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Straßenbau: Ahrenshoop wird zum Nadelöhr

Ahrenshoop Straßenbau: Ahrenshoop wird zum Nadelöhr

Fahrbahn und Randstreifen der L 21 zwischen Einkaufsmarkt und Ortsausgang in Richtung Born wird erneuert / Vollsperrung an einem Wochenende Mitte Oktober

Ahrenshoop. Der Künstlerort wird zum Nadelöhr. Auf einer Strecke von gut zwei Kilometern wird die L 21 erneuert. Gestern haben die Arbeiten am Ortsausgang in Richtung Born begonnen. Abschnittsweise arbeiten sich die Straßenbauer bis zum Einkaufszentrum vor. Der Verkehr wird durch eine Ampel wechselseitig an der Baustelle vorbei geführt. Der Durchgangsverkehr in Richtung Prerow beziehungsweise Zingst wird auf die Umleitungsstrecke über Barth und Ribnitz-Damgarten geschickt.

Während einer Anwohnerversammlung am Mittwochabend sind es vor allem Hoteliers innerhalb des Baustellenbereichs, die wegen der vorgesehenen Vollsperrung der Ortsdurchfahrt für das Aufbringen der Asphalt-Decke große Bauchschmerzen haben. Sie fordern einen späteren Termin nicht nur für die Sperrung, sondern am besten für den Straßenbau.

Bürgermeister Hans Götze (Einzelbewerber) mahnt, dass ein späterer Baubeginn zu Lasten der Haltbarkeit der neuen Straße gehe. Er erinnert zudem an die ursprüngliche Planung, die L 21 an drei Wochenenden komplett sperren zu wollen. Die Vollsperrung wurde zudem möglichst weit nach hinten gelegt. Am 21. Oktober sollen die Arbeiten vollendet sein. „Mit einem Monat Vorlaufzeit und ein bisschen Geschick lässt sich das machen“, sagt Götze gestern. Die Gemeindevertreter müssen kurzfristig entscheiden, ob die öffentlichen Parkplätze zur Verfügung gestellt werden. Geprüft wird auch der Vorschlag, während der Bauzeit auf das Erheben einer Kurtaxe zu verzichten.

„Ich denke, dass wir das gut durchstehen“, zeigt sich der Bürgermeister optimistisch, der klar dem zügigen Straßenbau den Vorrang gibt – auch wenn das mit Einschränkungen verbunden ist. Für Rettungsfahrzeuge sowie den Schüler- und Busverkehr ist die Durchfahrt jederzeit möglich. Auch die Müllabfuhr sei geregelt. Erforderlich wird die Vollsperrung, weil aufgrund der geringen Breite von nur sechs Metern die Straße „in einem Zug“ neu asphaltiert werden muss. Das bestätigt auch Bauleiter Wolfgang Ahrndt. Die Maschine würde auch bei halbseitigem Aufbringen des Straßenbelags so weit in die freie Fahrbahn ragen, dass die Spur nicht nutzbar sei.

Sorgen der Hoteliers kann der Bürgermeister nachvollziehen. „Wir sind gut belegt“, sagt Götze. Und, mit Blick auf die Vollsperrung Mitte Oktober, „dann ist auch Kranichzeit“.

Die Arbeiten dürfen täglich von 8 bis 18 Uhr erfolgen. Während der Vollsperrung am Wochenende im Oktober darf sogar bis 22 Uhr gearbeitet werden. Diesem Ansinnen des Baubetriebs sei bereits zugestimmt worden.

Erneuert wird die Fahrbahn in dem Bereich, weil sie mittlerweile einem Flickenteppich gleicht. Auch ist die gepflasterte Rinne schadhaft. Nässe kann eindringen, durch Frost sind schon viele Steine hochgedrückt worden.

Timo Richter

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