „Niemals körperlich in eine Auseinandersetzung einschreiten, sondern Hilfe und die Polizei rufen.“ Für ihn ist Selbstbehauptung in allen Lebenslagen wichtig. „Die Schüler profitieren mit dem Wissen auch bei Vorstellungsgesprächen oder in alltäglichen Situationen. Unterstützt wurde das Projekt der Schule durch den Präventionsrat des Landkreises.

Carolin Riemer

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