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Tausend Spender wollen schwerkranker Sylvie helfen

Rostock Tausend Spender wollen schwerkranker Sylvie helfen

Organisatoren vom großen Andrang bei Typisierungsaktion begeistert

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Sabine Hamann (v. r.) zeigt Jessica Schröder und Janina Drews einen „Der-Norden-für-Sylvie-Kuchen“.

Rostock. Großer Andrang im Hotel Radisson Blu: Viele sind am Sonnabend gekommen, um der schwer kranken Rostockerin Sylvie Horack (39) zu helfen. 1134 beteiligen sich an der Aktion „Der Norden für Sylvie“ und haben sich als potenzieller Spender registrieren lassen. 15000 Euro sind zudem im Spendentopf gelandet.

„Alle, die heute hier sind, um Sylvie zu helfen, sind einfach großartig“, sagt die engste Freundin Kristin Golombek (42). Zusammen mit 90 Helfern hat sie die Veranstaltung organisiert und durchgeführt.

Kurz vor Weihnachten hat Sylvie Horack die Schockdiagnose erhalten: Blutkrebs. Seitdem hat sie die meiste Zeit in der Rostocker Uniklinik zugebracht und schon zwei Chemotherapien durchgestanden — die dritte steht kurz bevor.

Die Rostockerin braucht nun dringend gesunde Stammzellen von einem passenden Spender. Am Sonnabend hat sie sich für einige Minuten selbst von der großen Anteilnahme überzeugt. Schon auf der Fahrt zum Hotel steht sie in ständigem Kontakt mit ihrer Freundin. „Die Freude ist riesig. Ich bin überwältigt von dem enormen Zulauf“, lässt sie übers Telefon übermitteln.

Wer zu Typisierungsaktion gekommen ist, muss nicht viel Zeit einplanen. „Innerhalb von knapp zehn Minuten ist alles erledigt“, sagt Golombek.

Der Ablauf: Zuerst werden die Daten aufgenommen. Nachdem die Einverständniserklärung ausgefüllt ist, werden fünf Milliliter Blut aus der Armvene entnommen. Danach können sich die Spender am Buffet stärken.

Helferin Sabine Hamann verteilt den „Der-Norden-für-Sylvie-Kuchen“ und Bockwürste. Auch Kaffee schenkt sie ein. Die Rostockerinnen Jessica Schröder und Janina Drews greifen zu. „Wir haben von Freunden, Kollegen und aus der OZ von der Typisierungsaktion erfahren. Wir mussten nicht überlegen, hierherzukommen. Ich habe auch fest damit gerechnet, dass viele Rostocker diesen Aufruf folgen werden“, sagt Janina Drews.

Die Warnemünderin Susann Gerlach (45), die mit Freund Bernd Block (42) zum Radisson Blu gefahren ist, hatte schon lange vor, sich typisieren zu lassen. „Ich habe nie Zeit dafür gefunden. Heute hat es endlich geklappt“, sagt sie und lobt die Organisation der Typisierungsaktion. „Die Helfer waren gut vorbereitet und haben sich Zeit für die Spender genommen.“

Auch viele Sportler der Hansestadt Rostock ließen sich Blut abnehmen. Mit bestem Beispiel gingen die Basketballer der Rostocker Seawolves voran. Nach einer Trainingseinheit reiste das komplette Team an. „Ehrensache“, sagt der Sportliche Leiter, Jens Hakanowitz (36), der sich schon vor einem Jahr typisieren lassen hat.

„Wir haben auf unserer Internetseite zum Spenden aufgerufen. Wir konnten dadurch viele Fans erreichen“, sagt Hakanowitz. Mit der gleichen Aktion waren auch die Inline-Hockeyspieler der Nasenbären erfolgreich.

 



mo

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